Für empfindliche Babyhaut

Wundschutzcremes im Test: Gute Ergebnisse bei Öko-Test – doch zwei Produkte fallen komplett durch

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Öko-Test hat Wundschutzcremes für Babys getestet – mit einem erfreulichen Ergebnis.

Dieses Mal wurden Wundschutzcremes für Babys bei Öko-Test unter die Lupe genommen. Die meisten Produkte erhalten eine Empfehlung. Doch problematische Inhaltsstoffe enthalten dennoch viele Cremes.

Nordrhein-Westfalen – Wundschutzcremes sind ein Muss für alle ElternÖko-Test hat nun insgesamt 25 Cremes verschiedener Marken getestet – mit einem besonders erfreulichen Ergebnis. Jedoch sollten Eltern trotzdem auf die Inhaltsstoffe der Produkte achten.

VerbrauchermagazinÖko-Test
Verkaufte Auflage112.433 Exemplare
ChefredakteurHans Oppermann
VerlagÖKO-TEST AG (Deutschland)

Wundschutzcremes für Babys: Öko-Test untersucht Cremes von bekannten Marken

Unter den von Öko-Test getesteten Produkten stecken bekannte Marken wie Penaten, Hipp und Bübchen sowie günstigere Eigenmarken aus dem Supermarkt und Discounter wie von Budni und Rossmann. Dabei gibt es eine große Preisspanne zwischen den Cremes: Sie kosten zwischen 70 Cent und 17 Euro je 75 Milliliter. Insgesamt zehn getestete Produkte sind zertifizierte Naturkosmetik. Hier gibt es mehr Infos zu dem Test von Öko-Test (Bezahlartikel).

Wundschutzcremes für Babys sollen die „empfindliche und strapazierte Haut im Windelbereich“ schützen und pflegen. Dafür wird häufig Zinkoxid verwendet. Dieser Inhaltsstoff trocknet die Haut aus, wodurch die Heilung gefördert wird. Deswegen ist er in insgesamt 22 der 25 Wundschutzcremes enthalten. Hersteller verwenden in ihren Produkten gerne Pflanzenextrakte wie zum Beispiel Calendula von der Ringelblume oder Kamille. Aber auch Panthenol (Provitamin B5) und Tocopherol (Vitamin E) sollen bei der Wundheilung und Pflegewirkung der Cremes helfen.

Wundschutzcremes bei Öko-Test: Inhaltsstoffe für Babys bedenklich – Duftstoffe und Mineralöl als Problem

Öko-Test, die zuletzt auch Spaghetti getestet haben, untersuchte die Test-Produkte im Labor auf aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), Formaldehyd, problematische Duftstoffe und halogenorganische Verbindungen. Formaldehyd kann zum Beispiel die Haut und Schleimhäute reizen und wird als gesundheitsgefährdend eingestuft – und das schon, sobald es nur eingeatmet wird.

Aber auch ätherische Öle können für Babys und Kleinkinder gefährlich werden. Daher fließen die Laborergebnisse besonders in die Bewertung von Öko-Test mit ein (alle Testberichte auf RUHR24.de).

Wundschutzcremes im Test: Positive Ergebnisse bei Öko-Test – zwei Produkte fallen jedoch komplett durch

Insgesamt 15 Wundschutzcremes für Babys wurden von Öko-Test mit „sehr gut“ bewertet, acht Produkte mit „gut“. Dabei teilen sich viele eine Gemeinsamkeit: 20 von ihnen verwenden den Inhaltsstoff Zinkoxid für die entzündungshemmende und pflegende Wirkung. Die restlichen Einzelfälle verwenden Panthenol, Calendula oder Sheabutter als maßgeblichen Inhaltsstoff. Zwei Wundschutzcremes fallen bei dem Test allerdings komplett durch und bekommen die Note „mangelhaft“:

  • Kaufmanns Haut- und Kinder-Creme, 1,84 Euro pro 75 ml
  • Penaten Creme, Johnson & Johnson, 2,93 Euro pro 75 ml

Beide mangelhaft-getesteten Produkte enthalten als pflegenden Wirkstoff Zinkoxid, aber gleichzeitig auch problematische Duftstoffe oder ätherische Öle. Sieben weitere – von Öko-Test für gut befundene Produkte – enthalten solche Duftstoffe oder Öle zwar ebenfalls. Aber dabei bleibt es leider nicht: Sie enthalten auch jeweils Parfüm und MOAH. Alle anderen Produkte sind frei von diesen beiden Giftstoffen. Weitere Mängel wurden von Öko-Test nicht festgestellt. Alle Verlierer und Gewinner im Test gibt es bei Öko-Test (Bezahlartikel).

Öko-Test untersucht Wundschutzcremes für Babys: Das sollten Eltern wissen

Bei den zehn zertifizierten Naturkosmetik-Wundschutzcremes gibt es nur gute Ergebnisse. Fünf Produkte bekommen von Öko-Test die Note „sehr gut“. Die restlichen belegen mit der Note „gut“ die direkt nachfolgenden Plätze. Wer also sicher gehen will, dass die Produkte fürs Kind nicht mit problematischen Inhaltsstoffen belastet sind, kann immer zur Naturkosmetik oder Produkten mit einem Bio-Siegel greifen.

Video: Säuglingsnahrung im Öko-Test: Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend

Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Nur weil Naturkosmetik drin steht, sind sie nicht direkt frei von bedenklichen Stoffen. In der Hälfte der Natur-Produkte steckt Parfüm oder ätherisches Öl. Öko-Test hält diese Stoffe für problematisch, vor allem im Windelbereich von Babys und Kleinkindern, da sie die Haut unnötig belasten.

Wundschutzcremes bei Öko-Test: „Babyhaut ist sehr empfindlich“ – Warnung vor Parfüms

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) mahnt: „In den ersten Lebensjahren gilt die Babyhaut als sehr empfindlich, sie muss erst ihre Barrierefunktion entwickeln und benötigt in dieser Phase eine möglichst gut verträgliche Pflege. Duftstoffe sind generell eine unnötige Belastung für empfindliche Babyhaut. Als besonders kritisch sehen wir allergieauslösende Stoffe, darunter auch die deklarationspflichtigen allergenen Duftstoffe.“

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