Online versus Offline-Casinos: Wo liegen die Unterschiede?

+

Glücksspiel ist heutzutage so präsent wie nie. Ein Grund dafür sind die zahlreichen Online Casinos, die sich im Laufe der letzten Jahre und in Zuge der Digitalisierung vermehrt einen Platz im Internet ergattert haben. Gleichwohl existieren aber immer noch die klassischen Spielhallen. Auch im Ruhrgebiet gibt es das ein oder andere stationäre Casino, das sich [...]Weiterlesen

Glücksspiel ist heutzutage so präsent wie nie. Ein Grund dafür sind die zahlreichen Online Casinos, die sich im Laufe der letzten Jahre und in Zuge der Digitalisierung vermehrt einen Platz im Internet ergattert haben. Gleichwohl existieren aber immer noch die klassischen Spielhallen. Auch im Ruhrgebiet gibt es das ein oder andere stationäre Casino, das sich an großer Beliebtheit erfreut. Und obwohl sich beide Modelle dem Vergnügen der Spieler verschrieben haben, gibt es teilweise große Unterschiede, die der folgende Beitrag verrät.

Unterschied 1: Der Ort des Geschehens

Ein entscheidender Unterschied ist der „Ort des Geschehens“. Bei klassischen Spielhallten sind es die begehbaren Räumlichkeiten einer Immobilie. Spieler haben die Möglichkeit, die Spielbank während der Öffnungszeiten zu besuchen. Bei Online Casinos liegt der Fall etwas anders. Diese befinden sich nämlich im Internet, sodass sie physisch nicht betreten werden können. Im Gegenteil, denn sie sind nur online verfügbar. Daher bekommen Spieler im Internet beispielsweise auch nicht mit, wenn wie am Beispiel Hagen, Spielhallenbetreiber einer Razzia unterzogen werden.

Online wird das dann einfach als „Wartungsarbeiten“ verkauft, was dem Image des Casinos weniger schadet als die Aussage „wegen Razzia geschlossen“. Wer wissen möchte, wo sicheres Spielen online möglich ist, der sucht seriöse Anbieter auf nachgefragt.net. Hier wurden die aufgeführten Online Spielhallen auf Angebot, Vor- und Nachteile, Benutzerfreundlichkeit, Boni und Einzahlung geprüft. Interessierte bekommen so einen guten Überblick über die Anbieter.

Unterschied 2: Proberunden im Online Casino

Während es in stationären Casinos unüblich ist, dass Spieler sich an einer „Proberunde“ versuchen, ist das bei den meisten Plattformen im Internet schon Standard. Wer möchte, kann zunächst ein paar Spins mit Spielgeld tätigen, um ein Gefühl für das Online-Gaming zu bekommen. Dabei verlieren Anfänger kein eigenes Geld, können dementsprechend aber auch nichts gewinnen. In einer stationären Spielothek gibt es diesen Luxus nicht. Entweder ein Spieler tätigt einen Einsatz an einem Automaten oder einem Tisch oder nicht. Spielgeld ist hier keine Option.

Unterschied 3: Öffnungs- und Servicezeiten

Ein weiterer sehr großer Unterschied zeigt sich im Bereich Öffnungs- und Servicezeiten. Normalerweise schließen stationäre Spielhallen zu fortgeschrittener Stunde. Häufig handelt es sich dabei um eine Uhrzeit in den frühen Morgenstunden. Bei einem Anbieter ist das 1 Uhr morgens, beim nächsten sogar 2 Uhr morgens. Im Gegensatz dazu hat die Online-Welt immer geöffnet. Rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche haben Spieler, die Möglichkeit Einsätze zu platzieren, Spins zu tätigen oder auf bestimmte Ereignisse zu wetten. Sie müssen sich weder an Öffnungs- noch an Schließzeiten halten.

Gleiches gilt für den Service. Logischerweise steht dieser im stationären Casino nur zu den Öffnungszeiten zur Verfügung. Anders ist das online, denn hier gibt es bei richtig guten Anbietern einen 24-Stunden-Kundenservice, der für alle Anliegen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Und wer auch außerhalb von PC und Laptop in der Mittagspause oder unterwegs zocken möchte, kann dies in einem Online Casino dank mobiler Variante tun. Fast jeder Dienstleister hat mittlerweile eine Casino-Version fürs Smartphone parat, sodass immer und überall gespielt werden kann.

Unterschied 4: Die Atmosphäre

Nachteil an den Online Casinos ist die fehlende Atmosphäre, die grundsätzlich nur in stationären Spielhallen so richtig fühlbar ist. Während es online niemanden stört, ob der Spieler in Jogginghose oder Jeans vom dem PC sitzt, gilt es sich im Offline-Casino ein wenig herauszuputzen. Anzug, Krawatte und Abendkleid sind an der Tagesordnung. Zudem tragen gut gekleidete Dealer ebenfalls dazu bei, dass die Atmosphäre auf ein anspruchsvolles Niveau gehoben wird. Auch, wenn die Live Casinos im Internet versuchen diese Atmosphäre nachzuahmen, kommen sie nicht ganz an das Gefühl vor Ort heran.

Unterschied 5: Die gesetzliche Lage

In puncto Gesetzeslage differenzieren sich die Casinos ebenfalls voneinander. Während Spielhallenbetreiber sowohl eine offizielle Lizenz als auch eine Erlaubnis zum Betrieb von Glücksspielen erhalten, ist das für Online-Dienstleister im deutschen Raum aktuell nicht ganz so einfach. Es gibt zwar Lizenzen, die das Bundesland Schleswig-Holstein als Einzelkämpfer auf diesem Posten vergibt, aber richtig geregelt ist das Online-Glücksspiel nicht. Seit mehreren Jahren herrscht in diesem Bereich Ungewissheit bezüglich der Rechtslage, weshalb sich Online Casinos seit jeher in einer Grauzone befinden. Um dies zu ändern soll der Glücksspielstaatsvertrag in den kommenden Jahren angepasst werden. Wann das soweit ist, steht allerdings noch nicht fest.

Unterschied 6: Der Aufbau und die Organisation

Zu guter Letzt unterscheiden sich On- und Offline-Casinos in Aufbau und Organisation. Während terrestrische Spielbanken beispielsweise Räumlichkeiten, demnach also eine Immobilie benötigen, wo a) der Betrieb von Glücksspielen erlaubt ist und b) ausreichend Platz für Tische, Automaten und Co. vorhanden ist, brauchen Online-Anbieter eine Webseite mit guter Programmierung. Im Internet ist es natürlich möglich ein Plus an Spielen anzubieten, da der Raum schließlich nur virtuell zur Verfügung stehen muss. Allerdings brauchen beide Variante ausreichend Kapital, um das Business auf die Beine zu stellen.

Berührungspunkt: Beide Casinos können süchtig machen

Glücksspiel hat eine lange Geschichte wie auf uni-hohenheim.de nachzulesen ist. Ob römisches Reich, Mittelalter oder Neuzeit, es erfreute sich schon immer an großer Beliebtheit. Daher ist es auch kein Wunder, dass die beiden vorgestellten Casino-Varianten bis heute einen Berührungspunkt miteinander teilen. Dabei handelt es sich um die Glücksspielsucht, die sowohl Online- als auch Offline-Spieler befallen kann. Oft merken Betroffene erst gar nicht, dass sie sich in einem Teufelskreis befinden. Irgendwann wird das Spielen zum Zwang. In der Regel hören Spielsüchtige erst auf, wenn kein Geld mehr vorhanden ist. Welche Ausmaße diese Sucht mittlerweile angenommen hat, lässt sich auch an den Neubauplänen am Schulzentrum Hacheney in Dortmund erkennen. Hier soll eine Suchtklinik für Alkohol- und Spielsucht sowie für Medikamenten- und Cannabisabhängigkeit entstehen.

Tipp: Wer mehr zum Thema „Glücksspielsucht“ erfahren will, der schaut mal bei spielen-mit-verantwortung.de vorbei.