Ein Pechvogel gegen Werder

Schalke 04: Einzelkritik gegen Bremen – der Kapitän des S04 übertreibt es

Der FC Schalke 04 kassiert bei Werder Bremen den späten Rückschlag. In der S04-Einzelkritik fallen vor allem einige Routiniers ab.

Bremen – Der FC Schalke 04 hat den schon sicher geglaubten Sieg in der 99. Minute verloren: Mit einem 1:1-Remis trennten sich der S04 und Werder Bremen am Samstagabend (20. November). Die Einzelkritik mit Noten zum Spiel.

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
TrainerDimitrios Grammozis
OrtGelsenkirchen

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – alle Noten des S04 im Überblick

Martin Fraisl: Der gewohnt sichere Rückhalt des S04 ließ fast nichts anbrennen, nur gegen Niclas Füllkrug in der 32. Minute war er etwas zu spät, aber Victor Palsson rettete noch auf der Linie. Beim Elfmeter von Füllkrug in der 99. Minute entschied der Torwart sich für die falsche Ecke. Eine dennoch ordentliche Einzelkritik des Keepers. Note: 2,5

Malick Thiaw: Der junge Abwehrspieler hatte gegen Werder Bremen Glück in der sechsten Minute, als er zum Kopfball mehrere Meter nach vorne stürmte, den Ball verfehlte, aber Marvin Ducksch aus dem anschließenden Ballbesitz mit viel Platz nichts machte. Er setzte einen Kopfball in der 78. Minute knapp am Tor vorbei. Insgesamt ein solider Auftritt. Note: 3

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – Note 2,5 für Ko Itakura

Ko Itakura: Der S04-Verteidiger erlebte in der Länderspielpause eine Reise-Tortur und reiste mehrere zehntausend Kilometer ohne für Japan eingesetzt zu werden. Gegen Bremen war er fit und verlor von sieben Zweikämpfen nur einen. Note: 2,5

Marcin Kaminski: Ein unauffälliges Spiel des Polen, der 100 Prozent seiner Zweikämpfe gewann. Er hielt gemeinsam mit seinen Abwehr-Kollegen bis zur Elfmeter-Entscheidung den Laden in der Defensive dicht. Note: 2,5

Ko Itakura (oben) zeigte für den FC Schalke 04 gegen Werder Bremen eine solide Leistung und bekommt eine gute Einzelkritik mitsamt Note.

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – Note 4 für Mehmet Aydin

Mehmet Aydin: Der deutsche U20-Nationalspieler stand wieder in der Startelf, agierte aber glücklos. Bereits nach 20 Minuten sah er Gelb nach einem ungestümen Foul an Leonardo Bittencourt nahe der Seitenlinie. In der 32. Minute ließ der 19-Jährige Marvin Ducksch aus den Augen, der im Strafraum zur Hereingabe auf Niclas Füllkrug ansetzen konnte. Victor Palsson rettete aber auf der Linie. In der Vorwärtsbewegung war Mehmet Aydin bemüht, eine Flanke wurde in der 66. Minute plötzlich zum Torschuss und segelte knapp über das Tor. Note: 4

Victor Palsson: Er rettete stark in der 32. Minute auf der Linie bei der Chance von Niclas Füllkrug, was die Einzelkritik etwas aufwertet. Sein Schuss aus 25 Metern in der 35. Minute ging deutlich drüber. Sechs Minuten später sah er Gelb für seine Frontal-Grätschte gegen Bremen-Verteidiger Ömer Toprak. Mit etwas Pech hätte der Mittelfeldmann des S04 hier auch Rot sehen können. Dimitrios Grammozis wechselte ihn in der Halbzeitpause aus. Note: 4

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – Note 3,5 für Thomas Ouwejan

Thomas Ouwejan: Wie immer ging viel über den Niederländer auf der linken Außenbahn, seine Flanken waren gegen Werder Bremen aber nicht so wirkungsvoll. Auch die Standards waren im Vergleich zu vergangenen Spielen ausbaufähig. Das kann der Außenverteidiger besser. Note: 3,5

Victor Palsson bekommt beim FC Schalke 04 gegen Werder Bremen die Note 4 in der Einzelkritik – auch aufgrund dieses Fouls gegen Ömer Toprak.

Danny Latza: Auch der S04-Kapitän hatte Glück, dass er nicht vorzeitig vom Platz flog. Er sah Gelb nach einer Grätsche gegen Ilia Gruev. Nach der Halbzeitpause rückte der Gelsenkirchener auf die Sechs. Nach einem erneuten Foul kurz vor der Strafraumgrenze wurde Danny Latza von Dimitrios Grammozis in der 70. Minute ausgewechselt. Note: 4,5

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – Note 4,5 für Dominick Drexler

Dominick Drexler: Er rasselte in der 26. Minute mit Felix Agu an den Köpfen zusammen und musste länger behandelt werden, es ging aber weiter für ihn. Der Offensivmann spielte insgesamt wirkungslos und hatte die meisten Ballverluste aller S04-Profis. Note: 4,5

Marius Bülter: Seine beste Aktion war eine Kontersituation gegen Ömer Toprak, der Verteidiger grätschte aber den Ball zur Ecke (7.). Zudem zeigte er sich einmal gut im Zusammenspiel mit Simon Terodde, der nach dem Doppelpass aber ebenfalls nicht an Toprak vorbeikam (52.). Nach 70 Minuten war für ihn das Spiel beendet, Marvin Pieringer kam rein. Note: 4

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – Note 2,5 für Simon Terodde

Simon Terodde: Er hätte der Mann des Spiels sein können. Der S04-Angreifer köpfte sein Team mit 1:0 in Führung (81.), der 154. Treffer in der zweiten Liga – alleiniger Rekord. Simon Terodde fand gegen Werder Bremen in Ömer Toprak seinen Meister. Der Abwehrspieler blockte zwei Schüsse des Stürmers ab und stellte diesen immer wieder vor Probleme. Note: 2,5

Rodrigo Zalazar: Der Uruguayer kam zu Beginn der zweiten Halbzeit für Victor Palsson. Er leistete sich direkt einen Fehlpass im Mittelfeld, der einen Konter der Bremer auslöste (48.). Eine Minute später folgte eine gute Flanke auf Simon Terodde, dessen Versuch von Ömer Toprak abgeblockt wurde. Mit seinem Gewaltschuss brachte der Mittelfeldmann Jiri Pavlenka ins Straucheln, Simon Terodde staubte zum 1:0 ab. Insgesamt eine Belebung für das Schalker Spiel. Note: 3,5

Schalke 04: Einzelkritik gegen Werder Bremen – keine Note für Pieringer, Flick, Idrizi und Matriciani

Marvin Pieringer: Er kam nach 70 Minuten für Marius Bülter und hatte nur sechs Ballkontakte. Ohne Note

Florian Flick: Für Kapitän Danny Latza auf der Sechs eingewechselt, fügte sich der Youngster ordentlich ein und gewann alle seine Zweikämpfe. Ohne Note

Blendi Idrizi: Eingewechselt in der 78. Minute, drei von drei angekommene Pässe, einen von vier Zweikämpfen gewonnen – so lautet die Bilanz des Kosovaren. Ohne Note

Henning Matriciani: Er kam in der 88. Minute für Mehmet Aydin und wurde zum Pechvogel. Henning Matriciani brachte laut Schiedsrichter Tobias Stieler seinen Gegenspieler Roger Assalé zu Fall. Der Elfmetertreffer in der 99. Minute folgte. Ohne Note

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