Bild: Patrick Seeger/dpa

Nicht nur die Bundesliga-Profis müssen nach der Sommerpause ihre Fitness nachweisen. Selbiges gilt für die Zunft der Schiedsrichter. Ein Trio hat den Test offenbar nicht bestanden.

  • Nach Bild-Informationen fielen drei Schiedsrichter durch den Fitnesstest des DFB.
  • Wie der Deutsche Fußballbund mitteilte, verletzte sich das Trio angeblich während der Tests.
  • Die Unparteiischen müssen den nicht bestandenen Leistungstest in vier Wochen nachholen.

Am Dienstag (9. Juni) lud der Deutsche Fußballbund (DFB) zum obligatorischen Fitnesstest der Elite-Schiedsrichter. Wie die Bild-Zeitung berichtet, eher mit mäßigem Erfolg.

Waren die Schiedsrichter nicht schnell genug?

Denn: Deniz Aytekin (40), der teilweise heilfroh über die Hilfe des Video-Schiedsrichters ist, Tobias Welz (42) und Marco Fritz (41), haben den Leistungstest nicht bestanden. Wie der DFB mitteilt, musste das Trio den Test „während der Einheit leider verletzungsbedingt abbrechen.“

Ex-Schalke-Trainer Domenico Tedesco diskutieren mit Schiedsrichter Marco Fritz (2.v.l) nach dem Spiel. Foto: Ina Fassbender/dpa

Nach Informationen der Bild stimmt das jedoch nicht so ganz. Schiedsrichter Aytekin konnte demnach die Vorgaben im Sprinttest nicht erfüllen. Erst danach zog sich der 40-jährige „Schiedsrichter des Jahres“ eine muskuläre Verletzung zu.

Aytekin, Welz und Fritz müssen Fitnesstest nachholen

Selbiges gilt für Welz. Auch er war im Sprint zu langsam. Danach brach der 42-Jährige Schiedsrichter den Test ebenfalls ab. Welz zog sich laut Bild erst vor wenigen Wochen einen Zehenbruch zu.

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Aller guten Dinge sind drei. Denn auch der Unparteiische Fritz, auf den der 33-jährige Domenico Tedesco nach dem Spiel gegen Gladbach schimpfte, wurde offenbar der Sprinttest zum Verhängnis. Nach drei nicht geschafften Versuchen war Schluss für den 41-Jährigen.

Erst nach bestandenem Fitnesstest darf in der Bundesliga gepfiffen werden

Wie geht es jetzt weiter? Wie der DFB mitteilt, haben „diejenigen, die heute nicht in der Lage beziehungsweise verletzt waren, die Gelegenheit in etwa vier Wochen einen Wiederholungstest zu absolvieren.“ Erst nach bestandenem Fitnesstest dürfen die Schiedsrichter, die nicht selten in der Kritik der Trainer stehen, wieder in der Bundesliga pfeifen.

Das müssen die Unparteiischen leisten

Was genau müssen die Bundesliga-Schiedsrichter leisten? Zunächst müssen die Teilnehmer „in sechs aufeinanderfolgenden Durchgängen eine Strecke von 40 Metern in der vorgeschriebenen Mindestzeit von sechs Sekunden absolvieren“, wie der DFB schreibt.

Und weiter: Danach warten 4000 Meter Laufstrecke auf die Schiedsrichter. Der High-Intensity-Test beinhaltet laut DFB zehn Runden mit jeweils vier Läufen (75 Meter in maximal 15 Sekunden und 25 Meter in 18 Sekunden).

Grund für den nicht bestandenen Test könnten die schwierigen Wetterverhältnisse gewesen sein. Wie der DFB mitteilt, war „der Belag der Laufbahn etwas nass.“