Mit Kevin Großkreutz: Dritte Liga startet in die Saison 2019/20

Die Dritte Liga startet mit Kevin Großkreutz und Co. in die neue Saison. Foto: Andreas Gebert/dpa
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Die Dritte Liga startet mit Kevin Großkreutz und Co. in die neue Saison. Foto: Andreas Gebert/dpa

Während die Erst- und Zweitligisten noch in der Vorbereitung stecken, startet die Dritte Liga am Freitag (19. Juli) in die Saison 2019/20. Hier die Infos.

Am Freitag (19. Juli) eröffnen 1860 München und Preußen Münster um 19.00 Uhr im Stadion an der Grünwalder Straße die Saison 2019/20 in der Dritten Liga. Nicht nur aufgrund der Beteiligung von Ex-BVB-Spieler Kevin Großkreutz (30) verspricht die neue Spielzeit Schlagzeilen und Spannung.

  • Die Dritte Liga startet am Freitag (19. Juli) in die neue Saison.
  • Der KFC Uerdingen um Kevin Großkreutz zählt zu den Aufstiegskandidaten.
  • Die Vereine in der Dritten Liga plagen finanzielle Sorgen.

MSV Duisburg, Hansa Rostock, 1. FC Kaiserslautern und Co. - Die Dritte Liga ist in der kommenden Saison voller Vereine, die bis vor nicht allzu langer Zeit noch zum Repertoire der Bundesliga zählten. So bedauerlich der Absturz dieser Traditionsvereine ist, so viel Spannung garantiert er für die kommende Drittliga-Saison 2019/20.

KFC Uerdingen zählt zu den Favoriten auf den Aufstieg

Mit dem KFC Uerdingen geht ein weiterer Traditionsverein in seine zweite Saison in der Dritten Liga. Zwischenzeitlich in der sportlichen Versenkung verschwunden, hat der Verein mit Hilfe des nicht unumstrittenen Investors Mikhail Ponomarev den Weg zurück in die dritthöchste deutsche Spielklasse gefunden.

Und wird dort von der Konkurrenz zu den Favoriten auf den Aufstieg gezählt. "Unter den ersten drei erwarte ich am Ende der kommenden Saison den KFC Uerdingen, den FC Ingolstadt und Eintracht Braunschweig", sagt Magdeburg-Trainer Stefan Krämer (52) im kicker.

Großkreutz und Co. - Dritte Liga voller Prominenz

Zu den Waffen von Uerdingen zählt auch, dass sie mit Großkreutz, der eventuell gegen den BVB im Pokal gesperrt ist, über einen ehemaligen Bundesliga-Akteur und Weltmeister von 2014 verfügen. Der frischgebackene Vater Großkreutz ist aber nicht der einzige prominente Spieler in der Dritten Liga.

Neben seinen Mannschaftskollegen Stefan Aigner (31) und Maximilian Beister (28) verfügen unter anderem auch Sascha Mölders (34, 1860 München) und Kai Bülow (33, Hansa Rostock) über Erfahrung in der ersten Liga.

Dritte Liga - Der schwierige Stand zwischen Profifußball und Amateurbereich

Dass die meisten ehemaligen Bundesligisten beim KFC Uerdingen unter Vertrag stehen, verwundert nicht. Ohne Investor stellt die Dritte Liga viele Vereine vor finanzielle Schwierigkeiten.

Das Hauptproblem: Die Schere zwischen den TV-Einnahmen der 2. Fußball-Bundesliga und der Dritten Liga klafft immer weiter auseinander. Laut kicker kassierten Drittligisten zuletzt im Schnitt 1,28 Millionen Euro aus der zentralen Vermarktung des DFB. Für die Vereine der zweiten Fußball-Bundesliga gab es mehr als zwölf Millionen Euro. Noch mehr TV-Gelder kassieren der BVB und Schalke in der ersten Liga.

Rettungsschirm nach englischem Vorbild?

Um diesen Missstand zu beheben, wünscht sich Jürgen Kohler (53), Weltmeister von 1990, Unterstützung seitens der zuständigen Verbände. "Ich sehe da den DFB und die DFL als Verantwortliche für die beiden oberen Ligen in der Pflicht, die finanzielle Attraktivität zu steigern und den Abstand zwischen 2. und 3. Liga kleiner zu machen."

Und eine konkrete Idee hat er auch bereits. "Ich denke da etwa an einen größeren Rettungsschirm für Absteiger, den es in England zwischen 1. und 2. Liga gibt", so Kohler in seiner kicker-Kolumne.