So werdet ihr sie wieder los

Silberfische in urbanen Wohnsituationen

+

Silberfische sind kleine, flinke Insekten, die Wohnungen in der Stadt lieben und Tageslicht meiden. Der Name der Silberfischchen rührt von ihrer silbrig schimmernden Farbe. Außerdem erinnert ihre huschend schnelle Art der Fortbewegung an einen schwimmenden Fisch.

Sobald Silberfische in die heimischen vier Wände gelangt sind, kann man sich sicher sein, dass es nicht bei einem einzigen Tierchen bleibt. Ein Weibchen legt etwa 20 Eier, wofür es sich 20 bis 30 Grad Celsius warme Spalten und Ritzen sucht. Die wichtigsten Informationen über Silberfischchen inklusive Möglichkeiten, den Schädlingsbefall zu bekämpfen, finden Sie in den Antworten auf die folgenden Fragen.

Silberfische bekämpfen: Was hilft gegen Silberfischchen?

Sollten die ersten Silberfischchen in der Wohnung aufgetaucht sein, kann man sie mit einem handelsüblichen Silberfischspray wie z. B. das DFNT Anti-Silberfischspray vertreiben. Darüber hinaus hilft es, Klebefallen oder Köderdosen aufzustellen. Letztere enthalten mit tödlichem Gift angereicherte Nahrung für die Silberfische. Am effektivsten ist es, diese Fallen am Abend vor Löchern und Ritzen auszulegen, da es sich um nachtaktive Insekten handelt.

Wie kommen Silberfische in die Wohnung?

Die Urbanisierung trägt dazu bei, dass Silberfische in Wohnungen eindringen. Verstädterung führt zu einer großen Ansammlung von Häusern mit unzähligen Rohren und Wasserleitungen, wo Silberfischchen die besten Lebensbedingungen vorfinden. Um ihr Überleben zu sichern, benötigen sie Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Aus den Leitungen in der Küche und im Badezimmer kriechen die Tiere allerdings nur dann hervor, wenn es in der Wohnung genügend feuchtwarme Ecken, dunkle Ritzen und Löcher als Tagesversteck gibt. Steigt die Temperatur über einen längeren Zeitraum auf 20 bis 30 Grad Celsius, kann der Schädlingsbefall ins Unermessliche wachsen. Bei Kälte und Trockenheit pflanzen sich Silberfische nicht fort.

Wie lassen sich Silberfische in der Wohnung, Dusche und Bad vermeiden?

Da Silberfische feuchtwarme Zimmer lieben, sollten die Küche, die Dusche und das Bad regelmäßig gelüftet und trocken gehalten werden. Auch die Hygiene in der Wohnung verringert die Population der unliebsamen Eindringlinge: Auf ihrem Speiseplan stehen beispielsweise Haare, Hautschuppen, Hausmilben und tote Insekten. In Schränken und Regalen in der Küche empfiehlt es sich, stärkehaltige Lebensmittel in undurchlässigen Behältnissen zu verstauen. Auch Textilien aus Baumwolle, Leinen und Seide gelten als Nahrungsquelle für Silberfische. Im Übrigen sind sie fähig, monatelang ohne Nahrung auszukommen. Daher ist es in erster Linie wichtig, Ritzen und Spalten in der Küche und im Bad gut zu verschließen.

Wie gefährlich sind Silberfische wirklich?

Für den Menschen sind sie keine gefährlichen Schädlinge, werden jedoch von den meisten als eklig wahrgenommen. Sie stellen auch keine gesundheitliche Gefahr für Haustiere wie Hunde und Katzen dar. Laut wissenschaftlicher Untersuchungen übertragen Silberfische weder Krankheiten noch beißen sie. Aus der Wohnung sollte man die Lästlinge trotzdem verbannen, weil sie durchaus Gefallen daran finden, Textilien wie T-Shirts, Hosen, Hemden und Röcke anzuknabbern. Das passiert allerdings nur, wenn die Kleidungsstücke in feuchten Waschräumen und Badezimmern liegen. Da Silberfischchen ebenfalls imstande sind, Zellulose zu verdauen, kann es vorkommen, dass sie Wandtapeten annagen.

Gibt es natürliche Hausmittel gegen Silberfische?

Das chemische Silberfischspray vernichtet die krabbelnden Eindringlinge zwar effektiv, ist aber für Kinder und Haustiere in der Wohnung nicht ganz ungefährlich. Deshalb ist es ratsam, erst einmal natürliche Hausmittel gegen den Befall einzusetzen. Sie sind preiswert, frei von Schadstoffen und leicht anwendbar. Zum Beispiel helfen frischer Lavendel und Lavendelöl, Silberfischchen auszusperren, weil sie den Duft als unangenehm empfinden. Gleiches gilt für Zitronensaft und Zedernholzpulver, das unterschiedliche Insektenarten „abtörnt“. Abstoßend wirken auch Gewürze wie Salbei, Rosmarin, Nelken und Lorbeer. Man kann sie mischen, in kleine Stoffbeutel füllen und in dunklen Ecken verteilen. Weitere biologische Maßnahmen gegen Silberfische sind Gurkenscheiben und Kartoffeln. Der Gurkenduft hat eine für sie ekelerregende Note, während rohe Kartoffelstücke mit ihrem Stärkegehalt eine magische Anziehungskraft als Futterquelle haben. Man platziere sie über Nacht in einer geöffneten Tüte auf dem Badezimmer- oder Küchenboden. Im Idealfall versammeln sich die ungewollten Mitbewohner darin, so dass man sie am nächsten Tag aussetzen oder entsorgen kann. Als Futterköder kann ebenfalls eine mit Honig bestrichene Pappschachtel dienen. Bei all diesen Hausmitteln ist zu beachten, dass sie die Insekten lediglich fernhalten oder Menschen beim Einfangen unterstützen. Im Gegensatz zu chemischen Sprays und Ködern sind sie in der Regel nicht tödlich.

Was haben Silberfische mit Schimmel zu tun?

Silberfischchen können auch als Nützlinge betrachtet werden, denn sie fressen Schimmelpilze und warnen damit vor mangelnder Hygiene im Haushalt. Wenn sie auftreten, lässt sich dies als erster Hinweis für Schimmel in der Wohnung deuten. Große Ansammlungen der Winzlinge entwickeln sich häufig in Räumen, wo bereits ein beachtlicher Schimmelbefall vorherrscht. Sie ernähren sich von den Pilzsporen, die bei Menschen beim Einatmen allergische und reizende Reaktionen hervorrufen können. Häufig entsteht Schimmel im Verborgenen hinter Schränken und Spülen. Wimmelt es auf dem Boden plötzlich vor silbrigen Lästlingen, sollte man den Anblick als Alarmsignal auffassen, die hygienischen Maßnahmen im Haus überdenken und gegebenenfalls verändern.

Weitere Tipps & Tricks findet ihr bei DFNT...