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Lebensmittelmotten: So erkennst, bekämpfst oder verhinderst Du einen Befall

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Gespinste im Mehl, gelbliche Larven, die sich von den Vorratsschränken abseilen oder durcheinanderflatternde Motten beim Betreten des Vorratsraumes: Wer einmal Lebensmittelmotten hatte, erkennt die Anzeichen eines Befalls direkt.

Vor allem Mehlmotten kommen in deutschen Privathaushalten häufig vor und verursachen wirtschaftliche Schäden. Wir erklären Dir, wie Du einen Befall verhindern und wie Du die Schädlinge erkennen kannst. Außerdem geben wir dir einen Überblick darüber, welche Möglichkeiten Du hast, falls Du Lebensmittelmotten bekämpfen musst.

Wie entstehen Lebensmittelmotten und wo legen diese ihre Eier ab?

Unwahrscheinlich ist, dass die Motten durch das Fenster in die Küche gelangen: Befruchtete Weibchen können kaum fliegen und bewegen sich eher hüpfend und krabbelnd fort. Stattdessen werden die Schädlinge meist mit gekauften Lebensmitteln eingeschleppt. In Lagern und Verkaufsräumen können sie sich durch mangelnde Vorkehrungen und Kontrollen vermehren. Ein Befall mit Speisemotten kann jedoch ebenso ohne Verschulden entstehen: Da sich die meisten Lebensmittelmotten durch handelsübliche Verpackungen fressen können, ist es kaum möglich, die Schädlinge immer fernzuhalten. Lebensmittelmotten legen ihre Eier direkt auf Lebensmitteln ab, die sich als Nahrung für die geschlüpften Raupen eignen. Sie sind die tatsächlichen Schädlinge und fressen sich – je nach Art – durch Reis und Hafer, Mehl und Nudeln, Mais oder sogar Schokolade.

Woran erkenne ich einen Befall mit Lebensmittelmotten?

Der Lebensmittelbefall wird je nach Lebensphase der Insekten auf unterschiedliche Arten sichtbar. Mit Lebensmittelmotten befallene Nahrungsmittel kannst Du schon an den Gespinsten erkennen. Zusammenklebende oder sogar von der Verpackung hängende Körner sind ein eindeutiges Zeichen. Wenn aus den Eiern Raupen schlüpfen, lassen sich diese mit dem bloßen Auge erkennen. Oft bewegen sich die Insekten von den befallenen Lebensmitteln weg und versuchen, geeignete Orte für die Verpuppung zu finden. Viele Betroffene entdecken den Befall erst dann, wenn die nachtaktiven Falter schlüpfen. Sie sitzen tagsüber an den Wänden und sind dann gut erkennbar. Lebensmittelmotten sind meist klein und zwischen 8 und 14 mm lang. Je nach Art ist ihre Färbung unterschiedlich: Kornmotten sind braun-grau, Mehlmotten silbrig-grau und Mehlzünsler braun-violett und weislich-grau.

Lebensmittelmotten bekämpfen: Wie wird man die Plagegeister wieder los?

Der wichtigste Schritt ist, alle befallenen Nahrungsmittel wegzuwerfen und alle verbliebenen in feste Behälter umzufüllen. Darüber hinaus gibt es diverse chemische und biologische Mittel gegen die lästigen Insekten. Eine Pheromonfalle eignet sich vor allem, um einen Befall nachzuweisen. Gegen die Schädlinge helfen sogenannte Repellentien: In ihnen sind Duftstoffe enthalten, die einen für die Speisemotten unangenehmen Geruch verströmen. Eine weitere biologische Maßnahme ist der Einsatz von Schlupfwespen. Auch eine chemische Bekämpfung der Insekten mit insektiziden Wirkstoffen ist möglich. Sie enthalten üblicherweise Nervengifte und Du solltest sie deswegen erst dann einsetzen, wenn die anderen Maßnahmen scheitern. Dann ist es zudem sinnvoll, wenn Du einen Schädlingsbekämpfer um Hilfe bittest.

Kann ich einem Befall von Lebensmittelmotten vorbeugen?

Lebensmittelmotten werden oft mit dem Einkauf ins Haus gebracht. Deswegen ist eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen, alle neuen Lebensmittel direkt auf Beschädigungen und Gespinste zu kontrollieren. Außerdem fressen sich die Motten zwar durch Plastik, jedoch nicht durch Glas, Keramik, Metall oder dickeren Kunststoff. Deswegen solltest Du gefährdete und wertvolle Lebensmittel in entsprechenden Behälter umfüllen. Außerdem kannst Du den Vorratsschrank oder Raum mit DFNT Anti- Mottenspray vorbeugend behandeln.

Welche Lebensmittel werden von Motten befallen?

Welche Lebensmittel befallen werden, hängt von der Art der Motte ab. Für Privathaushalte ist vor allem die Mehlmotte ein häufiges Ärgernis. Wie ihr Name schon verrät, hat sie es besonders auf Getreideprodukte und Backwaren abgesehen. Doch auch Nüsse, Schokolade, Hülsenfrüchte oder sogar Trockenfutter sind vor ihr nicht sicher. Bei Mehlzünslerlarven und Dörrobstmotten stehen ähnliche Lebensmittel auf dem Speiseplan.

Lebensmittelmotten bekämpfen: Sind die Schädlinge gefährlich?

Grundsätzlich sind Lebensmittelmotten nicht gefährlich. Vor allem die in Privathaushalten häufige Mehlmotte gilt nicht als Krankheitsüberträger. Allerdings sind von Motten befallene Lebensmittel verdorben und sollten entsorgt werden. Bei Verzehr drohen sonst Allergien, Magen-Darm-Erkrankungen oder Hauterkrankungen.

Wie funktioniert die Bekämpfung von Mehlmotten mit Schlupfwespen?

Schlupfwespen sind natürliche Fressfeinde von Mehlmotten. Sie legen ihre Eier in die Motteneier, die dadurch absterben. Die Schlupfwespe selbst verschwindet, wenn es keine Motteneier mehr gibt. Sie kann sich selbst dann auch nicht mehr fortpflanzen. Bis dahin stören die kleinen Insekten deutlich weniger als Lebensmittelmotten: Sie sind nur einen halben Zentimeter groß, völlig ungefährlich und schädigen Deine Lebensmittel nicht. Lebende Schlupfwespen werden auf Kärtchen verkauft, die Du in den befallenen Vorratsschrank legen kannst. Damit alle Generationen und Nachzügler der Motten unschädlich gemacht werden, musst Du sie innerhalb von zehn Wochen drei- bis viermal erneuern. Wer einen schnelleren Effekt wünscht oder sich mit Schlupfwespen nicht anfreunden kann, sollte sich ein Anti- Mottenspray wie von DFNT anschaffen.

Gibt es einen Unterschied zwischen der Lebensmittelmotte und der Kleidermotte?

Der wichtigste Unterschied zwischen Lebensmittelmotte und Kleidermotte ist die Schadwirkung. Die Larven von Kleidermotten befallen Materialien mit einem Wollanteil. Sie zählen zu den Materialschädlingen. Lebensmittelmotten sind hingegen Vorratsschädlinge und befallen Nahrungsmittel. Deswegen unterscheidet sich auch der Lebensraum: Kleidermotten sind in der Regel im Kleiderschrank und in der Nähe von Textilien zu finden, Lebensmittelmotten hingegen in der Küche oder im Vorratsraum. Beide sind optisch leicht zu unterscheiden: Die Kleidermotte ist mit ihrer strohgelben Färbung deutlich heller als die üblichen Vorratsschädlinge und hat zudem keine Flecken oder andere Zeichnungen auf den Flügeln.

Weitere nützliche Tipps für die Bekämpfung von Motten findest Du auf motten-loswerden.de.