Wegen Laimer

„Nicht immer unsere Spieler holen“: RB-Boss Mintzlaff ätzt gegen Bayern - Hainer kontert umgehend

Der Transfer von Konrad Laimer zum FC Bayern schien nur noch Formsache zu sein, doch jetzt droht daraus ein öffentlicher Schlagabtausch zu werden.

München - RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff wurde vor dem Vorbereitungsspiel seiner Leipziger gegen den FC Liverpool nach dem möglichen Abgang von Konrad Laimer zum FC Bayern gefragt, scheinbar ein wunder Punkt. Neben der Feststellung, dass es alles andere als klar sei, dass Laimer nach München wechselt, gab es noch eine ordentliche Breitseite Richtung München. Der Konter von der Säbener Straße ließ nicht lange auf sich warten.

Mintzlaff wirft Bayern Ideenlosigkeit vor

Es passt wohl nicht so recht in das Selbstverständnis von RB Leipzig, dass man selbst nicht der größte Fisch im Teich ist. Anders sind die Aussagen von Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im Gespräch mit ServusTV nicht zu interpretieren. Mintzlaff zeigte sich ob des Verhaltens des FC Bayern sichtlich angefressen, die nach Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer (beide im letzten Sommer gewechselt) nun auch Konrad Laimer vom Red-Bull-Klub loseisen wollen.

Der Vorstandschef von RB Leipzig: Oliver Mintzlaff.

„Ich hoffe, dass die Bayern auch mal andere Ideen finden und nicht immer unsere Spieler holen“, ließ Mintzlaff beim TV-Sender von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz verlauten. Allerdings hat Laimer nach Informationen von Sport Bild bereits eine Einigung mit Hasan Salihamidzic erzielt. Leipzig wiederum hat das jüngste Angebot aus München für den Österreicher abgeschmettert und eine Deadline für das Supercup-Spiel am 30. Juli gesetzt.

Herbert Hainer antwortet mit Münchner Selbstverständnis

Sollte Bayern also bis zum Supercup-Duell der beiden Vereine kein den Wünschen der Leipziger entsprechendes Angebot vorlegen wollen, wird Laimer wohl in sein letztes Vertragsjahr bei RB gehen. Eine Option, die auch Mintzlaff in Betracht zieht: „Es kann auch sein, dass wir ihn behalten und so in ein letztes Vertragsjahr gehen und mal keine Ablöse bekommen.“ Eine Ablöse, auf die man rein finanziell bei Leipzig ohnehin nicht angewiesen wäre.

Rekord-Summe 222 Millionen Euro: Die 11 teuersten Transfers der Geschichte

Paul Pogba guckt emotional
Paul Pogba belegt den 11. Platz. Für 105 Millionen Euro holte Manchester United 2016 den Franzosen von Juventus Turin zurück. 2012 wechselte er aus der Jugend ablösefrei nach Italien.  © Oscar del Pozo/AFP
Romelu Lukaku zeigt nach oben.
113 Millionen Euro hat sich der FC Chelsea Romelu Lukaku kosten lassen. 2021 wechselte er von Inter Mailand auf die Insel. Trotz der stolzen Transfer-Summe belegt er „nur“ Platz 10.  © Franck Fife/AFP
Eden Hazard blickt in die Kamera
Eden Hazard, dessen Bruder Thorgan beim BVB aufläuft, wechselte 2021 vom FC Chelsea zu Real Madrid. Die Königlichen bezahlten für den Transfer nicht weniger als 115 Millionen Euro.  © John Thys/AFP
Cristiano Ronaldo geht im Manchester Trikot über den Platz
Natürlich gehört auch CR7, aka Cristiano Ronaldo, zu den teuersten Transfers der Geschichte. Bei Real Madrid erzielte er in 438 Spielen 450 Tore. Deswegen musste Juventus Turin tief in die Tasche greifen: 117 Millionen Euro kostete seine Verpflichtung. Inzwischen spielt er bei Manchester United.  © Gareth Fuller/Imago
Jack Grealish feiert mit dem Pokal
Jack Grealish belegt den 7. Platz in der Liste. Sein Wechsel von Aston Villa nach Manchester City kostete den Sky Blues 117,5 Millionen Euro. Im August 2021 ging der Transfer über die Bühne, sein Vertrag geht bis Juni 2027. © Xinhua/Imago
Antoine Griezmann ballt im Trikot von Atletico Madrid die Faust
Bei Atlético Madrid und der französischen Nationalmannschaft überzeugte Antoine Griezmann auf ganzer Linie – auch den FC Barcelona. Die Katalanen kauften im Sommer 2019 den heute 31-Jährigen für 120 Millionen Euro. Zwischenzeitlich wurde er allerdings wieder an Atlético Madrid ausgeliehen.  © Pierre-Philippe Marcou/AFP
Joao Felix ballt die Faust
Der Angreifer Joao Felix zählt ebenfalls zu den teuersten Transfers der Geschichte. Seine Verpflichtung kostete Atlético Madrid 127,2 Millionen Euro. 2019 erhielt er den Golden Boy Award als bester U21-Spieler Europas. © Oscar del Pozo/AFP
Philippe Coutinho läuft über den Platz
Auf Platz vier ist Philippe Coutinho. FC Barcelona hat 135 Millionen Euro an Liverpool gezahlt. Richtig durchsetzen konnte er sich bei den Blaugranas allerdings nicht. 2019 – ein Jahr nach seiner Verpflichtung in Barcelona – wurde er erst an den FC Bayern, dann an Aston Villa verliehen. An den England-Klub wurde er dann 2022 verkauft.  © Douglas Magno/AFP
Ousmane Dembélé verschränkt lachend die Hände hinter dem Kopf
Wir sind auf dem Siegertreppchen angekommen: Platz drei der teuersten Transfers aller Zeiten belegt Ousmane Dembélé. Bei seinem Wechsel vom BVB zum FC Barcelona kassierte Borussia Dortmund 140 Millionen Euro. Sein Vertrag beim FC Barcelona geht bis Juni 2022. © Lluis Gene/AFP
Kylian Mbappé läuft über den Platz
Kylian Mbappé ist der zweitteuerste Transfer aller Zeiten. Sein Wechsel ließ sich AS Monaco fürstlich entlohnen. 180 Millionen Euro musste Paris Saint-Germain bezahlen. Ursprünglich sollte seine Verpflichtung 145 Millionen Euro kosten, durch seine Verlängerung bei den Hauptstädtern im Jahr 2022 stieg die Summe aber nochmal um 35 Millionen Euro – aufgrund von Bonuszahlungen. © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/Imago
Neymar rennt über den Platz
Mit weitem Abstand führt Neymar die Liste der teuersten Transfers an. Auch hier musste Paris Saint-Germain tief in die Tasche greifen: 222 Millionen Euro kostete die Rekordverpflichtung. Sein Vertrag läuft bis 2025.  © Michael Baucher/Imago

Bloße Summen sind aber nicht alles und das weiß niemand besser als der größte Hai im Bundesliga-Teich, der FC Bayern München. So ließ auch die Retourkutsche aus München nicht lange auf sich warten, in der FCB-Präsident Herbert Hainer der Bild leicht süffisant mitteilte: „Es ist halt so, dass viele Spieler zu Bayern München wollen. Und wenn jemand will, dann gucken wir uns das gerne an.“ Dass es immer einen größeren Fisch gibt, mussten die Bayern in diesem Sommer mit dem Abgang von Robert Lewandowski aber auch schon am eigenen Leib erfahren. (sch)

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