S04-Gegner in einer Krise

Vor Schalke-Spiel: Beben beim FC Ingolstadt mit Doppel-Rauswurf

Der FC Schalke 04 empfängt heute den FC Ingolstadt und der S04-Gegner steckt in einer Krise. Die hat jetzt personelle Konsequenzen nach sich gezogen.

Ingolstadt/Gelsenkirchen – Nach anfänglichen Startschwierigkeiten stimmte die Tendenz beim FC Schalke 04 zuletzt. Zumindest, was die Ergebnisse angeht. Drei der vergangenen vier Spiele konnten die „Knappen“ vor dem 9. Spieltag gewinnen. Ganz anders sieht es da beim nächsten Gegner aus.

FC Schalke 04: Nächster Gegner FC Ingolstadt mit Doppel-Rauswurf vom Trainer und Sportlichen Leiter

Der FC Ingolstadt ist heute bei den Königsblauen zu Gast und der Aufsteiger steckt in einer handfesten Krise. Die „Schanzer“ haben die vergangenen drei Partien allesamt verloren und stellen mit insgesamt 20 Gegentoren die mit Abstand schwächste Defensive in der 2. Liga. Ob der FC Schalke 04 davon profitieren kann?

Der nächste Gegner des S04 hat auf die Talfahrt jetzt reagiert und einen Doppel-Rauswurf vorgenommen. Sowohl Trainer Roberto Pätzold als auch der Sportliche Leiter Florian Zehe wurden freigestellt. Ein Schnellschuss war das aber keineswegs.

FC Schalke 04: Nächster Gegner FC Ingolstadt befürchtet direkt wieder abzusteigen

„Das Thema kam bereits vor dem Nürnberg-Spiel am 4. Spieltag auf. Wir haben zwar einen Punkt geholt und danach in Sandhausen gewonnen, wollten uns aber auch anschauen, ob sich die Mannschaft weiterentwickelt. Wir hatten irgendwann das Gefühl, irgendetwas stimmt nicht“, erklärte Peter Jackwerth gegenüber dem kicker.

Der Vorstandsvorsitzende des FC Ingolstadt wurde vor dem Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 noch deutlicher. „Wir haben in acht Spielen vier Punkte geholt. Mit diesem Punkteschnitt steigt man ab.“

André Schubert ist neuer Trainer beim nächsten S04-Gegner FC Ingolstadt.

FC Schalke 04: André Schubert neuer Trainer beim nächsten S04-Gegner FC Ingolstadt

Wenn der FC Ingolstadt nun beim S04 antritt, sitzt ein neuer Trainer beim Zweitliga-Aufsteiger schon auf der Bank und mit André Schubert noch dazu ein Bekannter. Der 50-Jährige trainierte nicht nur schon den FC St. Pauli, Eintracht Braunschweig und Holstein Kiel, sondern ebenso Borussia Mönchengladbach in der 1. Liga.

Einer, der sich von dem Trainerwechsel viel erhofft, ist Nassim Boujellab, der wie viele andere Talente vom S04 abgegeben wurde und beim FCI noch auf seinen Durchbruch wartet. „Für mich ist es enorm wichtig, eine Saison zu haben, in der ich auf meine Spiele komme und durchgängig spiele. Das war bislang noch nicht so der Fall, aber jetzt werden die Karten neu gemischt. Ich schaue daher nach vorne und sehe gute Chancen beim neuen Trainer“, so der Mittelfeldspieler am Dienstag (28. September) in einer kleinen Medienrunde.

FC Schalke 04: S04-Leihgabe Nassim Boujellab hofft beim FC Ingolstadt auf persönliche Wende

Geht es nach dem vom S04 ausgeliehenen Nassim Boujellab, kommt der neue FCI-Trainer André Schubert ihm entgegen. „Ich bin ein Spieler, der Ballbesitz sehr mag und gerne den Ball hat. In den ersten Tagen haben wir das trainiert und das passt zu mir. Ebenso das Gegenpressing nach Ballverlust – nicht wild, sondern intelligent. Das passt ebenfalls zu mir.“

Heute kehrt Nassim Boujellab mit dem FC Ingolstadt für ein Spiel zum FC Schalke 04 zurück.

Für das Spiel auf Schalke versuche der neue Trainer aber erst einmal „die Basis hineinzubekommen, insbesondere im defensiven Bereich“, so der 22-Jährige weiter. Ob somit womöglich eine Überraschung beim Bundesliga-Absteiger gelingen kann?

FC Schalke 04: S04-Leihgabe Nassim Boujellab ist vom Trainer-Wechsel in Ingolstadt überrascht

Für Nassim Boujellab kam der Trainer-Wechsel auf jeden Fall überraschend. „Dass es nicht gut lief, das wissen wir alle. Nur dem Trainer dafür die Schuld zu geben, wäre nicht richtig. Wir Spieler stehen auf dem Platz. Dass es nun so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Das war schon überraschend.“

Nun geht es den „Schanzern“ darum, noch in der Hinrunde Stabilität zu gewinnen, wie Peter Jackwerth betont. „Wichtig ist, dass der Abstand nicht zu groß ist, um in der Rückrunde noch genügend Punkte holen zu können. Wir haben einen Kader, der erst wieder stabil wird, wenn die Verletzten zurückkommen.“

Rubriklistenbild: © Elmar Kremser/Kirchner-Media

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