Ein Grund zur Kündigung?

Wie Unternehmen ihren Arbeitnehmern eine unerlaubte Nebentätigkeit nachweisen können

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Wie Unternehmen ihren Arbeitnehmern eine unerlaubte Nebentätigkeit nachweisen können

Arbeitgeber, die befürchten, dass einer ihrer Mitarbeiter einer unerlaubten Nebentätigkeit nachgeht, stellen sich oft die Frage, wie sie ihren Angestellten das Fehlverhalten nachweisen können.

  • Nicht selten gehen Arbeitnehmer einer unerlaubten Nebentätigkeit nach.
  • Für Unternehmen gibt es Möglichkeiten, ihnen auf die Schliche zu kommen.
  • Den Mitarbeitern kann dann mitunter eine Abmahnung drohen.

Das gilt insbesondere dann, wenn sie das Gefühl haben, dass Material aus dem Unternehmen dafür verwendet wird. Auch wer vermutet, dass ein Mitarbeiter die eigenen Auftraggeber abwirbt, sollte dringend handeln und versuchen, gerichtsverwertbare Nachweise zu erhalten. Nur so lässt sich das Fehlverhalten des Angestellten zur Rechenschaft ziehen.

Was ist eine unerlaubte Nebentätigkeit?

Von einer unerlaubten Nebentätigkeit kann immer dann gesprochen werden, wenn der Mitarbeiter für einen direkten Konkurrenten arbeitet oder in derselben Branche eine selbstständige Tätigkeit ausübt. Auch das Abwerben von Auftraggebern des Unternehmens ist nicht gestattet. Darüber hinaus gibt es weitere Vergehen, gegen die sich Arbeitgeber zur Wehr setzen können. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Der Mitarbeiter geht während seines Urlaubs einer Nebentätigkeit nach. Der Urlaub dient zur Erholung, die durch den Nebenjob gefährdet wird.
  • Der Angestellte ist krankgeschrieben, geht aber dennoch einer genesungswidrigen Nebentätigkeit nach.
  • Der Mitarbeiter geht einer nicht angemeldeten Nebentätigkeit zur Nachtzeit nach und ist bei der Arbeit müde und unkonzentriert, wodurch seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist.
  • Der Arbeitnehmer geht einer vom Arbeitgeber erlaubten Nebentätigkeit nach, benutzt aber dafür unerlaubterweise das Firmenfahrzeug und/oder die firmeneigenen Arbeitsmaterialien, sodass es zu Lagerschwund im Unternehmen kommt.
Wer unerlaubten Nebentätigkeiten nachgeht, dem droht eine Abmahnung seines Arbeitgebers.

Übrigens: Auch Arbeitszeitgrenzen müssen vom Arbeitnehmer eingehalten werden. Das Arbeitszeitgesetz schreibt zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer maximale Arbeitszeiten vor. In der Regel liegt diese Höchstzeit bei 48 Stunden pro Woche. Wer bereits 40 Stunden für den Hauptarbeitgeber arbeitet und dann noch einmal 10 Stunden für den Nebenjob, überschreitet die maximalen Arbeitszeiten.

Wie kann die unerlaubte Nebentätigkeit nachgewiesen werden?

Wer vermutet, dass ein Mitarbeiter einer unerlaubten Nebentätigkeit nachgeht, ist gut damit beraten, sich an einen Profi wie etwa die Detektei Dortmund zu wenden. Eine solche Detektei überwacht den entsprechenden Mitarbeiter absolut diskret, um Nachweise für die Vermutung zu finden, die vor Gericht verwertbar sind. Die Beweise helfen dabei, um sich gegen das Verhalten des Mitarbeiters zur Wehr zu setzen. Vorher ist eine persönliche Beratung durch einen Detektiv sinnvoll, um herauszufinden, welches Vorgehen im konkreten Fall am besten geeignet ist.

Unerlaubte Nebentätigkeit – ein Kündigungsgrund?

Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer ihre Arbeitskraft nicht unbedingt ausschließlich bei einem Hauptarbeitgeber zur Verfügung stellen. Sie haben die Berechtigung, neben der hauptberuflichen Tätigkeit noch weiteren nebenberuflichen Arbeiten nachzugehen. Dabei gilt jedoch, dass die zusätzlichen Tätigkeiten weder im Vertrauenssektor noch im Leistungsbereich stören dürfen. 

Kann ein Arbeitnehmer wegen der Nebentätigkeit seinen Verpflichtungen im Hauptbeschäftigungsverhältnis nicht mehr ordnungsgemäß nachkommen, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, die Nebentätigkeit zu untersagen. Geht der Mitarbeiter dieser nebenberuflichen Tätigkeit dann weiter nach, ist es möglich, eine Abmahnung wegen unerlaubter Nebentätigkeit auszusprechen oder dem Arbeitnehmer sogar zu kündigen. 

Dasselbe gilt, wenn die Nebentätigkeit in Konkurrenz zur Haupttätigkeit steht. Dann ist es dem Unternehmen ebenfalls möglich, den Mitarbeiter dazu aufzufordern, die Nebentätigkeit aufzugeben. Sollte er dem nicht nachkommen, ist oftmals sogar eine fristlose Kündigung möglich.