Vor oder zurück?

Zeitumstellung heute: In diese Richtung wurde die Uhr gedreht

Zeitumstellung ist, wenn die Uhr wieder um eine Stunde vor- oder zurückgedreht wird. Am 28. März ist es wieder so weit.

Dortmund - Zweimal im Jahr werden die Zeiger an der Uhr bewegt. In Deutschland und Europa wechselt man dann zwischen Sommer und Winterzeit. Wenn das jeweilige Datum näherrückt, stellt sich die Frage: Wird die Uhr nun vor oder zurückgestellt?

StaatenverbundEuropäische Union (EU)
Gründung1. November 1993, Maastricht, Niederlande
HauptstandortBrüssel, Belgien

Zeitumstellung: Die Uhr wird am 28. März wieder umgestellt

Im Jahr 2021 stehen noch zwei Termine für die Zeitumstellung bevor: der 28. März und der 31. Oktober. Die Uhr wird dann jeweils von 2 beziehungsweise 3 Uhr morgens vor- oder zurückgestellt.

Während der Sommerzeit, die Ende März beginnt, ist es morgens länger dunkel, dafür aber abends länger hell. In der Winterzeit ab Oktober ist das genaue Gegenteil der Fall: Morgens wird es früher hell, dafür ist es aber abends früher dunkel.

Durch diese Erklärung lässt sich auch einfach ableiten, in welche Richtung die Uhr am 28. März gedreht wird: Der Zeiger wird um 2 Uhr nachts auf 3 Uhr nachts vorgedreht.

Uhr umstellen am 28. März: Sollte die Zeitumstellung nicht abgeschafft werden?

Die Zeitumstellung trifft nicht überall auf Zustimmung. Viele Verbraucher leiden gerade in der ersten Woche nachdem die Uhr umgestellt wurde unter einem gestörten Bio-Rhyhtmus. Eigentlich sollte die Zeitumstellung 2021 auch zum letzten Mal in Europa über die Bühne gehen.

Das hat das EU-Parlament zumindest im März 2019 so beschlossen. Ob es wirklich dazu kommt, ist aber fraglich. Denn aktuell sind die 27 Mitgliedsstaaten sich nicht einig, ob die Sommer- oder Winterzeit zukünftig durchgehend gelten soll.

Eine ausreichende Mehrheit gibt es für keine der beiden Zeiten. Wie die Frankfurter Rundschau*berichtet, könnte die Diskussion auch wegen der Corona-Krise derzeit nur schleppend vorangehen. Verschiedene Zeitzonen und damit eine Art „Flickenteppich“ sollen laut EU-Parlament unbedingt vermieden werden.

Ewige Sommerzeit? So sähe es aus, wenn es keine Zeitumstellung mehr gibt

Würde sich das EU-Parlament in puncto Zeitumstellung auf eine Variante einigen, gibt es in Deutschland zwei Möglichkeiten.

  • Ewige Sommerzeit: Die Sonne würde am kürzesten Tag des Jahres erst gegen 9:30 Uhr morgens aufgehen.
  • Ewige Winterzeit: Die Sonne würde am längsten Tag des Jahres schon kurz nach 20:30 Uhr untergehen.

Aber welche Zeit ist die „richtige“ Zeit? In Deutschland wurde die Zeitumstellung von der Winterzeit auf die Sommerzeit eingeführt. Die „richtige“ Zeit ist also die Winterzeit.

Zeitumstellung am 28. März 2021: Diese Geräte sollte man nicht vergessen

Bei welchen Geräten sollte man die Uhr umstellen? Vor allem analoge Uhren und Wecker sind betroffen. Bei ihnen muss man mit einem Rädchen oder per Tasten die richtige Uhrzeit einstellen. Die meisten digitalen Geräte stellen die Zeit mittlerweile automatisch um. Darunter Smartphones, Notebook, Tablets, Fernseher und mehr.

Bei einzelnen Uhren fällt es vielleicht nicht auf, wenn die Zeit erst Wochen später umgestellt wird. Wie Merkur.de* berichtet, kann es bei einer Stelle aber besonders ärgerlich werden: Heizungen, die mit einer Zeitschaltuhr versehen sind. Falls der Timer bei der Zeitumstellung nicht automatisch mitgeht, wird womöglich jeden Tag zur falschen Zeit geheizt.

Wer einen zeitgesteuerten Thermostat nutzt oder als Hausbesitzer eine Steuerung am Heizkessel vorgenommen hat, sollte die Geräte also unbedingt kontrollieren. Sonst kann es am Ende teuer werden. *Merkur.de und Frankfurter Rundschau sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa