Tipps gegen erste Erkältungsanzeichen

Was tun zu Beginn einer Erkältung? Diese Tipps helfen!

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Temperaturen sinken & Tage werden kürzer: Im Herbst lauern Erkältungen überall. Diese Tipps helfen eine Erkältung abzuwehren.

Die Sonne geht früher unter, die Blätter werden bunt und die Temperaturen sinken — Herbstzeit ist Erkältungszeit. In jenen Monaten fängt man sich schnell Viren oder Bakterien ein, die häufig zur Erkältung führen. Doch wenn der Hals kratzt oder die Nase läuft, heißt das nicht automatisch, dass die Krankheit auch vollständig ausbricht. Verspüren Sie erste Beschwerden der Erkältung, können diese Tipps helfen, um Schlimmeres zu verhindern.

Mögliche Anzeichen einer Erkältung

Um dem Krankheitsverlauf einer Erkältung positiv zu beeinflussen, ist es hilfreich, bereits ihre Vorboten zu identifizieren. So können Sie frühzeitig Maßnahmen ergreifen und im Idealfall gegensteuern. Eine Möglichkeit, die nicht mehr besteht, wenn sich die Erkrankung schon ausgebildet hat. Zu den ersten Anzeichen gehören:

  • leichtes Kratzen und Gefühl von Trockenheit im Hals
  • trockener, unproduktiver Reizhusten nachts (ohne Auswurf)
  • Heiserkeit
  • Kribbeln in der Nase
  • häufiges Niesen
  • nasaler Sekretausfluss

Neben diesen vergleichsweise offensichtlichen Merkmalen sind auch eher versteckte Anzeichen möglich. Hierzu zählen generelle Lustlosigkeit oder Abgeschlagenheit, hohes Schlafbedürfnis und ständiges Frösteln beziehungsweise Frieren. Hier zeigt sich die Reaktion des Immunsystems, das sich allmählich auf die Bekämpfung der viralen und bakteriellen Eindringlinge vorbereitet.

Mit diesen Tipps die Erkältung abwehren

Eine grundsätzliche Maßnahme, um es Krankheitserregern schwer zu machen, ist gute Hygiene. Vor allem bei Kontakt mit anderen Menschen werden die kleinen Störenfriede übertragen. Es lohnt sich also, häufig die Hände zu waschen, soweit möglich ein Berühren gemeinsam genutzter Gegenstände (etwa Türklinken im Büro oder Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln) zu vermeiden und gegebenenfalls ein Handdesinfektionsmittel zu benutzen. Wird der Organismus doch kontaminiert, helfen folgende Tipps zur Abwehr, bevor die Erkältung ausbricht:

  • Schonen: Oberstes Gebot bei den ersten Symptomen einer Erkältung ist, dem angeschlagenen Körper ausreichend Ruhe zu verschaffen. Übernehmen Sie sich nicht mit Ihren alltäglichen Aufgaben und versuchen Sie übermäßige körperliche Anstrengung zu umgehen.
  • Ausreichend Schlaf: Ebenso wichtig für die Immunabwehr ist die Qualität und Dauer der nächtlichen Bettruhe. Die meisten Menschen brauchen etwa 6 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht.1 Unausgeschlafen verringert sich die körpereigene Fähigkeit, gegen Viren und Bakterien vorzugehen. Krankheiten brechen so schneller aus. Hilfreich für einen gesunden Schlaf ist beispielsweise eine optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Diese liegt in einem Bereich zwischen 45 und 55 Prozent. Es kann helfen, vor dem Schlafengehen zu lüften und das Schlafzimmer nicht übermäßig zu heizen. Die ideale Zimmertemperatur zum Schlafen liegt bei etwa 15 bis 18 Grad Celsius.2
  • Wasser und Tee trinken: Um die möglicherweise trockenen Schleimhäute zu befeuchten oder schon bestehenden Schleim beziehungsweise Krankheitserreger abzutransportieren, ist es hilfreich, dem Körper viel Flüssigkeit zuzuführen. Am besten geeignet sind stilles Wasser und Salbeitee, welcher entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. 
  • Heißes Fuß- oder Vollbad: Wärme ist nicht nur wohltuend, sie hilft mitunter auch dabei, die Schleimhäute besser zu durchbluten. Dadurch kann die Immunabwehr verbessert und die Vermehrung von Erregern zu reduziert werden. Bei einem Fußbad tauchen Sie Ihre Füße zunächst in lauwarmes Wasser und lassen solange heißes Wasser zulaufen, bis es Ihnen gerade noch angenehm ist. Im Anschluss daran duschen Sie Ihre Füße mit kaltem Wasser ab. Für ein heißes Vollbad eignen sich unterschiedliche Badezusätze (zum Beispiel mit Eukalyptus), um den anregenden Effekt zu verstärken und möglicherweise bereits bestehende Symptome zu lindern.
  • Inhalieren oder Spülen mit Salzwasser: Als kleine Wunderwaffe zu Beginn einer Erkältung gilt Kochsalz. Was tut es? Das Salz unterstützt die natürliche Funktion unserer Schleimhäute und kann seine lindernde Wirkung in unterschiedlicher Form entfalten. Egal ob als Spray, Spülung oder zur Inhalation — Sie müssen nicht zwingend in die Apotheke gehen, sondern können sich auch zu Hause behelfen. So können Sie beispielsweise Kochsalz in Wasser auflösen und den Dampf inhalieren. Oder Sie lassen das Gemisch abkühlen, bevor sie damit etwa eine Nasendusche befüllen.

Allgemein gilt: Sollten die Beschwerden über mehrere Tage bestehen bleiben, empfiehlt sich der Besuch beim Allgemeinarzt. Zu Beginn einer Erkältung ist jedoch von der präventiven Einnahme von Arzneimitteln abzuraten. Nehmen Sie entzündungshemmende oder schmerzstillende Medikamente nur bei bestehenden Beschwerden und idealerweise in Absprache mit Ihrem Hausarzt ein. 

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¹ Weeß, Hans-Günter: Die schlaflose Gesellschaft. Wege zu erholsamem Schlaf und mehr Leistungsvermögen. Stuttgart: Schattauer Verlag 2016. S.13.

² Schäfer, Ulrike u.a.: Gut schlafen — fit am Tag: Ein Traum? Berlin: AWB Wissenschaftsverlag 2004. S.35-36.