Neue Chance für die Super Liga? - Frankreich stellt anderes Modell vor

Es gibt neue Pläne für die Einführung der Super Liga. Foto: dpa
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Es gibt neue Pläne für die Einführung der Super Liga. Foto: dpa

Bislang hat die DFL die Einführung der Super Liga abgelehnt. Jetzt wird ein neues Modell diskutiert. Hier gibt es weitere Informationen.

Bislang hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Einführung einer Super Liga abgelehnt. Wie die Sport Bild berichtet wird jetzt ein neues Modell diskutiert.

  • Die Bundesliga und die italienische Serie A lehnen die Super Liga bisher ab.
  • Frankreichs Ligue 1 hat jetzt ein Alternativ-Modell mit 36 anstatt 32 Startern entwickelt.
  • Deutsche Klubs haben sich noch nicht zu den neuen Plänen geäußert.

Wie die Sport Bild berichtet, gibt es neue Pläne für die Einführung einer europäischen Super Liga. Den bisherigen Vorschlag mit24 Fixstartern und nur noch vier Klubs, die sich über die nationalen Ligen qualifizieren können, lehnte die DFL bisher strikt ab.

Ligue 1 entwickelt neues Modell für Super Liga

Jetzt soll ein neues Modell diskutiert werden, dass die französische Ligue 1 entwickelt hat. So soll es 36 statt 32 Klubs und sechs Sechsergruppen anstatt acht Vierergruppen geben.

So setzt sich das Starterfeld zusammen

Das Starterfeld solle sich demnach aus den acht Viertelfinalisten der Vorsaison und den vier Halbfinalisten der League 1 zusammensetzen. 18 Klubs qualifizieren sich wie bisher aus den Ligen 1 bis 10 des Uefa- Rankings. Dazu kommen sechs Vereine aus kleineren Ligen.

Ins Achtelfinale ziehen die Gruppenersten- und zweiten sowie die vier besten Gruppendritten ein.

Bei der Generalversammlung von Europas Klub-Verband (ECA) auf Malta soll das Modell schon diskutiert worden sein. Was die teilnehmenden Bundesligisten wie Bayern, Dortmund, Schalke oder Leverkusen dazu sagen ist bisher noch unklar.

Uneinigkeit bei den deutschen Vertretern

Bei bisherigen Treffen herrschte aber auch bei den deutschen Vereinen Uneinigkeit. Bei einem Treffen der deutschen ECA-Mitglieder war es unter anderem zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Bayer-Boss Rudi Völler und Dortmunds Hans Joachim Watzke gekommen.

„Aki, rede nicht so einen Scheiß", soll Völler bei der Sitzung in München gesagt haben.

Schalke und Dortmund wären bei Super Liga dabei

Nach aktuellem Stand wären bei einer Super Liga sowohl der BVB, als auch der FC Schalke mit dabei. Letztere sind an einer Verpflichtung von Ryan Mbeumo (19) aus Frankreich interessiert. Auch der FC Bayern und Bayer Leverkusen dürften mitspielen.

Eine Simulation der abgelaufenen Europacup-Saison zeigte, dass fast nur Klubs der Top 5-Ligen (England, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich) teilnehmen würden.

Fans formieren sich gegen den neuen Wettbewerb

Die Fans sind größtenteils gegen die Einführung der Super Liga. In England positionierten sich einige Fans ziemlich deutlich gegen die Pläne.

Der nächste Reform-Gipfel von Uefa, ECA und der Vereinigung der Europäischen Ligen findet am 11. September statt. Bis dahin wird es wahrscheinlich weitere Informationen geben.