Nach Kritik

Schalke 04: Entscheidung im DFB-Pokal fraglich – Trainer reagiert empfindlich

In der zweiten Liga fährt Schalke 04 Sieg um Sieg ein, im DFB-Pokal ist der S04 raus. Ein Rückschlag, der dem finanziell gebeutelten Zweitligisten auch auf dem Konto wehtut.

München / Gelsenkirchen – Der Frust über die Niederlage im DFB-Pokal sitzt immer noch tief beim FC Schalke 04. Gegen den Drittligisten TSV 1860 München kassierte der S04 ein frühes Tor durch Stürmer Stefan Lex. Danach dauerte es, bis die Königsblauen ins Spiel fanden. Viele fragen sich, wie es zu dieser Pleite kommen konnte.

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
StadionVeltins Arena

Schalke 04: Nach Pokal-Aus gegen 1860 München – S04-Trainer Dimitrios Grammozis reagiert empfindlich

Und bei dieser Frage rückt auch Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis in den Fokus. Ihm war im Vorfeld bewusst, dass es ein „echter Pokalfight“ wird, wie der S04-Übungsleiter das prestigeträchtige Duell vor der Partie nannte.

„Wir wussten, dass wir heute auf einen Gegner treffen werden, der alles reinwerfen wird vor heimischer Kulisse und ausverkauftem Haus“, so Dimitrios Grammozis auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Und genau so kam es: „Wir haben den Start verpennt“, resignierte er. Allerdings ist die Frage berechtigt, ob ihm schon vor Anpfiff ein Fehler unterlaufen ist.

Schalke 04: Ohne Simon Terodde und Thomas Ouwejan in der Startelf im DFB-Pokal

Denn Dimitrios Grammozis verzichtete in der Startelf auf echte Leistungsträger. Simon Terodde, Thomas Ouwejan und Torwart Martin Fraisl saßen zunächst auf der Bank. Stattdessen rückte Ralf Fährmann wieder zwischen die Pfosten, Darko Churlinov startete auf der linken Seite und im Sturm setzte er auf eine Doppelspitze mit Marius Bülter und Marvin Pieringer.

Schon nach 21. Minuten wechselte der Schalke-Trainer. Für Darko Churlinov kam Thomas Ouwejan. Und plötzlich nahm das Spiel aus königsblauer Sicht Fahrt auf. Allerdings zu spät. Simon Terodde kam in der zweiten Halbzeit. Auf die Frage, ob er die DFB-Pokal-Niederlage auch auf seine Kappe nimmt, reagiert Dimitrios Grammozis empfindlich.

Auf die Aufstellungs-Frage reagiert Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis empfindlich.

Schalke 04: S04-Trainer reagiert auf Kritik an Ausstellung empfindlich

Er entgegnete ein schlichtes „Warum?“ Auf Nachfrage ging er dann ins Detail: „Eine Fußballmannschaft besteht ja nicht nur aus neun, zehn oder elf Spielern. Wir haben in sechs Tage drei Spiele. Simon hat bis jetzt alles mitgemacht. Wenn man verliert, wird das infrage gestellt. Wenn man gewinnt, heißt es, es sei genau richtige Belastungssteuerung“, begründete er seine Entscheidung.

Er sei von der Aufstellung überzeugt gewesen, alle Spieler in der Startelf hätten sich empfohlen. Dennoch stellt sich eine Frage immer wieder: Warum nicht mit voller Kapelle starten und dann, und wenn es das Spiel erlaubt hätte, mit vielen Wechseln eine Belastungssteuerung starten. Hätte, hätte... Fußball ist ein Spiel der Konjunktive – die Kritik muss sich der S04-Trainer trotzdem gefallen lassen.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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