„Er hatte es nicht nötig“

Bundesliga-Star wollte Bayern-Idol Robben mehrmals beleidigen - und scheiterte damit kläglich

Arjen Robben FC Bayern München
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Zwischen 2009 und 2019 beim FC Bayern München: Arjen Robben.

Arjen Robben gilt in Fußball-Deutschland als Sportsmann. Das musste ein Bundesliga-Profi im Duell mit dem Idol des FC Bayern München leidvoll erfahren - und zeigt nun Reue.

  • Arjen Robben* spielte zehn Jahre für den FC Bayern München* und ging in dieser Zeit als großer Sportsmann die Geschichte der Bundesliga* ein.
  • Dennis Aogo (HSV, FC Schalke, VfB Stuttgart) erzählt offen und ehrlich von Provokationen gegen den Niederländer - wie sich dieser aber nicht „auf mein Niveau herablassen“ wollte.
  • Heute zeigt der einstige Bundesliga-Profi wegen seiner Beleidigungen gegen Robben Reue.

München - Es war immer derselbe Move: Rechter Flügel, den Sprint zur Grundlinie angetäuscht, kurzer Haken, blitzschnell nach innen gezogen, und mit der linken Klebe abgezogen - ab dafür ins lange Eck.

Arjen Robben: Der FC Bayern und die Allianz Arena waren sein Zuhause

Die Klubs in der Bundesliga wussten es. Die Mannschaften in der Champions League waren darauf vorbereitet. Und doch konnten sie ihn nie wirklich stoppen. Die Allianz Arena* war sein Zuhause, sein Wohnzimmer. Die Rede ist von Arjen Robben, einstiger X-Faktor im Kader des FC Bayern*, Titel-Sammler mit dem deutschen Rekordmeister, Publikumsliebling in München - und stets fairer Gegenspieler.

Spielte in der Bundesliga für den HSV, den FC Schalke und den VfB Stuttgart: Dennis Aogo.

Dies musste auch der aktuell arbeitslose Fußballer Dennis Aogo (einst HSV, FC Schalke und VfB Stuttgart) leidvoll erfahren, wie er nun im Interview mit den Fußball-Portalen Spox und Goal erklärte. 

Arjen Robben: FC-Bayern-Star sollte aus dem Konzept gebracht werden

Er habe versucht, „ihn (Robben, d. Red.) mit Provokationen oder Beleidigungen aus dem Konzept zu bringen. Doch er war so krass fokussiert, dass er sich davon überhaupt nicht beeinträchtigen ließ und sein Ding 90 Minuten durchzog“, erzählte der 33-Jährige sehr offen: „Er hat mich mehrmals auseinander genommen. Selbst wenn ich ihn beleidigt hatte, bewies er Stil und Niveau.“

Robben habe ihm nach den Spielen „immer respektvoll die Hand“ gereicht und „alles Gute gewünscht, schilderte der vereinslose Linksverteidiger weiter: „Das tat viel mehr weh als ein beleidigender Konter. Er war einfach ein brutaler Sportsmann und im Spiel fast nicht zu halten, obwohl jeder wusste, was kam. Sein Tempo und sein Timing waren einzigartig.“

Ex-VfB-Stuttgart-Profi Dennis Aogo: „Vor Arjen Robben ziehe ich den Hut“

Der Bayern-Star habe es nicht nötig gehabt, „sich in dem Fall auf mein Niveau herabzulassen. Vor Arjen Robben ziehe ich den Hut“. Wohl nicht nur er.

Dennis Aogo und seine Frau Ina bekamen ihr zweites Kind. Der Name des kleinen Jungen sorgte jedoch für Verwunderung.

pm

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