Deutliche Worte vom Sportvorstand

Schalke 04 wechselt Torwart: Peter Knäbel lässt mit Aussagen tief blicken

Der spontane Torwartwechsel beim S04 hat für große Diskussionen gesorgt. Sportvorstand Peter Knäbel hat diese mit seinen Aussagen weiter befeuert.

Gelsenkirchen – Sportlich hat Schalke 04 einen möglichen Fehlstart am Wochenende eindrucksvoll abgewendet. Der S04 bezwang Hansa Rostock mit 2:0 dank Simon Terodde, der nun weiter auf Rekordjagd ist. Abseits des Platzes redeten jedoch viele über den plötzlichen Torwartwechsel von Martin Fraisl für Ralf Fährmann. Peter Knäbel hat sich zu diesem Thema jetzt klar positioniert.

VereinFC Schalke 04
Gegründet4. Mai 1904, Gelsenkirchen
StadionVeltins Arena
TrainerDimitrios Grammozis

Schalke 04: Dimitrios Grammozis hat Torwart-Diskussion neu entfacht

Bereits früh in der Vorbereitungsphase auf die aktuelle Saison legte sich S04-Trainer Dimitrios Grammozis fest: Ralf Fährmann sollte in der 2. Liga die unangefochtene Nummer 1 im Schalker Tor sein. Damit wollte der Chef-Coach die Torwart-Diskussion aus der vorherigen Saison im Keim ersticken.

Doch schon am achten Spieltag rückte 43-Jährige überraschend von seinem Plan ab und entfachte die Debatte neu, als er Ralf Fährmann das Vertrauen entzog und plötzlich Neuzugang Martin Fraisl ins Tor beförderte.

Schalke 04: Peter Knäbel erklärt Entscheidungsprozess für Torwart Martin Fraisl

Peter Knäbel kommentierte die Entscheidung am Wochenende mit eindeutigen Worten: „Es ist eine Entscheidung des Trainerteams. Man weiß ja auch, wie wichtig in der Entscheidung der Torwart-Trainer ist. Die Entscheidung ist klar kommuniziert worden. Es kann immer nur einer spielen.“

„Michael Langer hat sich leider das Kreuzband gerissen, ein toller Sportsmann. Martin Fraisl hat mit der U23 gegen Rot-Weiss Essen gespielt und eine tolle Leistung gebracht“, so Peter Knäbel weiter.

Peter Knäbel hat sich deutlich zum überraschenden Torwartwechsel auf Schalke geäußert.

Peter Knäbel (Schalke 04): Torwarttrainer war wichtig für die Entscheidung

Den Ausführungen des Sportvorstandes zufolge hatte also auch S04-Torwarttrainer Wil Coort einen großen Anteil an der Entscheidung für Martin Fraisl. Pikant ist dabei, dass Ralf Fährmann zuletzt wiederholt sein Bedauern über die Trennung von Simon Henzler, dem früheren Torwart-Trainer, geäußert hat.

Dimitrios Grammozis äußerte sich zunächst etwas diplomatischer zum Torwart-Wechsel: „Es ist keine Entscheidung gegen Ralle Fährmann. Wir haben uns viele Gedanken gemacht und dann für Martin Fraisl entschieden. Er gibt Vollgas, drängt sich auf, das muss man belohnen.“

Schalke 04: Konkurrenzkampf durch „positiven Hass“ beim S04 neu entfacht

Dann wurde der Trainer aber doch deutlich: „Ralle war nicht schlecht, aber wir sind im Leistungsfußball. Ich stelle nicht nach Verträgen oder Vertragsdauer auf. Die Spieler müssen sich anbieten, dass sie spielen wollen. Unsere drei Torhüter haben sich immer hochgeschaukelt, es ist ein positiver Hass untereinander. Das hat alle drei besser gemacht.“

Martin Fraisl stand gegen Hansa Rostock überraschend im Tor des S04.

Der Konkurrenzkampf scheint sich im Hintergrund also in den vergangenen Wochen stark zugespitzt zu haben. Wie nun die Zukunft der Torhüter aussieht, ließen die Verantwortlichen offen. Klar ist allerdings, dass Martin Fraisl im Spiel gegen Hansa Rostock mächtig Eigenwerbung betreiben konnte. Eine erneute Rotation im Schalke-Tor ist daher äußerst unrealistisch.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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