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Das Sommer-Transferfenster soll vorzeitig schließen. Das forderten zuletzt einige Verantwortliche in der Bundesliga. Doch daraus wird vorerst nichts.

  • Das Transferfenster in Deutschland wird nicht vorzeitig schließen.
  • Die Bundesliga orientiert sich mit der Transferperiode an der FIFA.
  • Die englische Premier League schließt das Transferfenster vor dem ersten Spieltag.

„Nach Abwägung aller Argumente haben die Sportverantwortlichen aus Bundesliga und 2. Bundesliga entschieden, dass das nicht der richtige Weg ist“, stellte Ansgar Schwenken (49) im Gespräch mit sportschau.de fest. Der 49-Jährige ist Vorstandsmitglied der DFL.

Beim Transferfenster bleibt in der Bundesliga alles beim Alten

In diesem Jahr schließt das Transferfenster erst am 2. September um 18 Uhr. Gute zwei Wochen nach dem Saisonstart am 16. August. Zum einen haben Bundesliga-Vereine somit die Möglichkeit, ihren Kader nach Abschluss des dritten Spieltags zu verstärken.

Reinhard Rauball wollte das Transferfenster in der Bundesliga vorzeitig schließen. Foto: Guido Kirchner/dpa
Reinhard Rauball wollte das Transferfenster in der Bundesliga vorzeitig schließen. Foto: Guido Kirchner/dpa

Zum anderen können Spieler bis zu diesem Datum den Verein verlassen. Der Hauptkritikpunkt für eine Verkürzung der Transferperiode.

Rauball und Eberl sprachen sich für eine Verkürzung aus

So beklagte beispielsweise DFL-Präsident Reinhard Rauball (72) im Sommer 2017 einen „Rein- und Raus-Tourismus, der nicht mehr vertretbar ist.“ Gladbach Sportdirektor Max Eberl (45) stieß ins gleiche Horn, als er von einem „Betrug an den Fans“ sprach.

Der Vorschlag, das Transferfenster vorzeitig zu schließen, konnte sich nicht durchsetzen. Stärkstes Gegenargument ist ein entstehender Wettbewerbsnachteil für die Bundesligisten. Diesen bestätigte inzwischen auch Eberl gegenüber Sportschau.

Beim Transferfenster muss eine einheitliche Regelung gefunden werden

Laut dem Gladbach-Sportdirektor müssten sich „alle Top-Ligen in Europa auf einen Termin verständigen können.“ Insbesondere Frankreich und Spanien sträuben sich allerdings hartnäckig gegen diese Idee. In der englischen Premier League wird die angestrebte Regelung schon praktiziert.

BVB und Schalke haben sich ordentlich verstärtkt

Dass es sich lohnt, die Transfers schon vorzeitig abzuwickeln, zeigen der BVB und der S04. Borussia Dortmund konnte beispielsweise mit der Verpflichtung von Mats Hummels (30), die für viel Aufsehen sorgte, die gesteckten Titelambitionen weiter unterstreichen.

Auch bei Schalke läuft zur Zeit einiges nach Plan. Mit Ozan Kabak (19) verpflichteten „die Knappen“ David Wagners (47) absoluten Wunschspieler.