Treppenlift: Geht nicht, gibt’s nicht

Das müssen Sie beim Kauf eines Treppenlifts beachten

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Treppen können im Alter zur Hürde werden

Warten Sie nicht bis zum ersten Sturz. Die ersten Indizien sind schon lange vorher sichtbar: langsames Steigen der Stufen, Erschöpfung, Pause auf der Treppe oder unsicheres Gehen. 

Sobald diese Anzeichen an Ihnen oder Angehörigen auftauchen, ist es Zeit für einen Treppenlift. Denn niemand muss auf Mobilität verzichten und für niemanden muss eine Treppe ein Hindernis sein, egal ob sie gerade, links- oder rechtskurvig oder sogar eine Wendeltreppe ist.

Außerdem gibt es für jede betroffene Person einen passenden Treppenlift: Für Rollstuhlfahrer genauso wie für einen Senioren, der „nur“ die Treppen nicht steigen kann. 

Treppenlift: Geht nicht, gibt’s nicht

Ein geht nicht, gibt’s nicht – es gibt immer eine Lösung. Am Anfang steht daher immer eine gründliche Beratung. Wichtig: Der Berater darf keinen Druck aufbauen. Er muss zuhören, nachfragen, Maß nehmen und so den genauen Bedarf ermitteln. Er muss weiterhin Fragen zur Finanzierung und zu den Zuschüssen beantworten. 

Kleiner Tipp: Wenn ein Berater Sie unter Druck setzt und Sie drängt, sofort zu unterschreiben, tun Sie es nicht. Seriöse Berater lassen immer eine Bedenkzeit. Schließlich handelt es sich hierbei um eine langfristige Anschaffung. 

Daher: Nehmen Sie sich Zeit und löchern Sie den Berater mit Ihren Fragen. Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie so lange nach, bis Sie es verstanden haben. Das Schlimmste in der Beratungsphase ist eine „falsche Bescheidenheit“.

Auf Folgendes müssen Sie beim Kauf eines Treppenlifts achten:

  • 2 Jahre Garantie 
  • Beratung und Kundendienst 
  • Das umfasst: Beratung zu Möglichkeiten der Finanzierung 
  • Kostenloser Vor-Ort-Termin 
  • Sie erhalten mehrere Vorschläge 
  • Preise sind marktüblich

Eigenständiger Einbau nur für Profis 

Was sich nur für Profis lohnt: der selbstständige Einbau von Treppenliften. Dafür ist der Aufwand einfach zu groß. Erstens muss der Lift an die Gegebenheiten der Treppe angebaut und zweitens muss die Software programmiert werden, was ohne Ausbildung und Ausrüstung nicht möglich ist. 

Was sich oft nicht lohnt: Einen Treppenlift zu mieten. Auf den ersten Blick hört sich das alles gut an, doch ein zweiter ernüchtert. Im Endeffekt ist dies die teuerste Variante: Es fallen Kosten für den Einbau sowie die monatlichen Raten an. Oft ist die Laufzeit auch noch beschränkt und muss verlängert werden. Viele Kunden, die sich für dieses vermeintlich günstiges Modell entschieden hatten, haben diesen Schritt später bereut.

Zuschüsse möglich 

Ja, ein Treppenlift kostet Geld. Sowohl in der Anschaffung als auch in der jährlichen Wartung. Dennoch muss niemand, der auf einen Treppenlift angewiesen ist, auf ihn verzichten. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Finanzierung. 

Es muss nicht immer neu sein: Einen Treppenlift kann man auch gebraucht kaufen. So gibt es die Möglichkeit, Lifte von Markenherstellern zu einem günstigen Preis zu erwerben. Weiterhin gibt es Zuschüsse der Krankenkassen, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Diese Zuschüsse können bis zu 4.000 Euro betragen. 

Auch möglich: ein zinsgünstiger Kredit bei der Förderbank „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW). Es lohnt sich auch, nach einer Ratenzahlung zu fragen. Viel Firmen bieten dies an. Welche Option für Sie die beste ist, lässt sich nicht pauschalisieren; denn vieles hängt vom Einzelfall ab.

Folgende Möglichkeiten der Finanzierungen für einen Treppenlift sind möglich:

  • Krankenkassen zahlen bis zu 4.000 Euro
  • KfW stellen zinsgünstige Kredite bereit
  • Viele Firmen bieten Ratenzahlungen an