Einige teure Marken fallen durch

Heftiges Urteil für Zahnpasta von Stiftung Warentest – der Testsieger überrascht

Beim Zähne putzen sollte viel Wert auf die richtige Zahnpasta gelegt werden, wie Stiftung Warentest enthüllt hat.
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Beim Zähne putzen sollte viel Wert auf die richtige Zahnpasta gelegt werden, wie Stiftung Warentest enthüllt hat.

Zahnpasta ist wichtig für die Gesundheit der Zähne. Doch im Test bei Stiftung Warentest haben einige bekannte Marken bitter enttäuscht.

NRW – Zähne putzen ist vermutlich bei jedem fest in den Alltag eingeplant. Daher hat Stiftung Warentest erneut verschiedene Marken und Sorten Zahnpasta unter die Lupe genommen – mit einem unfassbaren Ergebnis. Denn bei der Gesundheit und Mundhygiene sollten Kunden sich das Produkt beim Kauf genauer ansehen.

Organisation

Stiftung Warentest

Gründer

Westdeutschland

Gründung

4. Dezember 1964, Berlin

CEO

Hubertus Primus (2. Jan. 2012–)

Zentrale

Berlin

Rechtsform

Selbständige rechtsfähige Stiftung

Einzugsbereich

Deutschland

Zahnpasta bei Stiftung Warentest: K.O.-Kriterium wird teuren Marken zum Verhängnis

Zahnpasta gibt es in unzähligen Varianten und Farben. Stiftung Warentest hat 21 Universal-Zahncremes unter die Lupe genommen und miteinander verglichen. Dabei scheiterten viele Artikel bereits vor dem eigentlichen Test.

Denn wie Stiftung Warentest online schreibt, sei für die Tester ein entscheidendes Kriterium gewesen, inwiefern die Zahnpasta Fluorid enthält. Fluorid sei der wichtigste Inhaltsstoff zum Schutz vor Karies.

Zahncreme bei Stiftung Warentest: Viele Marken schon vor Test durchgefallen

Mogelpackungen, bei denen der Stoff nicht im Labor nachgewiesen wurde, sind noch vor dem eigentlichen Test mit "ungenügend" durchgefallen. Somit wurden bei diesen Artikeln keine weiteren Untersuchungen vorgenommen.

Besonders schockierend: Gleich mehrere augenscheinlich hochwertige Produkte, die mit Preisen von bis zu 22 Euro sogar im Vergleich unverhältnismäßig teuer sind, gehören dazu. Zu den großen Verlierern gehört vor allem die "Bio Zahncreme mit Vitamin B12" von Orbimed, die mit einem Preis von über neun Euro sogar eines der teuersten Produkte ist. Aber auch die "Lavera Complete Care Fluoridfrei" für 3,30 Euro schneidet mit "mangelhaft" ab. 

Zahnpasta im Test: Teure Marken schockieren Experten von Stiftung Warentest

Von den 21 Testobjekten erhielten sechs Produkte die schlechteste Note wegen der falschen Bezeichnung, zwei weitere Zahnpasten können in der Kategorie "Deklaration und Werbeaussagen" zwar noch mit "befriedigend" beziehungsweise "ausreichend" etwas besser abschneiden. 

Stiftung Warentest hat verschiedene Sorten Zahnpasta in einem Test untersucht (Symbolbild).

Doch auch für sie heißt es im Gesamtergebnis "mangelhaft." Das gilt für die "Droste-Laux Zahncreme mit Dreikönigs-Gaben für unfassbare 22 Euro pro 100 Milliliter sowie für die Ayurvedische Zahncreme von Himalaya für 4,15 Euro. 

Im Video: Fehler beim Zähneputzen vermeiden

Zahncreme vom Discounter: Testsieger von Stiftung Warentest für weniger als 50 Cent erhältlich

Aber wie beim Zahnpasta-Test der Stiftung Warentest von 2019 gibt es auch in der neuen Überprüfung Lichtblicke. So haben die Experten insgesamt sieben Zahnpasten mit der Bestnote "sehr gut" ausgezeichnet, fünf Produkte erhielten die Bewertung "gut". Dabei zeigt sich: Qualität muss nicht teuer sein.

Zu den Testsiegern gehört die "Eurodont Kräuter Kariesschutz" Zahncreme mit geringem Abrieb, die sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd erhältlich ist und weniger als 40 Cent pro 100 Milliliter kostet. 

Beim Kauf einer neuen Zahncreme ist zu beachten, dass die Kunden ihre Bedürfnisse kennen sollten. Wer besonders viel Wert auf weiße Zähne legt, dem empfehlen die Experten die "Polar Punch" von Dental Delight, die mit einer Note von 1,2 noch einen Hauch besser abgeschnitten hat als das Discounter-Produkt (1,3). Die "Polar Punch"-Zahnpasta soll besonders gut Verfärbungen entfernen sowie durch das Fluorid hervorragend vor Karies schützen.

Zahncreme im Test: verschiedene Produkte für unterschiedliche Probleme

Personen, die Zahnstein oder Mundgeruch bekämpfen wollen, sollten hingegen darauf achten, dass die Zahnpasta ausreichend Zink enthält, rät Stiftung Warentest.

Wer empfindliche Zähne hat, sollte auf eine Zahncreme zurückgreifen, die sowohl schmerzlindernde Inhaltsstoffe sowie einen niedrigen Abrieb vorweist. Wie groß der Abrieb ist, wird durch die winzigen Putzkörper in einer Zahnpasta bestimmt, die dafür sorgen, dass Verfärbungen entfernt werden. 

Großer Abrieb kann eine Gefahr für Personen darstellen, die Probleme mit freiliegenden Zahnhälsen haben. Wer sich dabei unsicher ist, kann beim eigenen Zahnarzt nachfragen, welche Zahnpasta die geeignete ist.