Frauen-WM: So witzig reagiert Angerer auf den Ärger um die neue Elfmeter-Regel

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Nadine Angerer. Foto: Samuel Wilson/dpa

Die Elfmeter-Regel sorgt derzeit für Ärger bei der Frauen-WM. Nadine Angerer hat mit einem lustigen Twitter-Post reagiert. Hier mehr erfahren.

Die neue Elfmeter-Regel sorgt derzeit für viel Ärger bei der Frauen-WM in Frankreich. Eine Karikatur von Ex-DFB-Torhüterin Nadine Angerer (40) zeigt die Absurdität der neuen Regelauslegung.

  • Die neue Elfmeter-Regel soll den Torhüterinnen bei der Frauen-WM mehr Spielraum geben.
  • In der Praxis sorgt sie allerdings für das Gegenteil.
  • Nadine Angerer reagiert mit einem ironischen Twitter-Post.

Um Elfmeter besser parieren zu können, müssen die Torhüterinnen bei der Frauen-WM nur noch mit einem Fuß die Torlinie berühren. Bislang sah das Regelwerk vor, dass im Moment der Ausführung beide Füße die Torlinie berühren müssen.

Neue Elfmeter-Regel wird zum Bumerang

Das Problem: Als die alte Regel noch galt, stand kaum ein Torhüter beim Schuss mit beiden Füßen auf der Torlinie. Nur in äußerst seltenen Fällen wurde ein Strafstoß deshalb wiederholt.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Regel sind die Schiedsrichter (inkl. Videoassistenten) jedoch dazu angehalten, die Einhaltung der Regeländerung genau zu überprüfen. Sehr zum Ärger der beteiligten Akteure.

Schon drei Mal wurde während der laufenden Weltmeisterschaft ein gehaltener Elfmeter wiederholt, weil die Torhüterin sich während der Ausführung mit beiden Füßen vor der Torlinie befand. Jedes Mal überprüfte der Videoschiedsrichter die Szene und entschied, den Elfmeter zu wiederholen. Für die Torhüterin gab es zusätzlich die Gelbe Karte.

Besonders bitter erwischte es Schottland. Gegen Argentinien resultierte aus einem wiederholten Strafstoß in der 94. Minute das Turnieraus für die Frauen von der Insel.

Angerer macht sich über die neue Elfmeter-Regel lustig

Von der neuen Regel ist offenbar auch Nadine Angerer genervt. Mit einer Karikatur reagierte die ehemalige DFB-Torhüterin und Weltfußballerin des Jahres 2013 auf die dargebotene Elfmeter-Farce bei der WM.

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Bei der aktuell laufenden U21-EM, bei der Deutschland kurz vor dem Einzug ins Halbfinale steht, gelten die vom Internationale Football Association Board (IFAB) vereinbarten Regeländerungen noch nicht.

Bis dahin können sich die Verantwortlichen Gedanken machen, ob sie an der strengen Regelauslegung festhalten wollen. Vielleicht kann das IFAB so, anders als die DFL, eine Klage wegen einer verlorenen Sportwette aufgrund einer Schiedsrichter-Entscheidung schon im Vorfeld verhindern.