Völler gegen Watzke: "Aki, rede nicht so einen Scheiß" - Widerstand gegen Super-Liga wächst weiter

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Die Pläne Super-Liga stoßen auf Widerstand. Auf einer ECA-Sitzung in München hat Rudi Völler "Aki" Watzke angeraunzt. Hier alle Infos.

Der Widerstand in den Ländern gegen die Pläne der European Club Association (ECA) der Super-Liga wächst. In Deutschland raunzte Bayer-Boss Rudi Völler BVB-Boss Hans-Joachim Watzke an.

  • Bei einer Sitzung der ECA-Mitglieder gerieten Völler und Watzke aneinander
  • Es ging um die ECA-Pländer der europäischen Super-Liga
  • Auch in anderen europäischen Ländern wächst der Widerstand gegen die Super-Liga

Wie der Kicker in seiner Donnerstagsausgabe (13. Juni) berichtet, kam es zwischen Rudi Völler (Geschäftsführer Sport bei Bayer Leverkusen) und Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund) zu einer verbalen Auseinandersetzung in München.

Völler raunzt Watzke wegen Super-Liga auf ECA-Sitzung der deutschen Mitglieder an

Hintergrund war ein Treffen der deutschen ECA-Mitglieder, zu denen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund (auch FC Bayern München und FC Schalke 04) gehören, am 22. Mai in München. Auch Andrea Agnelli (Präsident Juventus Turin und Vorsitzender der ECA) war anwesend.

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Hans-Joachim Watzke äußerte sich zur Super-Liga: "Die Reform kommt so oder so. Da sagen die (anderen europäischen Top-Klubs, Anm. d. Red.) am Ende: Macht euren Scheiß allein, wir machen unsere Liga ohne euch. Dann ist der deutsche Fußball tot."

Völler sprach sich schon vorher gegen Super-Liga-Reformen aus

Rudi Völler konterte in München: "Aki, rede nicht so einen Scheiß." Der ehemalige Nationalspieler hatte sich, wie der Kicker berichtet, schon zuvor ablehnend über die Super-Liga geäußert.

Die Super-Liga sei das Todesurteil des Fußballs. Wenn man sich nicht mehr qualifizieren müsse für die europäischen Wettbewerbe, wäre das furchtbar und tödlich. Wer das wolle, müsse schwachsinnig sein, so Völler.

Bei der Super-Liga wären zum aktuellen Stand sowohl der FC Bayern und Borussia Dortmund als auch der FC Schalke 04 und Bayer Leverkusen dabei.

DFL ist gegen die Pläne von ECA-Präsident Agnelli

Auf einer Tagung der Liga hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sich über die ECA-Pläne geäußert. Man dürfe nicht zulassen, dass traditionsreiche, nationale Ligen in ihrer Attraktivität für Millionen Menschen auf dem gesamten Kontinent beschädigt werden würden. Die 36 deutschen Profiklubs hatten die Reformen der Super-Liga abgelehnt.

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Gegen die Super-Liga der ECA macht auch das europäische Ausland mobil. Der Kicker berichtet, dass die italienische Serie A die Pläne von Agnelli zurückgewiesen habe. Die Mehrheit der Top-Klubs sei gegen eine Gründung einer solchen Liga.

Italien, England, Spanien - nicht alle Vereine sind mit Super-Liga einverstanden

Insgesamt haben 14 Vereine, auch Inter Mailand, AC Milan und AS Rom, die Reformen als "Bedrohung für die Zukunft des europäischen Fußballs" bezeichnet. Auch die Vereine der englische Premier League, in der sich auch die Fans klar gegen die Reformen positioniert haben, und die Klubs aus La Liga, mit Ausnahme von Real Madrid und FC Barcelona, sind eher gegen eine Super-Liga.

Die sogenannten "European Leagues", ein Verbund aus 36 Profiligen in Europa hatte sich ebenfalls gegen die ECA-Pläne der Super-Liga ausgesprochen.