Eine vielfältige Szene

Party im Pott! 3 Top-Clubs im Ruhrgebiet unter die Lupe genommen

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Wer im Ruhrpott die Nacht zum Tage machen möchte, der muss nach einem trendigen Club nicht lange suchen.

Freitag. Der fünfte Tag der Woche ist für viele weit mehr als „nur“ das Ende der Arbeitswoche. Es ist der Anfang einer rauschenden Party! Clubbing ist angesagt: Tanzen, bis der Arzt kommt. Gerne ein Gläschen mehr heben. Mit Freuden lachen, quatschen und einfach mal die Fünf, die Sieben und die Neun gerade sein lassen. Und dass der Ruhrpott weiß, wie man ordentlich feiert, das beweisen nicht zuletzt die vielen, coolen Clubs, die den Feierwütigen jedes Wochenende eine passende Bühne bieten. Folgend werden drei der besten Locations im Ruhrgebiet vorgestellt.

Party im Penthouse: Die Nachtterrasse in Bochum 

Alleine schon die Vorstellung, mit seiner neuen Flamme, die man ganz bequem und stresslos über eine Casual-Dating-Plattform kennengelernt hat, in einem Penthouse mitten in der Bochumer Innenstadt zu feiern, das hat schon etwas Elitäres! Kenner der hiesigen Party-Szene wissen wahrscheinlich schon jetzt, wo diese Location zu finden ist: Im Bermuda3eck! Logisch. Und sie kennen bestimmt auch eine oder zwei Anekdoten zum Club. Zum Beispiel, dass der Laden als „Apartment45“ satte 10 Jahre lang für großartige Nächte mit klasse Stimmung gesorgt hatte. Eine Ikone des lokalen Nachtlebens! Sie wissen auch, dass diese einzigartige Location dann als Club „Viktoria“ hätte aufmachen sollen, dass das trotz guter Ansätze und Erweiterungspläne offensichtlich nicht so richtig funktioniert hat. Und dass – zum Glück! – dann ein Urgestein der Bochumer Gastro-Szene (Erkan Aydin) sich dem Projekt angenommen, und mit der „Nachtterrasse“ eine geniale Location wiederbelebt hat. 

Was aber alle wissen, die schon einmal in der Nachtterrasse das Tanzbein geschwungen haben, ist, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist. Drei Floors (inklusive Dachterrasse), cooles Publikum, diverse Musikrichtungen, beachtliches DJ-Lineup, tolles Team ... Party Deluxe, eben! 

Eine Night – Drei Rooms: Die „Discotheque Nightrooms“ in Dortmund 

Die Bezeichnung „Großraumdisco“ hat für viele Nachtschwärmer irgendwie immer einen faden Beigeschmack. Das gilt zumindest für einen Großteil all jener Partywütigen, die ihren 25gsten Geburtstag hinter sich gelassen haben. Hier schwingen – zumindest unterbewusst – Bilder von zugestopften Tanzflächen, meilenlange Kloschlagen, maximale Chancen, seine Freunde zu verlieren, und Dehydrations-Panik-Attacken, weil man seit gefühlten Stunden auf sein Bier wartet. 

STOPP! 

Die „Discotheque Nightrooms“ in der Dortmunder Innenstadt ist sicherlich alles andere als ein familiärer Underground-Club, in dem 100 Leutchen gemeinsam abfeiern. Mit drei Floors zählt diese Top-Location schon zu den Großen, was sich aber dank der tollen Aufteilung des Clubs sofort relativiert. Jeder Floor lock mit einem eigenen Musik-Genre – von House über RnB bis hin zu den aktuellen Chart-Breakern – und lässt somit auf jedem Floor eine super relaxte, angenehme Stimmung entstehen. Das ist natürlich nicht nur dem Club selbst geschuldet, sondern zum großen Teil dem Publikum. Wichtig: Die Tür ist nicht ohne! Wer hier im abgewracktem Schlabber-Look aufkreuzt, der wird es sehr schwierig haben, die heiligen Hallen des Nightrooms zu betreten. 

Freigeistigkeit im Betonkleid – Der „Goethebunker“ in Essen 

Um dem stylish-schicken Ansatz des Nightrooms auf ultra-coole, leicht anarchistisch angehauchte Art und Weise entgegenzuwirken, kann der Weg nur nach Essen führen. Genauer gesagt in die Goethestraße und dort in den gleichnamigen Bunker. Ja. Tatsächlich. Ein alter Kriegsbunker ist heute einer der außergewöhnlichsten und „realsten“ Clubs der deutschen Electro-Szene. Wer den Techno-Baum mit all seinen Verästelungen und Blüten zu schätzen weiß, der ist hier in den allerbesten Händen. So geben sich zwar auch viele namhafte DJs im Goethebunkre die Ehre, doch auch wirklich gute Residents leben sich hier musikalisch aus. Das ist auch so gewollt. Hier werden nicht nur gradlinig die Tracks abgespult, die in den Szene-Treibern wie Berlin den Ton angeben. Hier kommt aus den Boxen, was sich gerade gut anfühlt. Was Spaß macht. Und zwar der Person hinter den Plattentellern wie auch dem Publikum. Mit seinen zwei Floors, die von ihrer Größe her angenehm bemessen sind, mit dem liebevollen, coolen Dekor, dem wirklich netten Team, der lockeren Tür-Politik und einem großenteils sehr herzlichen Publikum schaffte es der Goethebunker, eine wunderbare Atmosphäre zu kreieren. Da kommen auch ältere Technokinder noch ins Schwärmen. 

Warum denn nach Berghain schweifen, wenn das Glück so nahe liegt?

Ein Fazit zu dem Club-Angebot im Ruhrgebiet

 Die drei Clubs, die ihren Weg in diesen Artikel fanden, stellen nur die Spitze des Vulkans dar, auf dem es sich im Ruhgebiet tanzen lässt. Jede größere City im Pott kann mit mindestens einer großartigen Location aufwarten. Das „Altes Kino“ in Bottrop, der „Ballermann 6“ in Mühlheim, der „Dschungel Club“ in Moers oder der „Luxury 8 Club“ in Hagen – die Liste lässt sich ellenlang fortführen. Es ist für jeden Musikgeschmack gesorgt. Von House über Heavy Metal bis zum Schlagerabend. Das Ruhrgebiet rockt. Wer hier eine Nacht oder gleich das ganze Wochenende durchfeiern möchte, der kann im Pott buchstäblich auf dem Vollen schöpfen.