So läuft eine Festplattenrettung ab

Festplatte defekt und kein Backup - Und was nun?

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Was tun, wenn die Festplatte defekt ist?

Ein Festplattendefekt kann durch einige spezifische Symptome recht schnell erkannt werden. Ist eine externe Festplatte heruntergefallen, betrifft die physische Beschädigung häufig die PCB-Elektronik, den Motor oder auch die gesamte Steuerung. 

Der Rechner kann die Festplatte dann in der Regel nicht mehr erkennen, es können ungewöhnliche Geräusche, wie ein Klackern, Piepen oder Schleifen wahrgenommen werden, oder die Festplatte startet schlichtweg nicht mehr.

Ist in einem solchen Fall keine zusätzliche Datensicherung vorhanden oder sind die Daten nur unvollständig gesichert, ist der Ärger groß. Der beste Ausweg besteht dann in einem Spezialist für Datenrettung, der die verlorenen Daten von der defekten Festplatte in vielen Fällen sicher wiederherstellen kann.

Wie sich eine defekte Festplatte im Detail äußert und wie sich die korrekte Vorgehensweise gestaltet, erklärt der folgende Beitrag.

Typische Symptome einer defekten Festplatte 

Wird die Festplatte nicht mehr von dem jeweiligen Rechner erkannt, handelt es sich in der Regel um einen Fehler in der Elektronik der Festplatte. Eine Beschädigung der PCB-Elektronik oder des Motors liegt vor, wenn sich die Festplatte nicht mehr dreht.

Falls ein Rattern oder ein Klackern während des Betriebs der Festplatte festgestellt wird, könnten sowohl die Steuerung als auch die Leseköpfe oder die PCB-Elektronik einen Defekt erlitten haben. Bei schleifenden oder kratzenden Geräuschen ist es wahrscheinlich, dass die Leseköpfe einen schwerwiegenden Defekt aufweisen. Die Magnetscheibe wird dann durch den Lesekopf zerkratzt und die Oberfläche dadurch noch weiter beschädigt.

Defekte Festplatte – Was ist zu tun?

Es gibt durchaus Fälle, in denen eine Rettung der verlorenen Daten der Festplatte nicht mehr möglich ist. Experten raten in jedem Fall davon ab, die Rettung in Eigenregie anzugehen. Für eine Datenrettung ist stets spezielles Fachwissen nötig, da sonst die Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit unwiederbringlich verloren gehen. Wenn befürchtet wird, dass die Festplatte einen Defekt erlitten hat, helfen die folgenden Schritte dabei, festzustellen, ob tatsächlich ein Schaden vorliegt.

Im ersten Schritt wird der Computer erneut gestartet. Falls die Festplatte dann noch immer nicht wie gewünscht funktioniert, muss geprüft werden, ob der passende Port am Rechner genutzt wird. Ob wirklich die Festplatte für das Problem verantwortlich ist, kann ebenfalls getestet werden, indem diese an einen anderen Rechner angeschlossen wird.

Ebenfalls ist es möglich, die Festplatte mit einem neuen Kabel auszustatten. In der Datenträgerverwaltung kann darüber hinaus nachgesehen werden, ob der Rechner die Festplatte noch erkennt.

Falls diese Schritte nicht dazu führen, dass die Festplatte wieder erkannt wird beziehungsweise hochfährt, ist es nahezu sicher, dass ein schwerwiegender Schaden vorliegt. Das Problem kann beispielsweise durch Schäden an der Elektronik oder der Mechanik der Festplatte, einen Festplattencrash oder einen Sturz ausgelöst worden sein. Doch selbst bei einem Wasserschaden können Spezialisten für die Datenrettung noch zuverlässige Hilfe leisten. 

Festplattenrettung – So läuft sie ab

Um die Daten, die sich auf der defekten Festplatte befinden, zu retten, muss also ein versierter Anbieter mit der Datenrettung beauftragt werden. Um die Festplatte zu diesem zu transportieren, sollte sie unbedingt sicher eingepackt werden, damit während des Transports keine weiteren Schäden entstehen. Einige Anbieter holen die defekten Datenträger sogar selbst ab.

Wichtig ist, sich einen unverbindlichen Kostenvoranschlag aushändigen zu lassen, bevor mit der eigentlichen Datenrettung begonnen wird. Falls der Preis stimmt, kann der finale Auftrag für die Rettung der Daten erteilt werden.