S04-Finanzen im Fokus

Schalke 04 wendet Horror-Szenario ab – doch die nächste Finanz-Prüfung folgt

Bange Monate für die Fans des FC Schalke 04 haben ein Ende: Die „Knappen“ konnten ein Horror-Szenario abwenden. Doch der finanziell angeschlagene Klub muss weitere Prüfungen bestehen.

Gelsenkirchen – Auf dem Platz läuft es für den FC Schalke 04 aktuell nicht ganz so rund. Die 1:2-Pleite des S04 beim Karlsruher SC sorgte für viel Unmut bei den Fans. Doch am Dienstag (21. September) warteten die Königsblauen wiederum mit einer sehr positiven Nachricht auf.

VereinFC Schalke 04
AufsichtsratsvorsitzenderAxel Hefer
StadionVeltins-Arena
OrtGelsenkirchen

FC Schalke 04: Horror-Szenario abgewendet – kein Punktabzug für den S04

Denn wie die Blau-Weißen mitteilten, habe der Verein „eine positive Rückmeldung von der DFL“ mit Blick auf die Lizenzauflage erhalten. Dem FC Schalke 04 drohte ein Abzug von sechs Punkten, sollte der S04 es nicht schaffen, gewisse Auflagen bis Mitte September zu erfüllen.

Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers sagte in einem Interview gegenüber Funke Sport: „In unserem Fall hat die DFL gesagt: Aus unserer Sicht fehlen finanzielle Mittel, damit die Saison durchfinanziert ist.“ Transfer-Erlöse oder ein Personaletat in bestimmter Höhe hätten jedoch nicht im Mittelpunkt der Auflagen gestanden.

FC Schalke 04: Peter Knäbel spricht mit Blick auf drohenden Punktabzug von „Damokles-Schwert“

Dennoch: Peter Knäbel verriet bei Bild-TV, dass ein Transfer für den FC Schalke 04 existenziell wichtig gewesen sei – das Leihgeschäft mit Olympique Marseille wegen Amine Harit.

Der Sportvorstand erklärte zum drohenden Punktabzug: „Das Damokles-Schwert war in der Tat die ganz Zeit über uns. Wir mussten immer mit dem Worst Case rechnen. Der Harit-Transfer war für uns von existenzieller Bedeutung, gibt uns Luft. Wir sind uns sehr, sehr sicher, dass wir diesen Sechs-Punkte-Abzug verhindern können.“

Der FC Schalke 04 wendet mit Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers ein Horror-Szenario ab.

FC Schalke 04: Verkauf der E-Sport-Lizenz ein wichtiger Schritt für S04

Aber auch ein weiteres Geschäft dürfte den „Knappen“ viel Luft verschafft haben: der Verkauf der E-Sport-Lizenz des FC Schalke 04 für 26,5 Millionen Euro. Dr. Claudio Kasper, Geschäftsführer der E-Sports GmbH des S04, sagte nach Abschluss der Verhandlungen in einer Klubmitteilung, dass der Verkauf dazu diene, „dringend benötigte Mittel für die Stabilisierung des Kerngeschäfts zu erlösen“.

Jetzt können die Fans der Königsblauen aufatmen, der drohende Punktabzug ist vom Tisch. Doch die Finanzsorgen der Blau-Weißen bleiben. In einigen Wochen muss der S04 bereits die nächsten Anforderungen der DFL erfüllen.

FC Schalke 04: Nächste Härteprüfung folgt bereits – DFL überprüft „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“

Bis Ende Oktober muss der FC Schalke 04 „seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bestätigen“, wie es in der Lizenzierungsordnung der DFL heißt. Der Klub muss unter anderem seine Konzernbilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie für die laufende Spielzeit einreichen.

Dazu muss der S04, wie auch alle anderen Vereine, einen Wirtschaftsprüfer beauftragen, „welcher die Prüfung der vom Lizenznehmer vorzulegenden Unterlagen vornimmt“. Sollte der FC Schalke 04 die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht bescheinigen können, könnten dem Klub erneute Auflagen gestellt werden.

FC Schalke 04: Lizenzunterlagen für die kommende Saison werden bald wichtig

Im März 2022 beginnt schließlich das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2022/23. Wahrscheinlichen werden sich die Königsblauen dann, wie schon zu Beginn des Jahres 2021, auf die Lizenzerteilung für zwei Ligen vorbereiten: der Bundesliga und der zweiten Liga.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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