Zimmerpflanzen: Mit diesen Tipps überleben sie garantiert

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Zimmerpflanzen: Mit diesen Tipps überleben sie garantiert

Damit Zimmerpflanzen überleben, gilt es einiges bei der Pflege und Auswahl zu beachten. Mit diesen Tipps und Tricks kann das gelingen. Hier mehr erfahren.

Sie sind gut für das Raumklima und sie sehen schön aus: Zimmerpflanzen. Doch nicht immer gelingt die Pflege und sie lassen in kürzester Zeit die Blätter hängen. Dabei ist es gar nicht so schwer. Mit den richtigen Tipps gelingt der Indoor-Garten und das Überleben der Zimmerpflanzen ist garantiert.

  • Zimmerpflanzen sorgen für ein gutes Raumklima.
  • Zu hell, zu dunkel: Der Standort der Pflanze ist für ihr Überleben wichtig.
  • Dank weniger Tipps bekommt jeder einen grünen Daumen.

Zimmerpflanzen: Deshalb sind sie wichtig

Auch in der Redaktion von RUHR24 hat schon so manch eine Zimmerpflanze ihr Leben gelassen - das Büro war zu dunkel, niemand oder alle haben sie gegossen und niemand hat sie umgetopft. Damit ist jetzt Schluss. Wir haben uns eine kleine grüne Oase geschaffen - dank weniger Tipps.

Denn Zimmerpflanzen sind wichtig - nicht nur im Büro, sondern auch zuhause. Sie machen jedes Zimmer gleich viel wohnlicher. Außerdem sorgen sie für gute Luft. Sie sind ein wahrer Sauerstoffspender, Luftbefeuchter und können zudem noch Schadstoffe und Staub binden.

Vor allem im Winter sind Zimmerpflanzen ein echter Grund zum Aufatmen: Rund 90 Prozent des Gießwasser verdunstet über die Blätter und befeuchten so auf natürliche Weise das Raumklima. Und das ist während der Heizperiode meist eher trocken.

Auswahl: Diese Zimmerpflanzen sind besonders pflegeleicht

Viele kennen das Problem, dass die gerade neu gekaufte Zimmerpflanze bereits nach ihrer ersten Woche im neuen Zuhause schon wieder die ersten Blätter verliert. Doch anstatt aufzugeben, lohnt es sich, die Pflanzenvielfalt einmal genauer anzuschauen und zu einer einer pflegeleichteren Variante zu greifen.

Wir haben eine Auswahl an Zimmerpflanzen zusammengestellt, die keinen grünen Daumen erfordern:

  • Die Grünlilie gilt als völlig anspruchslos.
  • Die Efeu oder Efeutute gedeiht bei jedem Licht - egal ob wenig oder hell.
  • Der Bogenhanf ist perfekt geeignet für Anfänger.
  • Kakteen oder Sukkulenten überleben auch, wenn man sie längere Zeit vergisst zu gießen.
  • Eine Monstera benötigt wenig Licht und Wasser - sie ist sehr pflegeleicht.

Standort: Hier fühlen sich Zimmerpflanzen am wohlsten

Der richtige Standort für die grünen Mitbewohner ist eine heikle Angelegenheit - zu dunkel, zu viel Sonne, zu kalt, zu feucht. So herrscht beispielsweise im Bad regelrecht ein tropisches Klima, mit dem nicht alle Pflanzen klar kommen - Farne oder Orchideen hingegen gedeihen hier prächtig.

Das Treppenhaus oder das Schlafzimmer sind jedoch häufig relativ kühl. Hier finden robuste Zimmerpflanzen wie die Efeutute ihren Platz. Generell gilt jedoch, dass die Grünlinge immer in der Nähe des Fensters stehen sollen.

Möchte man dennoch auch eine dunkle Ecke im Raum begrünen, kann man sich bei der Wahl der Zimmerpflanze an folgenden Tipp von Rolf Möhrke, Fachberater des Landesverbandes der Gartenfreunde halten: "Je dunkler das Blatt, desto besser geeignet für dunkle Zimmer."

Das Überleben der Zimmerpflanzen ist eine Frage des Gießens

Die Bewässerung der Zimmerpflanzen ist der größte Risikofaktor - hier kann einiges schiefgehen. Schnell sind die grünen Mitbewohner übergossen oder vertrocknet.

Um zu überprüfen, ob die Pflanze Wasser braucht, steckt man einfach den Finger etwa 1cm in die Erde und fühlt, ob sie trocken ist. Einige Pflanzen, wie zum Beispiel Kakteen, brauchen allerdings erst wieder Wasser, wenn sie völlig ausgetrocknet sind.

Außerdem ist bei der Bewässerung zu beachten, dass Zimmerpflanzen in den Wintermonaten nicht so oft gegossen werden müssen. In der kalten Jahreszeit wachsen sie langsamer und brauchen daher weniger Energie.

Wasser und Dünger - das mögen Zimmerpflanzen

Braune Blätter sind dabei nicht immer ein Zeichen, dass der Pflanze Wasser fehlt. Ganz im Gegenteil - oftmals deutet das darauf hin, dass zu viel gegossen wurde und die Wurzeln eventuell schon faulen. Deshalb gilt: Staunässe vermeiden.

Am besten eignet sich Regenwasser oder sogar abgestandenes Mineralwasser zum Gießen, denn da sind Nährstoffe enthalten. Das gilt übrigens auch für den Garten oder Pflanzen auf der Terrasse. Hat man beides nicht zur Hand, empfiehlt es sich, die Zimmerpflanzen ab und an zu düngen. Aber auch das ist im Sommer wichtiger als im Winter - im Dezember und Januar sollte zum Beispiel auf Dünger verzichtet werden.

Die Pflanzenerde ist das A und O

Ist die passende Pflanze erst einmal gefunden, der richtige Standort ausgewählt und das Gespür fürs Gießen entwickelt, hat es sich erst einmal erledigt und man kann sich an dem blühenden Grün erfreuen. Doch nicht zu früh gefreut - spätestens nach zwei Jahren sollten Zimmerpflanzen umgetopft werden.

Denn die Pflanze braucht Platz um Wurzeln schlagen und weiter wachsen zu können - das gelingt ihr nur in einem größeren Topf und der richtigen Erde. Denn auch hier sind die Nährstoffe nach einiger Zeit aufgebraucht, weshalb es sich lohnt, sie Erde ab und an auszutauschen.

Hier lohnt sich Blumenerde von hoher Qualität. Sie sollte viel Nährstoffe, Feuchtigkeit und Sauerstoff enthalten, aber wenn möglich kein Torf - der Abbau davon geht auf Kosten der Natur. Außerdem brauchen einige Pflanzen, wie zum Beispiel Kakteen oder Orchideen, Spezialerde. Hier informiert man sich am besten direkt beim Kauf in der Gärtnerei

Zimmerpflanzen kennenlernen und Zeichen erkennen

Eins ist klar, es gibt keine Pflanze, die von alleine wächst und gedeiht. Ein bisschen Aufmerksamkeit und Fürsorge braucht jede Zimmerpflanze. Es lohnt sich deshalb, sie wie einen Mitbewohner kennenzulernen. Denn erkennt man einige Zeichen frühzeitig, kann man oftmals noch retten, was zu retten ist.

  • Die blasse Farbe der Blätter deutet auf zu viel Licht hin - es empfiehlt sich ein Standortwechsel.
  • Die Zimmerpflanze verliert Blätter: Staunässe, Lichtmangel oder zu trocken.
  • Blattpflege nicht vergessen: Auch die Blätter sollten regelmäßig vom Staub befreit werden, denn nur so können sie das Licht richtig verarbeiten.
  • Gelbe Blätter können ein Zeichen für Schädlinge sein.