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Der Fußball-Kalender ist stets prall gefüllt. Jürgen Klopp (52), Pep Guardiola (48) und eine Spielervertretung kritisieren eine deutliche Überlastung.

  • Internationale Topspieler absolvieren im Fußball bis zu 80 Spiele pro Saison.
  • Dabei legen sie oftmals mehr als 100.000 Kilometer.
  • Die Spielervertretung Fédération Internationale des Associations de Footballeurs Professionnels (FIFPRO) stellt daher vier Forderungen an die Verbände.

Die Anforderungen im Fußball werden immer größer. Die Pausenzeiten hingegen werden immer geringer. Nicht selten ist daher eine Überlastung bei den Spielern die Folge.

Bis zu 80 Spiele pro Saison müssen Topspieler im Fußball spielen

Einige Fußballer spielen fast 80 Spiele pro Saison. Dabei reisen sie mehr als 100.000 Kilometer, um ihre Nationalmannschaften zu repräsentieren. Der Terminkalender wird zusehends vollgepackt, wie eine Studie der Spielervertretung FIFPRO zeigt.

Hiervon betroffen sind insbesondere die internationalen Topspieler im Fußball, da sie sowohl für ihren Verein als auch für ihre jeweiligen Nationalmannschaften aktiv sind. So absolvierte beispielsweise Tottenham-Profi Heung-min Son (27) in der vergangenen Saison 78 Spiele.

Diese vier Forderungen stellt die FIFPRO

Die Regeneration zwischen den Begegnungen ist gering: Der 27-Jährige musste 72 Prozent seiner Spiele mit einer Pause von unter fünf Tagen bestreiten. Um eine Überlastung der Spieler zu vermeiden, spricht die FIFPRO die folgenden Empfehlungen für den Fußball aus:

  • Die Einführung einer verpflichtenden Pause von vier Wochen nach der Saison. Zudem soll eine verpflichtende zweiwöchige Winterpause eingeführt werden.
  • Die Anzahl der Spiele, in denen Fußballer weniger als fünf Tage Pause haben, muss minimiert werden.
  • Eine für jeden Spieler individuelle Höchstzahl an jährlichen Länderspielen muss festgelegt werden, um die Gesundheit und Leistung zu gewährleisten.
  • Ein Frühwarnsystem sollte eingeführt werden, um die Anzahl der Spiele pro Fußballer zu überwachen. Dieses soll bei der Planung helfen.
Trainer Pep Guardiola von Manchester City während einer Pressekonferenz. Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Trainer Pep Guardiola von Manchester City während einer Pressekonferenz. Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa

Zuvor kritisierten bereits die beiden Star-Trainer Jürgen Klopp (52) und Pep Guardiola (48), dem viele deutsche Fans im Endspurt der Premier League die Daumen drückten, die Vielzahl an Spielen im Fußball. Die beiden wurden jedoch in ihrer Wortwahl weitaus deutlicher.

Fußball-Trainer Pep Guardiola kritisiert: „Das können wir nicht aufrechterhalten“

„Es ist ein verrückter Terminplan und das wird unsere Spieler töten. Wir können das nicht über eine längere Zeit aufrechterhalten“, kritisiert der 48-jährige Trainer von Manchester City im Rahmen der Asien-Reise seiner Mannschaft.

Und weiter: „So können sie in Turnieren bessere Leistungen zeigen. Sie müssen sich erholen!“ Ähnlich deutlich wird Trainer-Kollege Klopp, der im Juni mit dem FC Liverpool die Champions League gewinnen konnte, auf der Pressekonferenz vor dem Premier-League-Spiel gegen die Wolverhampton Wanderers.

Jürgen Klopp: „Ohne die Spieler ist der Fußball gar nichts“

„Wenn wir nicht lernen, besser mit unseren Spielern umzugehen, dann töten wir das wunderschöne Spiel. Ohne die Spieler ist der Fußball nichts“, wetterte der ehemalige BVB-Trainer, der das Testspiel gegen den S04 in der Saisonvorbereitung verschieben musste.

Jürgen Klopp, Fußball-Trainer vom FC Liverpool, Ex-Trainer vom BVB. Foto: Jan Woitas/dpa
Jürgen Klopp, Fußball-Trainer vom FC Liverpool, Ex-Trainer vom BVB. Foto: Jan Woitas/dpa

Kein Wunder. Denn auch sein Schützling Sadio Mane (27) gehört mit 70 Spielen und 100.000 gereisten Kilometern zu den absoluten Vielspielern im Fußball. Zudem hatte der 27-Jährige Senegalese keine Winterpause. Damit ist die Überlastung vorprogrammiert.