Caligiuri enttäuscht: „Uns tun die Fans Leid"

Daniel Caligiuri denkt auch an die Fans und will weiterkämpfen. Foto: dpa
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Daniel Caligiuri denkt auch an die Fans und will weiterkämpfen. Foto: dpa

Daniel Caligiuri konnte mit seinem Anschlusstreffer nicht ddie Wende einleiten. Nach der Niederlage tun ihm vor allem die Fans Leid. Hier mehr erfahren.

Auch gegen Hoffenheim konnte die so lang erhoffte Trendwende der Schalker nicht einsetzen. Am Samstag (20. April) ging man vor heimischer Kulisse 2:5 unter. Daniel Caligiuri denkt dabei vor allem an die Fans - und zeigt sich kämpferisch.

Fast ratlos wirkte der Schalker Außenspieler nach dem Spiel. Nach seinem 2:1 Anschlusstreffer durch einen Elfmeter wirkte es kurz so, als könnte Schalke das Spiel drehen.

Caligiuri: „Dann rennen wir wieder hinterher"

Doch es kam anders und Adam Szalai traf konsequent zum 3:1. „Da verteidigen wir wieder schlecht, Adam (Szalai, Anm. d. Red.) macht es gut, und du rennst wieder hinterher", so Caligiuri resigniert.

Zu Beginn sah es zunächst aus, als hätte Schalke neuen Mut gefunden. „Am Anfang hatten wir Spaß, wir waren am Drucker", resümiert er weiter. Doch dann habe wieder die Überzeugung gefehlt und die Mannschaft habe es nicht geschafft Verantwortung zu übernehmen, so der 31-Jährige.

Alles eine Kopfsache

Nach den erneuten Rückständen wirkte die Schalker Mannschaft demoralisiert und niedergeschlagen, was Caligiuri nur bestätigen konnte: „Ihr wisst, was in den Köpfen vorgeht, dann ist es schwer wieder zurück zu kommen."

Im Training sei dieses Mentalitätsproblem nicht zu erkennen, versicherte der 31-Jährige. „Wenn ich so die Trainingseinheiten seh, da ist jeder voll konzentriert da und hat Spaß am Fußball."

Im Spiel sehe das dann jedoch anders aus. „Wenn wir in Rückstand geraten, werden die Köpfe schwer", so Caligiuri. Ein Punkt, den auch Trainer Huub Stevens direkt nach dem Spiel ansprach.

Dass man den Ausgleich nicht erzwingen konnte sah der Schalker Flügelspieler vor allem im Vergleich zur Vorsaison kritisch, hätte man dort doch noch konsequenter vor dem Tor gespielt.

Konkurrenz interessiert nicht - Die Fans jedoch schon

Dass der direkte Konkurrent Stuttgart auch desaströs patzte und somit der Vorsprung zunächst konstant bei sechs Punkten bleibt, beeindruckte Caligiuri indes wenig.

„Mir sind die anderen Mannschaften relativ egal. Wir haben es in eigener Hand. Ich will einfach Spiele gewinnen und mit der Mannschaft gut aussehen auf dem Platz."

Für die eisige Stimmung bei den Fans nach dem Spiel hatte Caligiuri indes Verständnis. „Nach einer 2:5 Klatsche ist so eine Reakrtion ja verständlich."

„Man ist enttäuscht. Die Fans geben alles für uns, ob auswärts oder Zuhause. Das tut uns Leid, wir machen das nicht mit Absicht", versichterte er.

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Mit Hinblick auf das Derby am kommenden Samstag (27. April) gab sich Caligiuri aber kämpferisch. „Wir werden alles raushauen, damit wir im Derby ein Erfolgserlebnis haben."

Derbys seien wie ein Pokalspiel, stets etwas anderes, führte er weiter aus. Ein Erfolg im so wichtigen Derby wäre in doppelter Hinsicht Balsam für die so geschundene Schalker Seele.