Kostbares Naturprodukt aus Neuseeland

Besser als Antibiotika? So hilft Manuka Honig durch den Herbst

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Honig ist nicht nur als Süßungsmittel beliebt, sondern wirkt auch als altes Hausmittel gegen allerlei Wehwehchen. Dass ein ganz besonderer Honig sogar mit Antibiotika konkurrieren kann, wird einige noch überraschen. Er stammt aus Neuseeland und heißt Manuka.

Sein Preis ist enorm, doch Studien bestätigen seineSuper-Kräfte. Das gelbliche Bienenprodukt ist als Brotaufstrich in vielen Haushalten sehr beliebt. Neben seiner Süße, wird Honig aber auch für die Schönheit und Gesundheit eingesetzt. Unsere Großmütter schworen darauf, dass Honig schnell kleinere Verletzungen heilen lässt. Laut einiger Studien ist bestimmter Honig sogar besser als Antibiotika: und zwar Manuka Honig. Manuka Honig soll sogar für Krankenhäuser geeignet sein, um die dort häufig anzutreffenden gefährliche Keime zu bekämpfen. In Zukunft könnten damit beispielsweise wichtige Hilfsmittel wie Katheter gereinigt werden.

Vom Brotaufstrich zum Antibiotikum

Manuka ist benannt nach dem auf den neuseeländischen Inseln vorkommenden Baum. Seine Pollen werden von Bienen gesammelt, wie bei unserem Honig auch. Die Maoris wussten bereits früh um die heilende Kraft. Hierzulande einst unbekannt, haben

Wissenschaftler der Dresdner Technischen Universität

in den 90er Jahren herausgefunden, welche entscheidenden Vorteile das Naturprodukt birgt, als sie ihn zufällig genauer unter die Lupe nahmen.

Wissenschaftler entdecken kostbares Naturprodukt aus Neuseeland

Die Untersuchungen ergaben, dass in Manuka-Honig eine besonders hohe Konzentration MGO zu finden ist, was die Forscher selbst überraschte. Die chemische Verbindung heißt Methylglyoxal und kann Bakterien bekämpfen. In anderen Lebensmitteln kommt sie zwar auch vor, aber nur in sehr geringer Dosis. Seit Bekanntmachung der Dresdner Studie ist der Manuka-Honig aus Neuseeland hierzulande geradezu berühmt geworden. Internationale Prominente, die auf Schönheit und Gesundheit setzen, schwören auf das natürliche Produkt. Auf Amazon gibt es zahlreiche Anbieter und man findet auf vielen Verbraucherportalen Tests über

die besten Manuka Honige

im Internet. Selbst die

Stiftung Warentest

hat bereits über die bewiesene Heilkraft von Manuka berichtet. So wurden unter anderem die Forschungsergebnisse der Universität Ottawa in Kanada erwähnt, nach der Manuka-Honig bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung eine bessere Wirkung erzielt als herkömmliche Antibiotika, die bekanntlich mit Nebenwirkungen einhergehen können. Auch die Studien der Technischen Universität Dresden fanden Beachtung, denn dort wurde der hohe Gehalt an Methylglyoxal-Gehalts nachgewiesen.

Echter Manuka ist selten

Der Preis von Manuka ist deshalb viel höher als bei anderen Honigsorten, weil er sehr selten ist. Die heutige internationale Nachfrage übersteigt deutlich das Angebot. Die Imker in Neuseeland stellen jährlich nur etwa 1.700 Tonnen Manuka-Honig her. Also kann ein Glas schon mal 80 € kosten. Wer sein Geld investieren möchte, sollte sich sicher sein, dass es sich bei dem Produkt auch wirklich um echten Manuka handelt. Denn MGO ist auch künstlich herzustellen und günstigerem Honig beizumischen, was natürlich ein Schwindel ist, der sich aber gut vermarkten und verkaufen lässt. Wichtig bei der Kaufentscheidung ist, auf den MGO-Wert zu achten, der durchaus zwischen 30 und über 1.000 schwanken kann. Beim Vergleich verschiedener Manuka Honige fällt auf, dass der MGO-Wert häufig zwischen 200 und 400 liegt. Die Naturbelassenheit ist allen Produkten gemein, auch der angenehme Duft und die Freiheit von chemischen Zusätzen.

Aussichten rund um Manuka

Die Forschung rund um Manuka ist noch lange nicht abgeschlossen. Es wird angenommen, dass sich das Naturprodukt noch viel breiter einsetzen lässt als bisher. Gleichzeitig steigt natürlich die weltweite Nachfrage. Da Manuka bestimmte Klimabedingungen benötigt, die nicht in allen Gebieten der Erde herrschen, wird er immer selten bleiben. Neben Neuseeland versuchten sich jetzt auch die Australier am Bienenzüchten, um den begehrten Manuka zu produzieren. Denn im Südosten des Landes herrschen ähnliche Bedingungen wie in Neuseeland. Neuseeland wiederum pocht darauf, dass sich der kostbare Honig nur dann Manuka nennen darf, wenn er auch aus ihrem Land stammt. Wie dieser Streit ausgeht, bleibt noch abzuwarten. China, wohin viel Manuka exportiert wird, unterstützt Neuseeland bei dem Streit um das Namensrecht.

Auch heimische Honige haben Vorteile

Wem Manuka zu teuer ist, kann sich immer noch mit den heimischen Imkerprodukten zufriedengeben. Denn auch diese verfügen über schätzenswerte Vorteile. Aufgrund des Bienenmangels wird Honig auch hier immer kostbarer werden. Die Imker im Rhein-Ruhr-Gebiet haben beispielsweise gerade mit sehr niedriger Ernte zu kämpfen, so dass sich auch hier die Preise etwas erhöhen könnten. Wer Erkältungen vorbeugen, allgemein sein Immunsystem stärken oder etwas für seine Herzgesundheit und den Kreislauf tun möchte, greift trotzdem gerne zu dem süßen Naturprodukt. Gerade im Herbst ist Honig ein willkommenes natürliches Heilmittel, das dazu noch schmeckt und vielseitig als Lebensmittel eingesetzt werden kann. Um seine überzeugenden Vorteile zu nutzen, sollte es allerdings nicht erhitzt werden. In NRW gibt es sogar 3 JVA in denen sich Gefängnisinsassen um das flüssige Gold kümmern.