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Juve-Superstar Cristiano Ronaldo sorgt für Unmut bei seinen Fans in Südkorea. Bis zu 2700 Menschen könnten nun klagen – weil sie den Portugiesen nicht spielen sahen.

  • Cristiano Ronaldo sollte vertraglich festgelegt bei einem Testspiel zum Einsatz kommen – und tat dies nicht.
  • Eine Anwaltskanzlei aus Südkorea hat nun eine Sammelklage gestartet. Sie richtet sich aber nicht gegen Ronaldo.

Wie viele internationale Top-Teams weilte der italiensiche Rekordmeister Juventus Turin zuletzt im Ausland. Anders als der BVB – der zuletzt in den USA unterwegs war – ging die „Alte Dame“ in Asien auf Promo-Tour.

Cristiano Ronaldo. Foto: dpa
Sollte spielen, saß aber nur auf der Bank: Cristiano Ronaldo, Superstar bei Juventus Turin. Foto: dpa

Dort sollte der italienische Top-Club nun ein Testspiel in Südkorea abhalten. Offenbar voller Vorfreude auf Idol Cristiano Ronaldo kauften sich 63.000 Menschen ein Ticket für das Spiel, zahlten dafür zum Teil bis zu 300 Euro. Doch: Ronaldo spielte gar nicht.

Fans in Südkorea verhöhnten Ronaldo

Als sich abzeichnete, dass der in Südkorea überaus populäre Ronaldo nicht mehr eingewechselt würde, zeigten die enttäuschten Fans ihren Unmut, indem sie „Lionel Messi“-Sprechchöre im Stadion anstimmten. Der Argentinier vom FC Barcelona gilt als Erzrivale des Portugiesen.

Und es kommt sogar noch schlimmer: Eine Anwaltskanzlei hat nun eine Sammelklage gestartet. Sie richtet sich aber nicht gegen Ronaldo, der für seine Nicht-Einwechslung wohl nichts konnte, sondern gegen den Veranstalter „The Festa“.

„Derzeit haben wir 2500 Interessenten, bis zum kommenden Mittwoch erwarten wir insgesamt 2700 Kläger, die das Geld für ihre Tickets zurückbekommen möchten“, sagte eine Anwältin der Kanzlei aus Suwon.

Fans freuen sich auf Cristiano Ronaldo. Foto: dpa
Freuten sich auf ihr Idol – und wollen jetzt klagen: Fans im südkoreanischen Seoul. Foto: dpa

Laut einem Bericht des koreanischen Fernsehsenders SBS hätte sich Juventus verpflichtet, dass Ronaldo bei dem Freundschaftsspiel mindestens 45 Minuten spielen und ein Fan-Treffen abhalten sollte. Beide Abmachungen seien nicht eingehalten worden. Zudem hatte sich die Anreise des italienischen Teams aus China verspätet, was zu einer Verzögerung des Anpfiffs um eine Stunde führte.

Die südkoreanische Fußballliga K-League hat bereits ein Protestschreiben gegen Juventus Turin eingereicht, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. In diesem wird die „Arroganz und Unverantwortlichkeit“ des italienischen Fußballclubs kritisiert. mit dpa-Material