Allrounder zum Süßen

Zucker: Diese Eigenschaft lässt viele Köche staunen

Ob im Kaffee am Morgen oder als Zutat für süße Rezepte: Zucker nutzen viele von uns täglich. Aber wie lange ist das Süßungsmittel haltbar?

Deutschland – Die Adventszeit rückt immer näher und viele Hobbybäcker überlegen bereits, welche Plätzchen sie in diesem Jahr in der Weihnachtsbäckerei kreieren wollen. Eine Zutat, die bei den meisten Backrezepten oder Weihnachtsdesserts nicht fehlen darf, ist Zucker. Wer noch eine Packung in der hintersten Ecke des Vorratsschranks entdeckt hat, fragt sich vielleicht, wie lange er eigentlich haltbar ist.

Zuckersüß schmeckendes, kristallines Lebensmittel bezeichnet
HauptquelleZuckerrohr
Kalorien je 100 Grammca. 400

Wie lange ist Zucker haltbar?

Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig: Zucker zählt zu den wenigen Lebensmitteln, die tatsächlich ewig halten. Laut der seit Dezember 2014 geltenden EU-Lebensmittel-Informationsverordung gehört er damit auch zu den Lebensmitteln, die von der Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums befreit sind, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BmEL) erklärt.

Denn Zucker kann nicht verschimmeln oder verderben wie die meisten anderen Nahrungsmittel. Aber weshalb ist das so?

Haltbarkeit von Zucker – das Süßungsmittel verdirbt nicht

Erst einmal scheint es vielleicht wenig logisch, dass Zucker nicht verderben kann. Schließlich enthält Zucker mit rund 400 Kilokalorien je 100 Gramm viel Energie. Und wie schon kleine Kinder von ihrem Zahnarzt lernen, mögen auch Bakterien grundsätzlich Zucker.

Der Grund dafür, dass Zucker nicht schlecht wird, ist dennoch eigentlich ganz einfach: Denn wie Geo.de erklärt, benötigen Mikroorganismen, wie Bakterien oder Schimmelpilze, Wasser, um sich vermehren zu können. Zucker ist aber staubtrocken und enthält keinerlei ungebundenes Wasser.

Zucker – wie lange ist er haltbar?

Zucker hat eine starke Wasserbindungskraft – Bakterien sterben ab

Professor Andre Lipski vom Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn erklärt gegenüber Welt.de die Ursache wie folgt: „Zucker hat eine sehr starke Wasserbindungskraft und erzeugt damit einen hohen sogenannten osmotischen Druck.“

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Die Folge: Wenn beispielsweise Bakterien mit Zucker in Berührung kommen, verlieren sie all ihr Wasser. Daher sterben Bakterien, die auf den Zucker gelangen, ab – und das Lebensmittel verdirbt nicht. Richtig gelagert ist Zucker demnach auch nach Jahren noch haltbar. Das gilt nicht nur für Weißzucker, sondern auch für andere Zuckerarten, wie braunen Zucker oder Puderzucker.

Zucker ist ewig haltbar – und eignet sich als Konservierungsmittel

Mehr noch: Aufgrund seiner wasserbindenden Eigenschaft eignet sich Zucker auch dazu, Lebensmittel haltbar zu machen. Als alleiniges Konservierungsmittel wird Zucker allerdings in der Lebensmittelindustrie nur selten eingesetzt (Lifehacks bei RUHR24).

Ein Beispiel hierfür ist Marmelade. Entscheidend, um die Haltbarkeit zu erzielen, ist dabei auch die Zuckermenge – beispielsweise muss der Zuckergehalt bei Marmelade bei mindestens 50 Prozent liegen.

Rubriklistenbild: © Jiri Hera/Zoonar/picture alliance; Collage: RUHR24

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