Bundesliga: Mutmaßliche Islamisten im Sicherheitsdienst bei Werder Bremen und dem SC Paderborn

+
Das Weserstadion in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Der SV Werder Bremen und der SC Paderborn sollen Islamisten im Stadion-Sicherheitsdienst eingesetzt haben. Das berichtet der WDR. Hier mehr erfahren.

Werder Bremen und der SC Paderborn haben in der Vergangenheit mit Sicherheitskräften zusammengearbeitet, die in Kontakt mit gewaltbereiten Islamisten stehen sollen. Beide Bundesligisten haben das bestätigt.

  • Bei Werder Bremen und dem SC Paderborn sind Islamisten im Sicherheitsdienst eingesetzt worden.
  • Das geht aus einem Bericht des WDR hervor.
  • Beide Vereine haben den Vorfall bestätigt.

Wie der WDR berichtet, handelt es sich dabei um zwei tschetschenische Brüder, die schon als Jugendliche Kontakt zu Islamistenkreisen hatten. Auf ihren Instagram-Accounts zeigten sich die beiden in den Bundesliga-Stadien.

Einer der Islamisten wurde bereits verurteilt

Islam M., einer der Brüder, ist laut WDR-Recherche bereits 2015 zu einer Arreststrafe verurteilt worden. Der Grund: Für das Attentat auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo bekundete er Sympathien.

Auch sein Bruder Shamil M. ist den Behörden, die Islamisten in NRW als Terroristen einstufen, bereits bekannt. Grund dafür sind seine Äußerungen in Chatverläufen.

Werder Bremen und SC Paderborn räumen den Vorfall ein

Der WDR konfrontierte beide Bundesligisten mit den Ergebnissen der Recherche. Beide Vereine bestätigten gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), umgehend die Polizei informiert zu haben.

Werder Bremen erklärte zudem, dass es die beiden in der Stadion-Security eingesetzten Islamisten über ein Subunternehmen aus Paderborn erhalten habe. Auf Anfragen des WDR reagierte das Unternehmen bislang nicht.

Polizeigewerkschaft fordert Konsequenzen

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Michael Mertens, zeigte sich ob des Berichts erschrocken. Und stellt zugleich klare Forderungen.

"Bei den Erkenntnissen, die jetzt da im Raum stehen, ist auf jeden Fall ein Sicherheitsrisiko erkennbar. Das darf so nicht passieren. Da müssen die Vereine und die DFL in ihrem eigenen Interesse reagieren. Das ist ziemlich geboten", zitiert der WDR Mertens.