ECA-Boss Agnelli droht: Pläne für Champions League werden nicht allen gefallen

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Trophäe der Champions League. Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Die Champions League steht ab 2024 vor grundlegenden Veränderungen. Die Pläne der ECA werden jedoch nicht allen gefallen. Hier die Infos.

Die Champions League steht ab 2024 vor grundlegenden Veränderungen. Scheinbar weiß Andrea Agnelli (43) – Vorstandschef der European Club Association (ECA) – schon jetzt, dass einige Pläne nicht auf Gegenliebe stoßen werden.

  • Andrea Agnelli fordert unter anderem mehr europäische Spiele auf Vereinsebene.
  • Der ECA-Boss möchte dafür die Anzahl der Länderspiele ab 2024 beschneiden.
  • BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) wurde in den Vorstand der ECA gewählt.

Das fordert ECA-Boss Agnelli für die Champions League und Co.

"Wir wollen mehr europäische Spiele, faire Zulassungsregularien, mehr Teilhabe kleinerer Länder", lautet Agnellis unverrückbare Forderung für den europäischen Vereinsfußball. Gleichzeitig fordert der 43-Jährige "mehr Pausen für das Wohl der Spieler. Mehr Spiele in der Champions League bei gleichzeitig längeren Pausen für die Spieler?

Mehr Spiele auf Kosten der Länderspiele

Die Forderungen des Italieners kommen einer Quadratur des Kreises gleich. Schließlich ist der Terminplan von Vereinen und Spielern schon jetzt prall gefüllt. Denn die internationalen Topspieler absolvieren bis zu 80 Spiele pro Saison.

Als nebulösen Lösungsvorschlag empfiehlt Agnelli auf Nachfrage eines Reporters am Dienstag: "Schauen Sie in den Kalender und finden Sie die Antwort selbst", wie der kicker den Italiener zitiert. Gemeint ist damit offenbar eine Beschneidung der Länderspiele ab 2024.

Welche Pläne gab es bislang für die Champions League?

Für die Umstrukturierung der Champions League gab es in der Vergangenheit schon diverse Pläne. Unter anderem wurde die Einführung der "Super Liga" hitzig diskutiert. Die 36 deutschen Profiklubs sprachen sich jedoch einstimmig gegen die Einführung des neuen Wettbewerbs aus.

Eine Ausweitung der Gruppenphase in der Champions League steht ebenfalls zur Diskussion. Anstelle von vier Mannschaften sollten zukünftig acht Teams in einer Gruppe gegeneinander antreten. Die Forderung nach mehr Spielen ließe sich auf diesem Wege zweifelsohne verwirklichen.

Dennoch möchte Agnelli eine Lösung finden, "die zur Mehrheit passt." Alle Vereine bei der Umstrukturierung der Champions League unter einen Hut zu bringen, sei laut Aussage des 43-Jährigen "unmöglich".

BVB-Boss Watzke kann Zukunft der Königsklasse mitbestimmen

Dass die Pläne der ECA nicht völlig aus dem Ufer laufen, kann zukünftig Hans-Joachim Watzke (60) sicherstellen. Denn der 60-Jährige ließ sich heute (10. September) einstimmig in den Vorstand der europäischen Klubvereinigung wählen.

"Ich freue mich sehr über die Wahl und das Vertrauen, das in mich gesetzt wird. Es ist mir ein großes Anliegen, mich für einen möglichst ausbalancierten Fußball einzusetzen und mich aktiv in den Diskurs einzubringen", zitiert die BVB-Homepage den 60-Jährigen. Der Boss von Borussia Dortmund kann also die Zukunft der Champions League direkt mitbestimmen.