Gefahr für die Leber?

Diese Zimt-Sorte solltet ihr beim Backen vor Weihnachten vermeiden

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Zimtsterne sind ein beliebtes Weihnachtsgebäck.

Zimt gehört zu Weihnachten wie der Eiffelturm nach Paris. Was die wenigstens wissen: Zwischen den beiden gängigen Sorten Ceylon und Cassia gibt es deutliche Unterschiede - eine kann sogar gesundheitsschädigend sein. 

  • Zimt ist in der Weihnachtszeit ein beliebtes Gewürz.
  • Kauft man losen Zimt im Supermarkt, hat man meistens die Wahl zwischen den Sorten Ceylon und Cassia.
  • Die Unterschiede liegen nicht nur im Preis.

Dortmund - Nicht nur Raclette-Geräte, die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen hat, sondern auch Zimsterne und andere "zimtige" Weihnachtsgebäcke sind in vielen Familien fester Bestandteil der besinnlichen Weihnachtszeit. Wer auf die fertigen Produkte aus dem Supermarkt verzichtet und stattdessen selbst das Nudelholz schwingt, greift in der Regel zu losem Zimt aus dem Regal.

Zimt im Test: Ceylon oder Cassia für Zimtsterne und Co.?

Schnell stößt man dabei auf die beiden Sorten Ceylon und Cassia. Viele Hobby-Bäcker kennen nicht einmal die Unterschiede zwischen den beiden Zimt-Sorten. Dabei sind die zum Teil gravierend und können mitunter gesundheitliche Auswirkungen haben.

Denn einige Zimt-Sorten enthalten von Natur aus Cumarin. Der Pflanzenstoff kann, wenn er in größeren Mengen eingenommen wird, die Gesundheit schädigen. Für verarbeitete Lebensmittel, wie zum Beispiel Zimtsterne, gibt es deshalb einen gesetzlichen Grenzwert. Nicht jedoch für den losen Zimt, den viele zum Backen verwenden.

Der WDR hat sich deshalb acht verschiedene Sorten losen Zimt im Labor genauer angesehen und einen Pâtissier verkosten lassen. Das Ergebnis sind deutliche Unterschiede zwischen den Sorten Ceylon und Cassia.

Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt

Der als "echte Zimt" geltende Ceylon-Zimt, der unter anderem aus Madagaskar und Sri Lanka importiert wird, enthält deutlich weniger Cumarin als der Cassia-Zimt und ist damit weniger gesundheitsschädlich. Anders als bei den Cassia-Zimtstangen, bei denen es sich um ein einzelnes gerolltes Rindenstück des Zimtbaums handelt, werden beim Ceylon-Zimt einzelne Schichten der inneren Rinde des Zimtbaums zusammengeschoben.

Video: Zimtsterne: Weihnachtsrezept

Der Stichprobentest des WDR, dessen Ergebnisse ihr hier nachlesen könnt, hat beim meist aus Indonesien und China stammenden Cassia -Zimt hingegen einen deutlich höheren Cumarin-Gehalt ergeben. Weil der Verbraucher selbst keine Möglichkeit hat, den exakten Wert festzustellen, empfiehlt der WDR beim Backen für Kinder und leberempfindliche Menschen nicht ausschließlich die Sorte Cassia zu verwenden.

Geschmacklich fällt der gesündere Ceylon-Zimt durch seinen würzigen und weniger zimtigen Geschmack auf. Die Sorte Cassia besitzt aufgrund des hohen Anteils an Zimtaldehyd ein typisch zimtiges Aroma.

Zimt im Test: Ceylon kostet mehr als Cassia

Wer beim Weihnachtsshoppen bereits viel Geld für Geschenke ausgegeben und eine gesunde Leber hat, sollte allerdings trotzdem besser zum Cassia-Zimt greifen. Denn im Vergleich mit dem hochwertigeren Ceylon-Zimt ist dieser deutlich günstiger.

So eine Info kann im Weihnachtsstress schon einmal untergehen, damit man diese aber nicht vergisst und generell entspannt durch die besinnliche Jahreszeit kommt, gibt es diese Weihnachts-Apps. Die haben neben leckeren Rezepten, praktischen Organisationshilfen oder lustigen Spielen so einiges zu bieten und versüßen die Zeit bis zum Fest. Und wer noch das passende Geschenk zu Heiligabend sucht, der kann kreativ sein und beispielsweise Natron verschenken. Denn Natron ist eine echte Wunderwaffe im Haushalt.

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