Bild: Soeren Stache / dpa

Fußballfans aufgepasst! Diese Regeländerungen sollen den Fußball fairer und dynamischer werden lassen. Eine Änderung betrifft insbesondere die Trainer. Hier erfahrt ihr mehr.

  • Die IFAB (International Football Association Board) beschloss einige Regeländerungen.
  • Sie sollen den Fußball fairer und dynamischer werden lassen.
  • Spieler, Trainer und Fans müssen sich jedoch umstellen.

Zusätzlich zu der Handspielregel hat das IFAB bei einigen Fußballregeln Korrekturen vorgenommen.

Diese Regeländerungen sollen den Fußball dynamischer werden lassen

Die Regeländerungen, welche das IFAB vorgenommen hat, stehen ganz im Zeichen der Dynamik und der Fairness. Hiervon betroffen ist unter anderem der Abstoß.

Ab sofort muss der Ball beim Abstoß nicht mehr den Strafraum verlassen, ehe ein Mitspieler das runde Leder berührt.

Neue Fußballregel gegen Zeitspiel

Des Weiteren müssen sich Freunde des „notorischen Zeitspiels“ ebenfalls in Zukunft umgewöhnen. Die Zeitschinderei bei Auswechslungen hat folglich ein Ende.

Regeländerung betrifft das Zeitspiel
Nach Regeländerung nicht mehr vorstellbar: Kylian Mbappe aus Frankreich brachte einen ZDF-Reporter bei der WM auf die Palme. Foto: Marius Becker/dpa

Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland perfektionierte beispielsweise der Franzose Kylian Mbappe (20) das Zeitspiel. Im Gruppenspiel gegen Peru brachte der 20-Jährige ZDF-Reporter Oliver Schmidt (47) bei seiner Auswechslung auf die Palme:

Das ist nicht sehr sportlich von Mbappe. Alle haben es schon mitbekommen außer er. Er sollte das nicht zelebrieren. Ganz ehrlich, ich finde es ganz schön – unabhängig davon, wen es trifft – das mit Gelb zu bestrafen.

Zitat von ZDF-Reporter Oliver Schmidt via Focus Online.

Damit ist jetzt Schluss. Denn: Die Spieler müssen das Spielfeld ab sofort an der nächstmöglichen Stelle verlassen. Der obligatorische Handschlag an der Mittellinie fällt somit weg.

So wird der Schiedsrichter-Ball verändert

Bisher war es üblich, dass zwei Spieler bei einem Schiedsrichter-Ball zugegen waren. Auch dies wird zukünftig nicht mehr der Fall sein. Hier wird folglich nur noch ein Spieler eingreifen. Ein Nachteil für die Mannschaft, die zuvor im Ballbesitz war, ist also ausgeschlossen.

Passend dazu ist der Schiedsrichter nicht mehr partout als Luft zu bezeichnen. Wird der Schiedsrichter zum Beispiel so angeschossen, dass der Ball die Richtung verändert, ist ebenfalls Schiedsrichter-Ball zu pfeifen.

Diese Regeländerung betrifft die Torhüter

Das Torwartspiel könnte sich infolge der Regeländerungen auch verändern. Die Torwartfehler könnten damit zurückgehen. Für die Torhüter verändert sich insbesondere die Rückpassregel.

Torhüter dürfen jetzt in Sonderfällen den Ball nach einem Rückpass aufnehmen. Und zwar wenn der Ball nur unkontrollierbar geklärt werden kann.

Regeländerung gegen hitzige Trainer

Auch auf hitzige Trainertypen, wie beispielsweise Jürgen Klopp, kommt eine wichtige Änderung zu. Denn sie können in Zukunft die Gelbe Karte erhalten.

Trainer Jürgen Klopp diskutiert mit dem Schiedsrichter
Trainer Jürgen Klopp eckte schon zu BVB-Zeiten des Öfteren mit Schiedsrichtern an. Foto: Bernd Thissen dpa

Falls der Schiedsrichter den Übeltäter von der Bank nicht genau ausmachen kann, wird immer der Trainer verwarnt. Zuvor blieb den Schiedsrichtern lediglich die Option der mündlichen Ermahnung.

Für gänzlich unbelehrbare Trainer diente bisher der Innenraumverweis als Ultima Ratio.

Ab sofort wird es auch für den Zuschauer ersichtlicher, wenn einem Trainer eine Sanktion droht. Der englische Fußballverband (FA) setzte diese Regel seit der vergangenen Saison ein.

So drohte Trainern auch eine Sperre. Nach vier Gelben Karten mussten sie beispielsweise das kommende Spiel von der Tribüne verfolgen.

So sanktionierte die englische FA die Trainer in der Premier League

Karten konnten demzufolge, laut BBC-Bericht, in England für die folgenden Vergehen vergeben werden …

  • … bei unangebrachter Sprache beziehungsweise unangebrachten Gesten gegen (Schiedsrichter)-Offizielle
  • … beim Werfen oder Wegtreten von Trinkflaschen
  • … beim sarkastischen Applaudieren
  • … sowie beim Einfordern von Karten für gegnerische Spieler

Ob in Zukunft auch BVB-Trainer Lucien Favre (61) und S04-Trainer David Wagner (47) Sperren drohen, bleibt abzuwarten. Sie sind jedenfalls eher als ruhigere Zeitgenossen an der Seitenlinie bekannt.