Balkon oder Wohnzimmer?

Zitronenbaum überwintern: Mit dieser Pflege schafft er es durch den Winter

Wer einen Zitronenbaum überwintern will, sollte einiges beachten. Neben dem richtigen Standort ist auch die passende Pflege entscheidend.

Dortmund – Mit einem Zitronen- oder Orangenbaum holt man sich mediterranes Flair in den heimischen Garten. Doch die Pflanzen brauchen warmes Klima, um überleben zu können. Wenn sich in Deutschland der Winter mit dem ersten Frost ankündigt, kann es für den Zitrusbaum kritisch werden. Doch mit ein paar wenigen simplen Tipps, kann man den Zitronenbaum problemlos überwintern.

PflanzeZitronenbaum
FrüchteZitrone
HerkunftNordindien

Zitronenbaum überwintern: Auf dem Balkon kann die Pflanze nicht bleiben

Der Zitronenbaum ist wie viele andere Pflanzen auch eine geeignete Kübelpflanze. Besitzt das Gefäß einen Wasserablauf am Boden, fühlt sich das Zitrusbäumchen richtig wohl – zumindest im Sommer. Denn sobald die Temperaturen unter fünf Grad sinken, wird es der mediterranen Pflanze zu frisch. Höchste Zeit erste Maßnahmen zu ergreifen, den Zitronenbaum zu überwintern.

Kübelpflanzen sollten zwischen Ende Oktober und Mitte November nach drinnen geholt werden – das gilt auch für den Zitronenbaum. Auf dem Balkon oder im Garten wird er kaum eine Chance haben, den Winter zu überstehen. Mit dem ersten Nachtfrost muss die Pflanze ins Warme. Lässt man den Baum draußen stehen, können irreparable Schäden entstehen (mehr Garten-Tipps bei RUHR24).

Laut Mein-schöner-Garten schädigen schon kurze Zeiträume unter 0 Grad den Zitronenbaum enorm. Deshalb lohnt es sich, die Pflanze rechtzeitig schon einige Tage vor dem ersten Frost im Herbst ins Winterquartier zu holen. Aber wohin mit der Pflanze? Ist sie im Keller oder im Wohnzimmer besser aufgehoben?

Zitronenbaum überwintern: Richtiger Standort ist entscheidend

Es gibt einige Faustregeln bei der Überwinterung der Zitruspflanzen. Wenn man diese beachtet, dürfte nichts mehr schiefgehen und im kommenden Frühjahr kann man sich wieder an den gelben Früchten erfreuen. Folgende Tipps und Tricks sind für die Überwinterung wichtig:

  • Am liebsten hat der Zitronenbaum Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Wer das Wohnzimmer im Winter auf gemütliche 22 Grad hochheizt, tut seinem Zitronenbaum nichts Gutes. Das Wohnzimmer ist damit nicht der geeignete Standort für die Überwinterung.
  • Auch der Keller kommt nur bedingt infrage. Denn Zitronenbäume lieben das Licht. Für die Überwinterung ist daher am besten ein heller Standort geeignet. Ein kühler Wintergarten, ein ungeheizter Hausflur oder ein Gewächshaus bieten sich beispielsweise an. Wer diesen Luxus nicht hat, kann sich aber auch mit einer LED-Beleuchtung aushelfen.
  • Die trockene Winterluft macht dem Zitronenbaum in der Regel zu schaffen. Es schadet nicht, die Pflanze regelmäßig mit Wasser zu besprühen.
  • Sparsam gießen, damit die Wurzel nicht fault. Auch auf Dünger kann in den Wintermonaten verzichtet werden.
Soweit sollte es nicht kommen: Kälte und Schnee schaden Zitrusbäumen.

Zitronenbaum überwintern: Was ist bei gelben oder abfallenden Blättern zu tun?

Hobby-Gärtner haben oft das Problem, dass sich die Blätter ihrer Zitronenbäume gelb verfärben oder sogar abfallen. Woran liegt das? Das kann zwei Gründe haben: Wenn die Zitruspflanze zu wenig Licht bekommt, lassen ihre Energiereserven langsam nach und sie reagiert mit Aststerben oder dem Verlust der Blätter auf den Lichtmangel.

Ein anderes Problem kann die einfallende Sonne im Frühjahr sein. Wenn sich dadurch die Blätter zu stark erwärmen, der Wurzelballen aber noch zu kühl ist, reagiert das Bäumchen oftmals auch, indem sie die Blätter abwirft. Auch hier ist der richtige Standort für die Überwinterung also entscheidend. Der Topf mit dem Zitronenbaum sollte laut Plantura so positioniert werden, dass sich auch der Kübel erwärmen kann. Dennoch gilt: Die Zitruspflanze sollte nicht zu oft umgestellt werden.

Zitronenbaum im Winter: Dann darf die Pflanze wieder nach draußen

Mit den ersten warmen Tagen im März oder April kann der Zitronenbaum auch wieder nach draußen ziehen. Allerdings sollte man den Wetterbericht im Auge behalten. Bei spätem Frost empfiehlt es sich, den Baum noch einmal für kurze Zeit ins Warme zu holen.

Der erste Standort im Freien sollte außerdem windgeschützt und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Denn der Zitrusbaum muss sich erst langsam wieder an die Sonne und die Wetterbedingungen gewöhnen. Dann ist es aber auch schon bald an der Zeit, ihn umzutopfen, damit er im Sommer wieder viele Zitronen trägt.

Übrigens: Hängen noch grüne Zitronen vom Vorjahr am Baum, müssen diese nicht abgemacht werden. Sie können über den Winter hängenbleiben, denn sie reifen im nächsten Frühjahr weiter.

Rubriklistenbild: © Nadtochiy Vladimir/dpa

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