Stevens: „Das ist meine schwierigste Aufgabe"

Huub Stevens sichtlich bedient nach der Niederlage gegen Hoffenheim. Foto: dpa
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Huub Stevens sichtlich bedient nach der Niederlage gegen Hoffenheim. Foto: dpa

Huub Stevens war nach der Niederlage gegen Hoffenheim sichtlich frustriert. Nun spricht er über seine schwierigste Aufgabe. Hier mehr erfahren.

Mit der Niederlage gegen Hoffenheim am Samstagabend (20. April) verlor der FC Schalke 04 sein viertes Heimspiel in Folge. Trainer Huub Stevens zeigt sich nach dem Spiel konsequent, strich Ostern und spricht über seine bisher schwierigste Aufgabe.

Sichtlich frustriert zeigte sich der S04-Trainer im Interview bei Eurosport nach dem Spiel. Beschönigen wollte er nichts.

Stevens sieht demoralisierte Schalker

Die Knappen profitierten lediglich von strauchelnden Stuttgartern, die nach einem 6:0-Debakel gegen Augsburg den Abstand von sechs Punkten stagnieren lassen. Stevens beeindruckt dies sicher nicht.

Er sah vor allem erneut demoralisierte Schalker, die nach einer eigentlich guten Anfangsphase und einem nicht geschafften Ausgleich die Köpfe in den Sand steckten - und am Ende mächtig bestraft wurden.

Stevens streicht Ostern für die Mannschaft

Gewohnt konsequent zeigte sich Stevens, indem er den Spielern ohne zu zögern die Feiertage strich. „Ich hätte ihnen gerne freigegeben über Ostern, aber das haben sie sich leider nicht verdient", so der Schalker-Trainer nach dem Spiel.

Denn für den Knurrer von Kerkrade mangelte es erneut an der Einstellung. Nach dem Rückstand schaffte seine Mannschaft fast den Ausgleich, ließ sich dann aber hängen.

„Nach dem 1:0 haben wir auch die Chance das 1:1 zu machen, das gelingt uns nicht und dann gehen die Köpfe nach unten", erklärte Stevens nach dem Spiel.

Dies würde am Ende nur dem Gegner helfen. so der S04-Trainer: „Das müssen wir versuchen zu verhindern, sodass wir den Gegner nicht noch mehr aufbauen, sondern uns selbst."

Mangelnde Qualität? Keine Aussage

Stevens zeigte sich nach der rekordverdächtigen zehnten Heimnierderlage am Stück weiterhin sichtlich frustriert - und hatte Schwierigkeiten dies zu verstecken. Der Frage nach der Qualität seiner Mannschaft wich der sonst so ehrliche 65-Jährige ungewohnt aus.

„Ich kann nur sagen, dass die Jungs es versuchen", sagte der Trainer zögerlich. Jedoch relativierte er dies schnell und sprach der Mannschaft sein Vertrauen aus.

„Wir müssen mit dieser Mannschaft weiterarbeiten diese Saison und das werden wir auch und mit allem Vertrauen. Wir können nicht anders", so Stevens. Überzeugung klingt jedoch anders.

Dass die Nerven blank liegen, gibt der erfahrene Übungsleiter offen zu und sagt: „Das ist meine schwierigste Aufgabe, die ich je gehabt habe und das zeigt sich auch."

Aktuelle S04-Themen:

Einfacher wird es für Stevens und seine Truppe in den nächsten Wochen sicher nicht. Mit dem Derby gegen Dortmund haben sie das prestigeträchtigste Spiel der Rückrunde vor sich.

Dafür wolle man alle Lehren aus dem Spiel gegen Hoffenheim ziehen, erklärte der Trainer. „Am Dienstag geht es wieder voll ins Training und wir werden uns voll vorbereiten für das Derby."