Interesse wecken, Fehler vermeiden

So gelingt die perfekte Bewerbung

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Bei der Bewerbung ist es wie beim Date: Der erste Eindruck entscheidet und kann nur schwer korrigiert werden. Damit in Zukunft nichts mehr schiefgeht, geben wir dir wichtige Tipps.

  • So hinterlässt du einen erfolgreichen ersten Eindruck.
  • Der Lebenslauf sollte einen einheitlichen Aufbau haben.
  • Rechtschreibfehler in der Bewerbung sind ein „No-Go“.

Vom Lesen der Stellenausschreibung bis zum ersten Arbeitstag im neuen Unternehmen ist es oft ein weiter Weg. Doch auch dieser beginnt immer mit dem ersten Schritt: Mit deiner Bewerbung, die den jeweiligen Personaler im besten Fall richtig beeindruckt - oder ihn zumindest neugierig macht. So oder so, dein Ziel sollte es sein, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten.

Doch wie hinterlässt du einen starken ersten Eindruck? Ein wahrer Bewerbungsexperte ist Ben Dehn. Er ist für den Bochumer Dienstleister „Die Bewerbungsschreiber“ tätig, der sich auf die Erstellung professioneller Bewerbungsunterlagen spezialisiert hat. Im Laufe der vergangenen Jahre hat Ben Dehn eine vierstellige Anzahl an Bewerbungen für seine Kunden verfasst. Er weiß also, worauf es ankommt.

Der Lebenslauf

Beginnen sollte der Lebenslauf immer mit den persönlichen Daten. Neben Geburtstag und -ort sollten dort die Staatsangehörigkeit und der Familienstand auftauchen. Der Beruf der Eltern oder Angaben zu Geschwistern sind dort fehl am Platz, da sie schlichtweg keine Relevanz für den Personaler besitzen.

Deine weiteren Kontaktdaten kommen in die Kopf- oder Fußzeile der Bewerbung: dein Name sowie die vollständigen Kontaktdaten, also Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Somit sind diese auf jeder Seite der Bewerbung leicht zu finden, wenn das Unternehmen dich kontaktieren möchte.

Beim Lebenslauf ist neben dem Inhalt auch die Struktur wichtig.

Verschiedene Abschnitte wie „Praktika“ und „Schulbildung“ sollten definitiv vorhanden sein. Bei den Praktika solltest du angeben, in welchen Bereichen du tätig warst und welche Aufgaben du dort erledigt hast. Am Ende des Lebenslaufs sollten zudem „Weitere Fähigkeiten und Kenntnisse“ aufgeführt werden. In der Regel stehen hier Informationen zu Sprachkenntnissen und Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer und spezieller Software – zum Beispiel Microsoft Office.

Du hast deine Führerscheinprüfung schon erfolgreich gemeistert? Dann solltest du das natürlich auch angeben. Auch deine Hobbys können helfen, wenn sich dabei ein Bezug zum Beruf erkennen lässt. Klassische Hobbys, wie zum Beispiel Sport, solltest du allerdings näher beschreiben. Welchen Sport genau betreibst du? Ausdauersport? Fußball? Kraftsport? Durch die Angabe der Hobbys zeigst du auf, dass du dich auch privat für deine berufliche Tätigkeit begeistern kannst oder du lieferst dem Personaler einen möglichen lockeren Einstieg für das Vorstellungsgespräch, um zu Anfang das sprichwörtliche Eis zu brechen.

Doch Vorsicht:

Aber es gibt auch Ausnahmen. Als Kampf- oder Extremsportler lieferst du zwar interessante Gesprächsansätze, du musst aber vorsichtig sein, wie deutlich du deinen Sport kommunizierst. Denn eine Sache solltest du nicht vergessen: Je höher das Verletzungsrisiko im privaten Bereich ist, desto höher ist das Ausfallrisiko für deine Ausbildungszeit. Dies spielt eine Rolle bei der Entscheidung des Unternehmens.

Das Anschreiben

Beim Bewerbungsschreiben solltest du auf jeden Fall einer logischen Struktur folgen: Einleitung, fachliche Erfahrungen und Kompetenzen, persönliche Eigenschaften, Schlussteil. Direkt zu Anfang erklärst du dem Empfänger, warum du dich für diese bestimmte Ausbildungsstelle interessierst und warum du gerne für das jeweilige Unternehmen arbeiten möchtest.

Gib dem Personaler auf keinen Fall das Gefühl, dass die Bewerbung in gleicher Form auch zu anderen Unternehmen geht und du nur die Adresse und den Ansprechpartner ersetzt – dann rutscht deine Bewerbung auf dem Stapel ganz schnell nach unten.

Die Bewerbung auf Fehler korrigieren lassen

Genauso ist es, wenn dein Anschreiben Fehler in Rechtschreibung und Grammatik aufweist. Gib deine Bewerbung deshalb vorher auf jeden Fall an Eltern oder Bekannte, die fit sind in Sachen Rechtschreibung. Häufig lesen sich Abschnitte zu persönlichen Stärken wie Aneinanderreihungen von Kompetenzen, ohne dass ein wirklicher Zusammenhang besteht. Das solltest du vermeiden.

Wenn du etwa einen Mannschaftssport ausübst, ist dies ein Zeichen für eine gute Teamfähigkeit. Wenn du privat Videos schneidest, Musik machst oder Bilder malst, können das Anzeichen für eine hohe Kreativität sein. Ein letzter Tipp: Sei in deiner Bewerbung auf jeden Fall selbstbewusst, aber zugleich auch ehrlich. Wenn du bereits in der Bewerbung das Gefühl hast, den Arbeitgeber anflunkern zu müssen, hast du vielleicht den falschen Arbeitgeber im Fokus.

Übrigens:

Heutzutage werden die meisten Bewerbungen per Mail verschickt. Dabei sollte man darauf achten, im Idealfall eine einzige PDF-Datei einzureichen, die alles enthält: Anschreiben, Deckblatt mit Foto, Lebenslauf sowie angehängte Zeugnisse und Bescheinigungen. Das erleichtert dem Personaler die Arbeit und gibt ihm Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Inhalte deiner Bewerbung.

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