Duell mit dem Ex-Trainer

Guardiola-Trick? Effenberg mit Vorahnung zu Bayern-Spiel

Für den FC Bayern kommt es im Viertelfinale der Champions League zum Wiedersehen mit dem Ex-Trainer. Stefan Effenberg warnt vor einem Guardiola-Trick.

München – Der FC Bayern bekommt es in der Champions League mit einem echten Schwergewicht zu tun. Die Auslosung am Freitag bescherte den Bayern als Gegner im Viertelfinale Manchester City. Am 11. und 19. April steigt der Königsklassen-Knaller.

Auch Stefan Effenberg, der die Bayern 2001 als Kapitän zum Titel führte, fiebert dem Duell entgegen. In seiner aktuellen Rolle als Experte warnt Effenberg seinen Ex-Klub vor einem typischen Guardiola-Trick. Man dürfe sich vom Trainer der Citizens „nicht blenden lassen“.

Name: Stefan Effenberg
Geboren: 2. August 1968 in Hamburg
Profi-Stationen: Borussia Mönchengladbach, FC Bayern, FC Florenz, Al-Arabi SC
Pflichtspiele für den FC Bayern: 234 (48 Tore, 51 Assists)
Länderspiele: 35 (5 Tore)

Effenberg freut sich trotz „schwerstmöglichem“ Bayern-Los auf „Fußballfest“ gegen Manchester City

„Das wird mit Sicherheit ein Fußballfest. Wenn du das große Ziel hast, den Pokal zu gewinnen, musst du alle aus dem Weg räumen“, schreibt Stefan Effenberg in seiner Kolumne bei t-online. Der ehemalige Mittelfeld-Regisseur bezeichnet Manchester City als schwerstmögliches Los, das der FC Bayern ziehen konnte.

Das seien jedoch genau „die Spiele, auf die die Fußballwelt sich freut, auch ich freue mich riesig“, meint Effe. Der FC Bayern habe den Anspruch, die Champions League zu gewinnen, da spiele es keine Rolle, ob in einem möglichen Halbfinale Real Madrid oder der FC Chelsea droht.

Stefan Effenberg warnt den FC Bayern vor einem Guardiola-Trick.

Perfider Guardiola-Trick? Effenberg äußert perfiden Verdacht zum Bayern-Spiel

Die Bayern treffen erstmals auf ihren Ex-Trainer Pep Guardiola, der zwischen 2013 und 2016 an der Seitenlinie der Münchner stand. Vom Erbe Guardiolas beim FC Bayern ist Effenberg zufolge nicht mehr allzu viel übrig: „Ich sehe nicht so viel, was von Guardiola noch hängengeblieben ist bei Bayern München.“

Effenberg äußert bereits im Vorfeld der Partie einen Verdacht und warnt die Bayern vor dem Taktik-Fuchs. Effe glaubt, dass Guardiola beim Thema Favoritenrolle „sicher wieder alles Richtung Bayern schieben“ werde. „Davon darf man sich aber nicht blenden lassen.“ Sollte es tatsächlich so kommen, würde Guardiola jedoch gar nicht mal so falsch liegen.

Effenberg erklärt FC Bayern vor Duell mit Manchester City als „Mitfavorit auf den Titel“

Die Bayern haben alle acht CL-Partien gewonnen und kassierten nur zwei Gegentore. Diese Bilanz habe „eindrucksvoll bewiesen, warum sie da stehen. Auf City wartet schon der Mitfavorit auf den Titel“, gibt Effenberg zu. Während die Nagelsmann-Elf das Star-Ensemble von PSG souverän in die Schranken verwies, hatte ManCity beim 1:1 im Hinspiel gegen Leipzig zunächst Probleme.

Das 7:0 im Rückspiel war zwar mehr als beeindruckend, allerdings müssen sich die Citizens „steigern und von Anfang an da sein, denn Bayern München ist auf einem ganz anderen Level.“ Vor Super-Stürmer Erling Haaland, der gegen Leipzig einen Fünferpack schnürte, müssen sich die Bayern dennoch nicht fürchten.

Fotostrecke: Die Champions-League-Sieger seit 1992/93 - bekommen Sie noch alle zusammen?

Rudi VOELLER Völler Deutschland Fussballspieler Olympique Marseille jubelt mit dem Europapokal
Champions-League-Sieger der Saison 1992/93: Olympique Marseille. Der deutsche Rudi Völler konnte als einer der ersten Spieler den „neuen“ Pokal in die Höhe recken. 1992 hieß der Wettbewerb zum ersten Mal „Champions League“. © imago sportfotodienst
Paolo Maldini li Dejan Savicevic 2 v li Trainer Fabio Capello 2 v re und Daniele Massaro
Champions-League-Sieger der Saison 1993/94: AC Mailand. Mit einem 4:0 gegen den FC Barcelona setzte sich das Team von Fabio Capello (mit Anzug) durch. Daniele Massaro (rechts) traf sogar doppelt. Für Paolo Maldini (links) sollte es nicht der letzte Titel gewesen sein.  © imago sportfotodienst
Rudi VOELLER Völler Deutschland Fussballspieler Olympique Marseille jubelt mit dem Europapokal
Champions-League-Sieger der Saison 1994/95: Ajax Amsterdam gewinnt im Ernst-Happel-Stadion mit 1:0 gegen Vorjahressieger AC Mailand. Torschütze: Patrick Kluivert.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1995/96: Juventus Turin gewinnt im Elfmeterschießen gegen Titelverteidiger Ajax Amsterdam. Hier links ist Fabrizio Ravanelli, der in der regulären Spielzeit zum 1:0 traf, später glich Jari Litmanen aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1996/97: Borussia Dortmund. Die Dortmunder gewinnen im Olympiastadion München mit 3:1, wieder hat der Titelverteidiger das Nachsehen, in dem Fall Juventus Turin. Legendär: das Lupfer-Tor von Lars Ricken.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1997/98: Wieder jubelt ein Deutscher, dieses Mal Jupp Heynckes, als Trainer von Real Madrid. Die Königlichen holen durch ein 1:0 gegen Juventus Turin ihren ersten Titel der Champions League.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1998/99: Manchester United. Die schmerzhaftesten drei Minuten der Fußballgeschichte des FC Bayern. Mitten drin: Teddy Sheringham, der für Tränen auf den deutschen Wangen sorgte. 2:1 gewannen die Red Devils.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 1999/00: Real Madrid. Fernando Morientes, Steve Mcmanaman und Raul sorgen für ein souveränes 3:0 gegen Valencia CF. Die niedergeschlagenen Gegner durften ihr Glück ein Jahr später gleich nochmal probieren ... © imago sportfotodienst
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... und verloren gegen den Champions-League-Sieger der Saison 2000/01: FC Bayern München. Unvergessen die Stimme von Marcel Reif. „Kahn, die Bayern!“ - der Titan war im Elfmeterschießen der Held. Der erste Titel des FCB.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2001/2002: Real Madrid gewinnt im Finale gegen Bayer Leverkusen. Ein Tor wie ein Gemälde erzielte Zinedine Zidane, der nicht nur als Spieler die Champions League gewann.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2002/2003: AC Mailand. Hier im Bild: Andrij Shevchenko verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Gianluigi Buffon. Juventus Turin abermals im Finale unterlegen. Für den AC Mailand der zweite Erfolg seit 93/94. © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2003/04: FC Porto und die Geburtstunde von Jose Mourinho. Hier im Bild die portugiesische Legende Deco, die später mit dem FC Barcelona einige Erfolge feiern konnte. Im Finale in Gelsenkirchen besiegte Porto AS Monaco.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2004/2005: FC Liverpool. Die Briten gewinnen das bis dato verrückteste Finale und holen einen 0:3-Rückstand gegen AC Mailand auf. Im Elfmeterschießen tanzt sich Jerzy Dudek zur Vereinslegende (hier auf dem Bild über dem Pokal mit Torwarthandschuhen) © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2005/2006: FC Barcelona. Im Finale gegen Arsene Wengers Arsenal London gewinnen die Katalenen mit 2:1. Jens Lehmann sieht früh die Rote Karte. Die Führung durch Sol Campbell kann Barca durch Eto‘o und Belletti drehen.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2006/2007: AC Mailand. Der doppelte Pippo Inzaghi sorgt für den Erfolg gegen FC Liverpool. Die Rache nach der Blamage 2005. Dirk Kuyts Anschlusstreffer kommt in der 89. Minute zu spät.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2007/08: Manchester United. Im Elfmeterschießen rutscht Chelseas John Terry aus, Michael Ballack wird mal wieder Zweiter. Den entscheidenden Elfmeter hält van der Sar gegen Anelka und die Red Devils jubeln.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2008/2009: FC Barcelona. Hier im Bild Thierry Henry, Pep Guardiola mit Haaren und ein unschuldig wirkender Lionel Messi. 2:0 gegen Titelverteidiger Manchester United.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2009/2010: Inter Mailand. Der Herr mit dem Pokal auf dem Kopf ist Javier Zanetti. Der Kapitän durfte sich den neuen Hut nach einem Sieg gegen den FC Bayern München aufsetzen. Diego Milito traf zweimal, Jose Mourinho feiert seinen zweiten CL-Titel.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2010/2011: FC Barcelona. Wie schon 2009 gewinnt Barca gegen Manchester United. Dieses Mal mit 3:1. Pedro, David Villa und Lionel Messi trafen, zwischenzeitlich glich Wayne Rooney aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2011/2012: FC Chelsea. Finale Dahoam geht schief. Der über 90 Minuten überlegene FC Bayern bekommt spät den Ausgleich und ist vom Punkt einfach schlechter. Sowohl in der Verlängerung (Arjen Robben) als auch im Elfmeterschießen (Olic, Schweinsteiger) versagen die Nerven. Doch die Trauer war nur von kurzer Zeit, denn ... © imago sportfotodienst
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... der Champions-League-Sieger 2012/2013 hieß FC Bayern München. Die Geister des vergangenen Jahres wurden ausgetrieben. Die Münchner feierten ihr Triple und Arjen Robben oder Bastian Schweinsteiger rehabilitierten sich mit dem 2:1-Triumph über Borussia Dortmund im Wembley.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2013/14: Real Madrid. Im Stadtderby gegen Atletico Madrid gewannen die Königlichen 4:1 nach Verlängerung. Das Tor zum 4:1 bedeutete Cristiano Ronaldo so viel, dass er sogar noch sein Trikot auszog.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2014/2015: FC Barcelona. Im Berliner Olympiastadion krönen sich die Katalanen ein weiteres Mal. Marc-Andre ter Stegen sorgt für die deutsche Note (vorne liegend). Beim 3:1 gegen Juventus waren Ivan Rakitic, Luis Suarez und Neymar erfolgreich, Alvaro Morata glich zwischenzeitlich aus.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2015/2016: Real Madrid. Wieder Stadtderby gegen Atletico, wieder heißt der Sieger Real. Dieses Mal aber „erst“ nach dem Elfmeterschießen. Real begann, traf alles, dann schoss Juanfran an den Pfosten, ehe Cristiano Ronaldo den Deckel drauf machte.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2016/2017: Real Madrid. Im walisischen Cardiff muss Juventus Turin dran glauben. 4:1 werden die Italienier vermöbelt, wobei Mario Mandzukic für die Alte Dame ein Traumtor erzielt. Der Ausgleich nach der Ronaldo-Führung war nicht genug, es legten Casemiro, wieder Ronaldo und Asensio nach.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2017/2018: Real Madrid zum dritten Mal in Folge. Im Spiel gegen Liverpool verletzt sich erst Mo Salah nach einem Foul von Sergio Ramos früh, dann hat Loris Karius Kopfschmerzen und patzt gegen Karim Benzema. Zweimal Gareth Bale (darunter ein Fallrückzieher) war dann zu viel für Klopps Liverpool, die in Person von Sadio Mané sogar den Ausgleich schossen. Doch es dauerte nicht lange, bis Liverpool jubeln konnte ... © imago sportfotodienst
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... als Champions-League-Sieger der Saison 2018/2019: FC Liverpool. Klopp bringt den Pokal nach 2005 wieder in die Stadt. Salah und Origi sorgen für das 2:0 gegen die Tottenham Hotspurs. .jpg © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2019/2020: FC Bayern München. In einem leeren Stadion in Lissabon waren die Münchner unter Hansi Flick wieder erfolgreich. Kingsley Coman köpfte das entscheidende Tor gegen Paris Saint-Germain und füllte damit die Leopoldstraße in München in der warmen Augustnacht.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2020/2021: FC Chelsea. Thomas Tuchel schlägt im Finale Pep Guardiolas Manchester City. Torschütze: Kai Havertz. Ein deutscher Erfolgsabend, bei dem auch Antonio Rüdiger und Timo Werner jubelten, aber dabei auch ihren DFB-Teamkameraden Ilkay Gündogan trösten mussten.  © imago sportfotodienst
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Champions-League-Sieger der Saison 2021/2022: Real Madrid. Wieder gewinnen die Königlichen. In einem völlig irren Spiel gegen Liverpool ist vor allem Torwart Thibeaut Courtois der Held der Madrilenen, der mehrere Großchancen hielt. Das goldene Tor des Tages schoss Vinicius Jr. Toni Kroos ist zum fünften Mal CL-Sieger.  © Frank Augstein / dpa / Picture Alliance

Effenberg erinnert an Haalands Horror-Serie gegen FC Bayern

Effenberg geht davon aus, dass der Norweger „seine bisherigen Begegnungen mit Bayern sicher in keiner guten Erinnerung“ haben werde. Haaland verlor alle sieben Duelle im BVB-Trikot gegen den FC Bayern, ob ihn das jedoch vom Toreschießen abhalten wird, erscheint zumindest fraglich. Allerdings müssten die Bayern aufpassen, „wenn City in so einen Lauf kommt, können sie jeden aus dem Stadion schießen.“

Doch Effenberg ist ohnehin der Überzeugung, dass die Abwehrreihen beider Teams am Ende den Unterschied ausmachen. Der 54-Jährige prophezeit „dass nicht die Offensive, sondern die Abwehr, die im Kollektiv besser funktioniert, entscheidend sein wird, wer in die nächste Runde einzieht.“ Besonders auf die Torhüter könne es „ganz extrem ankommen.“ Derweil war Effenbergs ehemalliger Mitspieler und heutiger FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic schockiert vom Kracher-Los Manchester City. (ck)

Rubriklistenbild: © Sascha Walter/Imago/Jan Woitas/dpa