Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Premier League führt zur neuen Saison den Videobeweis ein. Allerdings noch krasser als in der Bundesliga.

  • Die Premier League führt zur Saison 2019/20 den Videobeweis ein.
  • In der Bundesliga kritisieren Fans und Verantwortliche die fehlende Transparenz.
  • Die Zuschauer in England sollen die Szenen deshalb im Stadion sehen können.

„Die Einführung des Videobeweis nimmt dem Fußball die Emotionen.“ Diese Befürchtung hat sich wegen ständig heftiger Diskussionen als großer Trugschluss entpuppt.

Videobeweis: Premier League will Szenen im Stadion zeigen

Seit der „Kölner Keller“ bei den Entscheidungen in der Bundesliga mitmischt, wird mehr denn je über die Schiedsrichter diskutiert. In Englands Premier League will man strittige Szenen deshalb auf den Leinwänden im Stadion zeigen.

Die mangelnde Transparenz, besonders für die Fans im Stadion, ist einer der größten Kritikpunkte am Videobeweis in der Bundesliga. Während die Fernseh-Zuschauer Zeitlupen der Situation gezeigt bekommen, wissen die Stadionbesucher häufig nicht, worum es überhaupt geht.

Videoleinwände in der Bundesliga zeigen nur den Grund des Eingriffs

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) versucht Abhilfe zu schaffen, indem der Grund für einen Eingriff des Videoschiedsrichters auf den Leinwänden im Stadion angezeigt wird. Die Premier League will in Sachen Transparenz für den Zuschauer sogar noch einen Schritt weiter gehen.

So werden die Fans in der Bundesliga bislang über den Einsatz des Videobeweis aufgeklärt. Foto: Sven Hoppe/dpa

Zusätzlich zu den Grafiken zeigen die Videoleinwände den Fans in der Premier League in der kommenden Saison die überprüften Szenen direkt. Dafür werden die Videoleinwände eingesetzt.

Das Problem: Nicht jedes Stadion in Englands oberster Liga verfügt über große Videoleinwände. In dem Fall sollen Informationen im Stadion durchgesagt werden.

Aktuelle Sport-Themen:

Ob der Videobeweis in der Premier League deshalb für weniger Aufregung sorgt? Ein Eingriff führte in Afrika zuletzt zu einem Spielabbruch. Thomas Tuchel (45), dessen Verein PSG in Nordrhein-Westfalen eine Jugendakademie aufbaut, war wegen einer Entscheidung des Videoschiedsrichters in der vergangenen Saison außer sich.

Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin (40) sprach sich in der letzten Saison hingegen deutlich für den Video-Assistenten aus. Zuletzt sorgte der Videobeweis für Diskussionen, weil ein Tipper die Deutsche Fußball Liga (DFL) wegen einer verlorenen Sportwette verklagt.