Digitale To-Do-Liste

Wunderlist: Beliebte App stellt ihren Dienst ein - diese Alternativen gibt es

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Das Ende der beliebten App Wunderlist steht fest - doch es gibt bereits Alternativen.

Nun ist es offiziell: Nach 10 Jahren müssen Fans der digitalen To-Do-Liste bald auf die beliebte App Wunderlist verzichten. Microsoft, Betreiber der App, bietet aber selbst eine neue, eigene Alternative an. 

  • Microsoft hatte 2015 die App Wunderlist von einem Berliner Start-up gekauft - nun wird der Dienst beendet.
  • Bereits 2017 hatte Microsoft dann aber eine hauseigene App für digitale To-Do-Listen präsentiert.
  • Benutzer sollten sich aber auch nach Alternativen umsehen.

Berlin - Gerüchte über das Ende der beliebten Organisations-App Wunderlist gibt es schon lange. Doch nun ist es offiziell: Microsoft, der Betreiber der App, kündigte an, Wunderlist den Stecker zu ziehen. Am 6. Mai soll es schon so weit sein. Muss man etwa seine To-Do-Listen in Zukunft wieder auf Papier schreiben?

Endgültiges Aus für die Wunderlist-App

Rund zehn Jahre war die App von dem Berliner Start-up 6Wunderkinder auf dem Markt. Sie gehörte lange, dank ihrer vielen intuitiven Funktionen und ihrer Übersichtlichkeit, zu den beliebtesten Apps überhaupt. Das hatte Microsoft schon früh erkannt und 2015 die App für To-Do-Listen aufgekauft.

Um dann, nur zwei Jahre später, ein eigenes Modell auf den Markt zu bringen. Das kam für viele überraschend, denn das Team von Wunderlist arbeitete seit der Übernahme unter dem Dach von Microsoft. 

Laut Microsoft ist am 6. Mai Schluss mit Wunderlist

Doch irgendwann sei die App sehr komplex geworden, sodass das Wunderlist-Team keine neuen Features und Updates mehr entwickelt hätten. Laut Medienaussagen sei die Aufrechterhaltung des Dienstes immer schwerer geworden und Wunderlist konnte nicht garantieren, dass die App für To-Do-Listen auch in Zukunft einwandfrei funktioniere. 

Für Microsoft ein Grund die Zusammenarbeit zu beenden und ihre eigene App voranzubringen. Und das will der Softwareentwickler mit voller Kraft ab dem 6. Mai. Denn ab da wird es Wunderlist endgültig nicht mehr geben.

Fans trauern um Ende von Wunderlist

Bereits jetzt sind bei Wunderlist keine Neuanmeldungen und Updates mehr möglich. Wer sich jetzt die App installiert, wird automatisch auf dieApp To-Do von Microsoft weitergeleitet. Und die soll, Dank einem großen Update im vergangenen Jahr, der Wunderlist in nichts mehr nachstehen. 

Doch Fans der App Wunderlist zeigen sich skeptisch. Einigen gefällt das Design der App Microsoft To-Do nicht, andere finden die Alternative schlicht und einfach blöd. Liest man die Kommentare bei Twitter, wird klar: Schon jetzt wünschen sich viele die Wunderlist zurück. Doch dieser Traum wird nicht wahr werden. 

Das sind die Alternativen für die App Wunderlist

Wer deshalb die App Microsoft To-Do boykottieren will oder bereits zu ihr gewechselt hat, sollte sich dennoch unbedingt auch diese digitalen Alternativen ansehen. Denn einige stehen der beliebten Wunderlist ist nichts nach, wie das Technikmagazin Chip berichtete.

  • Die guten Bewertungen für die App Todoist sprechen für sich. Und auch in ihrer Funktion steht die App der Wunderlist in nichts nach. Todoist ist übersichtlich und intuitiv. Außerdem punktet sie mit der Funktion, einzelnen Beiträgen eine Priorität zuordnen zu können. So vergisst man nie, was wirklich wichtig ist.  
  • Google Keep ist die Wunderlist-Alternative von Google. Auch hier lassen sich Notizen, Aufgaben, handschriftliche Notizen, Fotos und Sprachmemos hinzufügen. Der Schwachpunkt der App: Nicht alle Dateiformate können hochgeladen werden.
  • TaskCoach ist eine To-Do-Listen-App auf Open-Source-Basis. Und das ist auch der Haken an der Sache. Die Wunderlist-Alternative ist nicht auf Deutsch verfügbar. Dafür kann man bei den einzelnen Aufgaben einen Fortschritt markieren.

Konkurrenten von Wunderlist machen Wechsel einfach

Der Überblick zeigt: Alternativen zu Wunderlist gibt es genug. Fans der beliebten App müssen also nicht länger traurig sein, denn auch andere Anbieter stellen übersichtliche Dienste zur Verfügung. Somit muss auch künftig niemand auf eine digitale To-Do-Liste verzichten. 

Um den Abschied so einfach wie möglich zu machen, hat Wunderlist ein Export-Tool entwickelt. Dadurch lassen sich sämtliche Daten und Listen aus der App als Zip-Datei speichern und in eine neue App übertragen. Aber auch die Konkurrenz von Microsoft und Wunderlist hat nicht geschlafen und ein Tool entwickelt, dass den Nutzern den Wechsel besonders einfach machen soll. Todoist bietet zum Beispiel ein Feature an, mit denen man die Daten aus der App Wunderlist ganz easy importieren kann. 

Video: Microsoft will CO2-neutral werden

Ob das jedoch reicht, sich gegen den Mega-Konzern Microsoft bei der To-Do-Listen-App durchzusetzen, bleibt abzuwarten. Denn ein großes Team bei Microsoft entwickelt die App kontinuierlich weiter, um weiterhin die Nase vorn bei den To-Do-Listen zu haben. Aber auch an anderer Stelle hat der internationale Softwareentwickler großes vor. Bis 2030 soll eine negative CO2-Bilanz erreicht werden.

Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, stellte Microsoft bereits Mitte Januar erste Pläne vor. Unter anderem will der Konzern in die Wissenschaft investieren, neue Technologien vorantreiben und sich für eine klimafreundliche Politik einsetzen. Ob das ausreicht?

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