Nachnominierung für DFB stand im Raum

Corona-Irrsinn beim FC Bayern: Niklas Süle nach „falsch positivem“ Test wieder im Mannschaftstraining

Niklas Süle mit Maske.
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War sein Test auch falsch positiv? Chaos um Niklas Süle.

Niklas Süle wurde vor neun Tagen positiv auf das Coronavirus getestet. Nachdem alle nachfolgenden Tests negativ ausgefallen waren, kehrte der Innenverteidiger ins Mannschaftstraining zurück.

  • Niklas Süle vom FC Bayern München* hat sich vor neun Tagen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Es handelte sich erneut um einen falsch positiven Test - wie bei Serge Gnabry.
  • Nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining ist nun sogar ein Einsatz für die Nationalmannschaft möglich.

Update vom 10. November, 16.55 Uhr: Niklas Süle hat das Mannschaftstraining beim FC Bayern wieder aufgenommen. Nachdem der Innenverteidiger vor neun Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurde, fielen alle nachfolgenden Tests negativ aus, teilte der FC Bayern mit. „In Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt konnte Süle, dem es über den gesamten Zeitraum gesundheitlich gut ging, nun seine Quarantäne vorzeitig beenden“, hieß es weiter.

Bundestrainer Jogi Löw denkt nun über eine kurzfristige Nachnominierung des 25-Jährigen nach. Er habe gemeinsam mit Bayern-Coach Hansi Flick „überlegt, wie es mit Niklas Süle weitergeht“, sagte Löw. Nach dem Testspiel gegen Tschechien am Mittwoch könnte Süle womöglich nach Leipzig nachreisen und am Samstag in der Nations League gegen die Ukraine eine Option sein.

Update vom 5. November, 22.10 Uhr: Hat es beim FC Bayern schon wieder einen „falsch positiven“ Corona-Befund gegeben? Wie der Verein gestern Abend mitteilte, hat ein zweiter Covid-19-Test bei Niklas Süle ein negatives Ergebnis gebracht. Nachwuchsstürmer Joshua Zirkzee ist hingegen positiv auf Corona getestet worden.

FC Bayern: Zweifel an Süles positivem Corona-Test - Youngster mit Virus infiziert

Noch am Montag hatte der Rekordmeister eine tz-Information bestätigt, wonach Süle positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Deshalb hatte der Innenverteidiger auch das Champions-League-Spiel beim FC Salzburg (6:2) verpasst. Was der womöglich falsch positive Befund für das Bundesliga-Spitzenspiel der Münchner am Samstag bei Borussia Dortmund bedeutet, ist noch offen. Der FCB teilte nur mit, dass Süle weiterhin in Quarantäne sei. Das gilt nun freilich auch für Zirkzee, dem es laut Klub „gut geht“.

Ein mit Süle vergleichbarer Fall beim FC Bayern macht Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Verteidigers. Serge Gnabry (25) war am 20. Oktober zunächst positiv auf Corona getestet worden, fünf Tage später konnte er die häusliche Quarantäne wieder verlassen. Vier PCR- und zwei Antigen-Tests zeigten ein negatives Ergebnis. Gnabry durfte sofort wieder mit der Mannschaft trainieren und auch spielen.

Aber warum kommt es überhaupt zu falsch positiven Befunden? Der Münchner Sportmediziner und Internist Dr. Karlheinz Zeilberger erklärte in der tz, dass die Corona-Tests nie zu hundert Prozent genau sind. „Sie werden immer wieder Infizierte nicht erkennen und positive Befunde haben, die nicht stimmen“, sagte er. 

FC Bayern München: Erneuter Corona-Alarm beim FC Bayern! Süles Test falsch positiv?

Update vom 5. November, 19.30 Uhr: Am Donnerstagmittag meldeten einige Medien mit Berufung auf Sportbuzzer, dass es sich beim positiven Corona-Test von Niklas Süle um einen falsch-positives Ergebnis gehandelt haben soll (siehe Update von 13.20 Uhr). Dies passierte vor etwa zwei Wochen schon einmal beim Test von Süles Nationalmannschftskollegen Serge Gnabry. Nun meldete sich der FC Bayern zum aktuellen Stand beim Verteidiger.

„Ein zweiter Test bei Niklas Süle, 25, der ebenfalls positiv getestet worden war, brachte ein negatives Ergebnis“, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Trotzdem befindet sich der Abwehrspieler weiterhin in Quarantäne, ihm gehe es gut. Mit der Bestätigung der Bayern über den zweiten negative Test scheinen sich die Meldung über einen weiteren falsch-positiven Test zu bewahrheiten. Die Bayern stellten jedoch einen positiven Corona-Test bei Youngster Joshua Zirkzee fest.

FC Bayern München: Schon wieder Corona-Irrsinn beim FC Bayern! Wirbel um Niklas Süle

Update vom 5. November, 13.20 Uhr: Das gibt‘s doch nicht! Der Corona-Test von Niklas Süle soll falsch positiv gewesen sein. Das vermeldet der Sportbuzzer. Süle hatte sich also offenbar gar nicht mit dem Coronavirus infiziert. Serge Gnabry ereilte vor zwei Wochen dasselbe Schicksal - auch er wurde falsch positiv getestet und durfte rund eine Woche später wieder spielen.

Laut dem Bericht wurde Süle bei „mindestens einem“ weiteren Test negativ getestet. Süle verpasste bereits die Champions-League-Partie gegen Salzburg. Auch beim Topspiel gegen den BVB könnte er ausfallen - trotz des negativen Tests. Der FC Bayern hat sich zunächst nicht dazu geäußert.

FC Bayern München: Verteidiger Niklas Süle positiv auf Corona getestet - vor wichtigem Champions-League-Spiel

Erstmeldung vom 2. November: München - Bayern-Star Niklas Süle hat sich mit dem Coronavirus* infiziert. Das erfuhr die tz am Montag zunächst aus Rathauskreisen der Stadt München*. Mittlerweile hat der FC Bayern die Meldung um seinen Verteidiger auch offiziell per Mitteilung auf der Homepage bestätigt.

Via Twitter schrieb der FCB: „Niklas Süle, 25, ist positiv auf COVID-19 getestet worden. Der Abwehrspieler des FC Bayern München befindet sich in häuslicher Quarantäne, es geht ihm gut.“ Scheinbar hat man die Situation unter Kontrolle, wie Hansi Flick bei der Pressekonferenz meinte. Der Trainer hofft, „dass es bei dem Einen bleibt. Das kann man in der Situation nur hoffen.“ Das Team lasse sich täglich testen, „weil wir das sehr, sehr ernst nehmen“.

Der Innenverteidiger, der sich nach seinem Kreuzbandriss im Oktober 2019 wieder in die Startelf gekämpft hatte, muss nun den nächsten Rückschlag verkraften. Auch Bayern-Trainer* Hansi Flick hat nach der Corona-Infektion seines Defensivmanns nicht mehr allzu viele Optionen in der Innenverteidigung.

FC Bayern München: Niklas Süle mit Coronavirus infiziert - in Salzburg muss Flick nun umbauen

„Es gab schon etliche Fälle in den Profiligen, jetzt hat es uns erwischt mit einem Spieler“, so Trainer Hansi Flick. Vor dem wichtigen Gruppenspiel bei Red Bull Salzburg in der Champions League*, bei dem Niklas Süle definitiv fehlen wird, wird er wohl auf Jerome Boateng und David Alaba setzen. Der dritte Star-Innenverteidiger Lucas Hernandez wird aufgrund der Verletzung von Alphonso Davies* auf der linken Seite spielen.

Erst in der vergangenen Woche sorgte ein fälschlicherweise positiv ausgefallener Corona-Test bei Serge Gnabry für Furore. Der Nationalspieler meldete sich bei seinem Startelf-Comeback beim Bundesliga-Spiel in Köln sofort mit einem Treffer beim 2:1-Sieg zurück. Niklas Süle scheint jedoch tatsächlich infiziert zu sein, weshalb ihm eine längere Quarantäne droht. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.