Gräfe kritisiert Schiedsrichter-Leistungstests und erntet heftigen Gegenwind

Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigt die Gelbe Karte. Foto: Peter Steffen/dpa
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Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigt die Gelbe Karte. Foto: Peter Steffen/dpa

Manuel Gräfe kritisiert Leistungsprüfung der Schiedsrichter. Lutz Michael Fröhlich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Hier die Infos.

Manuel Gräfe (45) kritisiert die Leistungsprüfung der Bundesliga-Referees. Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich (61) kann die Kritik des 45-Jährigen nicht nachvollziehen.

  • Schiedsrichter Manuel Gräfe hat offenbar Probleme mit dem obligatorischen Leistungstest des DFB.
  • Der 45-Jährige fordert einen Test, der das Alter der Unparteiischen berücksichtigt.
  • Offenbar isoliert sich der Schiedsrichter zusehends von seinen Kollegen.

Bereits vor Saisonbeginn sorgten die Schiedsrichter in der Bundesliga für Aufregung. Denn sieben Unparteiische fielen durch den obligatorischen Fitnesstest, wie der kicker berichtet.

Schiedsrichter Gräfe: "Leistungsprüfung ist antiquiert und wenig sinnvoll"

Gräfe kritisierte daraufhin den Test in einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung als "antiquiert und wenig sinnvoll". Die Leistungsprüfung findet laut Aussage des 45-Jährigen "zu einem völlig falschen Zeitpunkt statt". Zudem fordert der 45-Jährige – je nach Alter – unterschiedliche Anforderungen.

Gräfe, der in der vergangenen Saison Borussia Dortmunds 0:5-Debakel bei den Bayern leitete, vertritt diese Meinung in der Zunft der Bundesliga-Unparteiischen jedoch exklusiv. Vor allem Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich (61) konterte die Kritik des 45-Jährigen vehement:

Lutz Michael Fröhlich kontert Kritik: "Wer trainiert ist, hat auch keine Probleme"

"Das ist ein System, das allen bekannt und vertraut ist. Alle Schiedsrichter haben sich darauf eingestellt und wissen, was auf sie zukommt", zitiert der kicker den 61-Jährigen. Und weiter: "Wer trainiert ist, der hat auch keine Probleme mit dem Test", stellt Fröhlich süffisant fest.

Wie das Sportmagazin schreibt, soll Gräfe "aus persönlichen Motiven heraus handeln." Diese Meinung soll jedenfalls in der Schiedsrichterkommission vorherrschen. Denn der 45-Jährige, den Rainer Bonhof (67) von Borussia Mönchengladbach in Zukunft als Schiedsrichter ablehnen möchte, hat scheinbar wiederkehrende Probleme mit dem obligatorischen Sprinttest.

Gräfe isoliert sich von Schiedsrichter-Kollegen

Offenbar ist Gräfe bei den anderen Bundesliga-Unparteiischen nicht sonderlich beliebt. Wie der kicker berichtet, isoliert sich der 45-jährige zunehmend von den anderen Kollegen.