Ex-Klub holt Weltmeister von 2014

Ex-Bayern-Star Lahm bekommt neue Aufgabe bei Ligakonkurrenten – und weiteren WM-Helden zur Seite

Der VfB Stuttgart holt sich namhafte Verstärkung, darunter mit Philipp Lahm auch einen ehemaligen Bayern-Star. Unterstützt wird er von einem weiteren Weltmeister.

Stuttgart – Wie der VfB Stuttgart auf seiner Website bekannt gab, holt sich der Verein Verstärkung für die sportlichen Strukturen ins Boot. Dabei bedient man sich auch des ehemaligen Bayern-Kapitäns Philipp Lahm, der nach seiner aktiven Karriere 2016/17 auch schon an der Säbener Straße für den Sportdirektor-Posten im Gespräch war. In Stuttgart werden Lahm Sami Khedira und Christian Gentner zur Seite stehen.

Lahm will VfB, der „öfter gewinnt als verliert“

Khedira und Lahm sollen Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender bei den Schwaben, mit ihrer Fachkenntnis und Erfahrung als sportliche Berater zur Seite stehen. Eine Aufgabe, die neu ist für Lahm, auf welche er sich aber eigenen Angaben nach sehr freut. Der Weltmeister-Kapitän von 2014 will den Stuttgartern mit seiner Expertise auch etwas zurückgeben. „Der VfB hat mir damals die Möglichkeit gegeben, auf höchstem Niveau Fuß zu fassen. Das war wichtig, um woanders Erfolge zu feiern. Diese Erfahrung möchte ich nun mit dem VfB teilen“, so Lahm.

Dabei steckt sich der ehemalige Münchner hohe Ziele bei seinem neuen Arbeitgeber oder zumindest höhere Ziele, als dieser die letzten Jahre erreichen konnte. „Der VfB soll ein Verein sein, […] der Talente aus der Region ausbildet und der viel öfter gewinnt, als verliert“, wird Lahm auf der Stuttgarter Homepage zitiert. Mehr Siege als Niederlagen in der Bundesliga konnten die Schwaben zuletzt in der Saison 2017/18 vorweisen. Auf einen erfolgreicheren Weg als zuletzt soll zum 1. Januar 2023 auch Christian Gentner als Lizenzspiel-Leiter hinzustoßen, der aktuell noch für den FC Luzern in der Schweiz seine Fußballschuhe schnürt.

Rekord-Summe 222 Millionen Euro: Die 11 teuersten Transfers der Geschichte

Paul Pogba guckt emotional
Paul Pogba belegt den 11. Platz. Für 105 Millionen Euro holte Manchester United 2016 den Franzosen von Juventus Turin zurück. 2012 wechselte er aus der Jugend ablösefrei nach Italien.  © Oscar del Pozo/AFP
Romelu Lukaku zeigt nach oben.
113 Millionen Euro hat sich der FC Chelsea Romelu Lukaku kosten lassen. 2021 wechselte er von Inter Mailand auf die Insel. Trotz der stolzen Transfer-Summe belegt er „nur“ Platz 10.  © Franck Fife/AFP
Eden Hazard blickt in die Kamera
Eden Hazard, dessen Bruder Thorgan beim BVB aufläuft, wechselte 2021 vom FC Chelsea zu Real Madrid. Die Königlichen bezahlten für den Transfer nicht weniger als 115 Millionen Euro.  © John Thys/AFP
Cristiano Ronaldo geht im Manchester Trikot über den Platz
Natürlich gehört auch CR7, aka Cristiano Ronaldo, zu den teuersten Transfers der Geschichte. Bei Real Madrid erzielte er in 438 Spielen 450 Tore. Deswegen musste Juventus Turin tief in die Tasche greifen: 117 Millionen Euro kostete seine Verpflichtung. Inzwischen spielt er bei Manchester United.  © Gareth Fuller/Imago
Jack Grealish feiert mit dem Pokal
Jack Grealish belegt den 7. Platz in der Liste. Sein Wechsel von Aston Villa nach Manchester City kostete den Sky Blues 117,5 Millionen Euro. Im August 2021 ging der Transfer über die Bühne, sein Vertrag geht bis Juni 2027. © Xinhua/Imago
Antoine Griezmann ballt im Trikot von Atletico Madrid die Faust
Bei Atlético Madrid und der französischen Nationalmannschaft überzeugte Antoine Griezmann auf ganzer Linie – auch den FC Barcelona. Die Katalanen kauften im Sommer 2019 den heute 31-Jährigen für 120 Millionen Euro. Zwischenzeitlich wurde er allerdings wieder an Atlético Madrid ausgeliehen.  © Pierre-Philippe Marcou/AFP
Joao Felix ballt die Faust
Der Angreifer Joao Felix zählt ebenfalls zu den teuersten Transfers der Geschichte. Seine Verpflichtung kostete Atlético Madrid 127,2 Millionen Euro. 2019 erhielt er den Golden Boy Award als bester U21-Spieler Europas. © Oscar del Pozo/AFP
Philippe Coutinho läuft über den Platz
Auf Platz vier ist Philippe Coutinho. FC Barcelona hat 135 Millionen Euro an Liverpool gezahlt. Richtig durchsetzen konnte er sich bei den Blaugranas allerdings nicht. 2019 – ein Jahr nach seiner Verpflichtung in Barcelona – wurde er erst an den FC Bayern, dann an Aston Villa verliehen. An den England-Klub wurde er dann 2022 verkauft.  © Douglas Magno/AFP
Ousmane Dembélé verschränkt lachend die Hände hinter dem Kopf
Wir sind auf dem Siegertreppchen angekommen: Platz drei der teuersten Transfers aller Zeiten belegt Ousmane Dembélé. Bei seinem Wechsel vom BVB zum FC Barcelona kassierte Borussia Dortmund 140 Millionen Euro. Sein Vertrag beim FC Barcelona geht bis Juni 2022. © Lluis Gene/AFP
Kylian Mbappé läuft über den Platz
Kylian Mbappé ist der zweitteuerste Transfer aller Zeiten. Sein Wechsel ließ sich AS Monaco fürstlich entlohnen. 180 Millionen Euro musste Paris Saint-Germain bezahlen. Ursprünglich sollte seine Verpflichtung 145 Millionen Euro kosten, durch seine Verlängerung bei den Hauptstädtern im Jahr 2022 stieg die Summe aber nochmal um 35 Millionen Euro – aufgrund von Bonuszahlungen. © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/Imago
Neymar rennt über den Platz
Mit weitem Abstand führt Neymar die Liste der teuersten Transfers an. Auch hier musste Paris Saint-Germain tief in die Tasche greifen: 222 Millionen Euro kostete die Rekordverpflichtung. Sein Vertrag läuft bis 2025.  © Michael Baucher/Imago

Lahm nach Bayern-Absage beim DFB aktiv

Für Philipp Lahm wird das Engagement in Stuttgart das erste bei einem Verein sein, nachdem er seine aktive Spielerkarriere beendet hatte. Deutlich früher, genauer gesagt schon während seiner letzten Saison als Spieler 2017/18, wurde er mit dem Posten als Sportdirektor beim FC Bayern in Verbindung gebracht. Damals lehnte Lahm die Möglichkeit in München dankend ab. Im Gespräch mit dem Stern gab der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft 2017 zu Protokoll, „dass Uli Hoeneß noch zu tatkräftig ist, um loszulassen“, damit war die Diskussion für Lahm dann auch beendet.

Philipp Lahm bei einer Veranstaltung für die EM 2024 in Stuttgart.

In anderer Funktion blieb er dem Fußball aber weiterhin verbunden, war unter anderem als DFB-Botschafter mit der Nationalmannschaft bei der WM 2018 in Russland. Auch in Zukunft wird er weiter für den DFB arbeiten, so ist er Chef des Organisationskomitees der EM 2024 in Deutschland. Eine Reise zur Winter-WM nach Katar lehnt Lahm für sich persönlich allerdings ab. (sch)

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