Ehemaliger deutscher Nationalspieler 

Hat Nübel mit FCB-Transfer seine Karriere zerstört? Ex-FCB-Kapitän mit niederschmetternder Prognose

Stefan Effenberg glaubt, dass Alexander Nübel sich gerade „in einer wahnsinnig schwierigen Situation“ befindet. Der Torhüter wechselt im Sommer zum FC Bayern, muss sich dort aber wohl hinter Manuel Neuer einreihen. 

  • Alexander Nübel wird im Sommer zum FC Bayern wechseln.
  • Die Münchner sind auf der Torhüter-Position eigentlich gut aufgestellt, Nationalspieler Manuel Neuer hat gerade seinen Vertrag verlängert
  • Stefan Effenberg glaubt, dass der Wechsel zum Rekordmeister Nübel die Karriere kosten kann

München - Stefan Effenberg war schon immer ein Mann der markigen Worte. Kaum eine sportliche Entscheidung desFC Bayern* lässt der 51-Jährige unkommentiert. So auch den Wechsel des Schalke-Torhüters Alexander Nübel innerhalb der Bundesliga* zum Rekordmeister. Nübel befände sich gerade „in einer wahnsinnig schwierigen Situation“, schreibt Effenberg in seiner Kolumne fürt-online. Er mache „das härteste Stahlbad durch“. 

Effenberg diagnostiziert Nübel und dessen aktuellen Arbeitgeber Schalke, dass sie dort den jungen Torhüter zunächst auf einen Thron gehoben, ihn sogar zum Kapitän gemacht hätten, bevor sie ihm alles wieder nahmen. Nübels Zukunftsaussichten seien nun trüb. 

FC Bayern: Nübels Chancen auf Spielzeit schwinden mit Neuer-Verlängerung

Tatsächlich war Nübel bis Ende Februar auf Schalke die unangefochtene Nummer Eins, seit dem 7. März ersetzt ihn aber Markus Schubert im Tor der Königsblauen. Nachdem der Wechsel des Torwarts zum FC Bayern* bekannt geworden war, wurde er von den eigenen Fans übel beschimpft. In der Folge leistete sich Nübel einige Patzer, Trainer David Wagner sah sich gezwungen, auf der Torhüter-Position zu wechseln

Effenberg glaubt, dass vor allem die Vertragsverlängerung von Manuel Neuer bis 2023 die Perspektive Nübels auf einen Stammplatz beim FC Bayern zunichtemacht. Weiterhin wird auch spekuliert, dass der FC Bayern* mit dem bisherigen Ersatzkeeper, Sven Ulreich, verlängern will. Dann bleibt Nübel lediglich die Nummer drei, schreibt Effenberg. „Damit kann er sich auf keinen Fall zufriedengeben.“ 

Effenberg wird deutlich: Nübel wird „extrem unter Druck stehen“

Deshalb müsse man Nübels Entscheidung diskutieren. War es nun also falsch, dass er zu den Bayern wechselt? Effenberg geht von zwei Möglichkeiten aus: „Entweder Nübel geht gestärkt aus der Situation hervor und wird ein richtig großer Torwart. Oder er wird seine Karriere mittelfristig jenseits der Bundesliga* fortsetzen.“ Effenberg wird deutlich: „Um es klar zu sagen: So eine Entscheidung kann ihm die Karriere kosten.“ Selbst wenn Nübel die Bayern in den kommenden Jahren wieder verlassen würde, wäre er ein Torwart mit Bayern-Vergangenheit. Bestimmt, glaubt Effenberg, wird er noch einmal eine Chance bei einem anderen Klub erhalten. Dann aber wird er „extrem unter Druck stehen.“

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Rolf Vennenbernd