Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

Ausbildung mit Fachabitur

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Treffer-Magazin

Tobias Klose, 25, macht eine Ausbildung zum Gebäudereiniger bei der VOGT-Gruppe in Dortmund. Er hat uns erzählt, was er dabei macht.

Treffer: Tobias, du hast ein Fachabitur in der Tasche, machst jetzt eine Ausbildung zum Gebäudereiniger. Bist du da nicht überqualifiziert?

Tobias: Das haben anfangs einige gesagt, aber ich habe das nie so gesehen. Ich bin handwerklich begabt, da bin ich in dieser Ausbildung genau richtig. Und ich schaue in die Zukunft: Mit der Kombination von kaufmännischem Know-how aus dem Fachabi und praktischen Erfahrungen aus der Ausbildung stehen mir später viele Wege offen. In meinem Beruf habe ich jedenfalls viele Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Das hat alles Hand und Fuß. Ich kann mir beispielsweise gut vorstellen, später einmal als Objektleiter zu arbeiten.

Abwechslungsreiche Ausbildung

Wie sieht denn dein Tag heute so aus?

Morgens um 6 Uhr treffe ich meine Kollegen an der Firma. Wir bekommen unsere Aufträge, fahren im Team zu den Kunden. Mal sind das Unternehmen, mal auch Privatleute. Zu unseren Hauptaufgaben gehören die Unterhaltsreinigung sowie die Glas- und Rahmenreinigung, aber wir machen auch spezielle Jobs – von der Teppichreinigung bis zur Graffiti-Entfernung.

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Was lernt man in der Ausbildung?

Den praktischen Teil hat man relativ schnell drauf: Nach einer guten Einweisung in die Handhabung einer Bodenkehrmaschine kann man auch schnell selbst kreiseln. Aber zu dem Beruf gehört ja viel mehr. Wir haben in der Berufsschule etwa das Fach „Reinigungstechnik“. Dort lernen wir, wie man zu bearbeitende Flächen und Untergründe beurteilt, wie sich welche Reinigungsmittel zusammensetzen und verhalten, wie man Flächen imprägniert und vieles mehr. Das ist sehr anspruchsvoll, denn die Folgen von falschen Mitteln können gravierend sein.

Nette Kollegen

Was gefällt dir an deiner Ausbildung am besten?

Dass ich morgens noch nie aufgestanden bin und gedacht habe: „Oh nein, heute wieder arbeiten...“ Die Arbeit macht einfach Spaß. Wir sind viele Auszubildende und verstehen uns super. Und auch die älteren Gesellen sind gut drauf.

Und was ist mit dem frühen Aufstehen?

Das kommt mir sogar sehr entgegen. Denn ich spiele leidenschaftlich gerne Baseball und gehe dreimal pro Woche zum Training. Wenn ich am frühen Nachmittag Feierabend habe, kann ich noch in aller Ruhe nach Hause fahren, duschen, essen und dann ab zum Verein.

Dieser Artikel erschien zuerst im "Treffer", dem Ausbildungsmagazin der Ruhr Nachrichten.

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