Emotionale Rückkehr

Ukraine-Russland-Konflikt: Leipzig muss in der Europa League nach Moskau

Bundesligist RB Leipzig trifft im Achtelfinale der Europa League ausgerechnet auf Spartak Moskau - und das während des Ukraine-Russland-Konflikts.

Update vom 25. Februar: RB Leipzig muss nach Moskau! Die Sachsen treffen im Europa-League-Achtelfinale auf Spartak. Das ergab die Auslosung am Freitagmittag. Die Bullen ziehen also ausgerechnet das Russland-Los! Der Ukraine-Konflikt überschattet aktuell die Welt, ob RB das Rückspiel tatsächlich in der russischen Hauptstadt austragen wird, war zunächst nicht klar.

Für Trainer Domenico Tedesco kommt es zum Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.

Ukraine-Russland-Konflikt: Leipzig in der Europa League nach Moskau?

Erstmeldung vom 23. Februar: Leipzig/Moskau - Der Ukraine-Russland-Konflikt droht sich auch auf den Fußball auszuweiten. So steht nach der Eskalation des russischen Präsidenten Wladimir Putin in dieser Woche plötzlich das Champions-League-Finale in St. Petersburg auf der Kippe. Im Europapokal droht nun auch ein deutscher Klub aus der Bundesliga zwischen die Fronten zu geraten.

RB Leipzig könnte im Achtelfinale der Europa League auf Spartak Moskau treffen. Mittendrin RB-Trainer Domenico Tedesco, der noch vor wenigen Monaten für die Moskowiter verantwortlich war. Jetzt ist ein schnelles Wiedersehen in der russischen Hauptstadt ganz nah.

Ukraine-Russland-Konflikt: Leipzig droht Gastspiel in Moskau - Trainer Tedesco vor emotionaler Rückkehr

Domenico Tedesco hofft auf eine friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt. „Sie wissen, dass ich am liebsten über Fußball spreche und nur über Fußball“, sagte Tedesco am Mittwoch. Das Thema sei aber natürlich „etwas, was mich interessiert und was ich verfolge“, ergänzte der RB-Coach, der vor seiner Station in Leipzig Spartak Moskau trainiert hatte.

Tedesco hatte vor seinem Engagement in Leipzig, das im vergangenen Dezember begann, von Oktober 2019 bis Ende Mai 2021 bei Spartak gearbeitet. Er habe dort sowohl sportlich als auch menschlich eine „sensationelle Zeit“ gehabt, betonte Tedesco. „Es sind viele Freundschaften entstanden, die immer noch Bestand haben. Wir schreiben jetzt noch, wir schreiben auch in den letzten Tagen. Ich verfolge es natürlich und ich hoffe, dass am Ende eine friedliche Lösung herauskommt. Das ist das, was ich mir wünsche.“

Leipzig-Trainer Domenico Tedesco droht in der Europa League ein Duell gegen Spartak Moskau.

Ukraine-Konflikt: Leipzig und BVB können in der Europa League auf Spartak Moskau treffen

Sollten die Leipziger nach dem 2:2 im Hinspiel das Rückspiel in San Sebastián am Donnerstag (18.45 Uhr) gewinnen, wartet Spartak als einer der acht gesetzten Gruppensieger bei der Auslosung am Freitag als möglicher Gegner. Dieses Szenario ist gar nicht so unwahrscheinlich, denn mit Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen sind bereits zwei deutsche Mannschaften als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert. Ein deutsch-deutsches-Duell ist ausgeschlossen. Zudem macht sich noch Borussia Dortmund nach dem 2:4 gegen Glasgow Rangers leise Hoffnungen auf ein Weiterkommen und könnte ebenfalls auf Spartak treffen.

Das Hinspiel im Achtelfinale der Europa League wäre am 10. März, das Rückspiel, in dem die Moskauer Heimrecht haben, eine Woche später. Leipzig hatte sich als Dritter in der Gruppenphase der Champions League in die Zwischenrunde der Europa League gerettet. Mit Schalke 04 ist ein weiterer Bundesligist direkt vom Ukraine-Konflikt betroffen, die Knappen prüfen nun ihre Partnerschaft mit dem russischen Hauptsponsor Gazprom. (ck/dpa/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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