Vier Gefahren drohen

Daten-Hack droht: WLAN am Smartphone in einem Fall unbedingt ausschalten

Das WLAN ist an unseren Smartphones standardmäßig eingeschaltet. Doch in einem Fall sollte man es immer ausschalten: Wenn man das Haus verlässt.

Dortmund – Vermutlich werden die meisten Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer diese Einstellung standardmäßig eingeschaltet haben. Immerhin verbindet das WLAN uns mit dem Internet, ohne auf die kostbaren mobilen Daten zurückgreifen zu müssen. Doch verlassen wir das Haus, sollte das WLAN unbedingt ausgeschaltet werden.

WLAN am Smartphone eingeschaltet lassen: Vier Gefahren drohen

Wer sein WLAN am Smartphone immer eingeschaltet lässt, geht gleich vier Risiken ein, wie die Verbraucherzentrale NRW berichtet:

  • Der Akku wird belastet
  • Bewegungsprofile können erstellt werden
  • Passwörter können geklaut werden
  • Selbst die Wohnadresse ist ungeschützt

WLAN am Smartphone unbedingt ausschalten: Geschäfte können Bewegungsprofile erstellen

Ist das WLAN eingeschaltet, sucht das Handy ständig nach einem WLAN-Netz, mit dem es sich verbinden kann. Die ständige Suche zieht natürlich Strom, wer die Einstellung deaktiviert, sorgt dafür, dass der Akku länger hält.

Bei der ständigen Suche nach WLAN offenbart das eigene Smartphone seine sogenannte MAC-Adresse. Damit können öffentliche Netzwerke – zum Beispiel in Geschäften oder Supermärkten – ein Bewegungsprofil des Gerätes erstellen. Sie können also feststellen, wie lange man in einem Geschäft war und welche Regale einen am meisten interessiert haben.

Zwar gibt die MAC-Adresse keinen Rückschluss auf den User und Geschäfte können somit nicht erkennen, wer zu welcher MAC-Adresse gehört. Aber andersherum können Apps auf dem Smartphone auf die Adresse zugreifen. So kann es vorkommen, dass man bei Facebook Werbung von dem Geschäft erhält, in dem man sich gerade aufhält (mehr digitale News bei RUHR24).

WLAN am Smartphone: Hacker können einfach wichtige Passwörter abgreifen

Es gibt geschickte Tricks von Hackern, die Smartphone-User um ihre Passwörter bringen können. Laut Verbraucherzentrale setzen sie dafür zum Beispiel eine sogenannte WLAN-Box ein. Solche eine Box täuscht dann ein bekanntes Netzwerk vor, damit das Smartphone sich damit verbindet.

Daten, die jetzt in den Browser eingegeben werden, also auch Passwörter, können so abgegriffen werden. Die Passwörter werden auch gespeichert, wenn sie verschlüsselt sind. Denn die Box baut die angesteuerten Homepages einfach täuschend echt nach. Alles, was in die Log-in-Masken eingegeben wird, landet beim Hacker.

Unterwegs besser ausschalten: WLAN am Smartphone.

Dieser Falle kann man entgehen, wenn man nur WPA2-gesicherte Netzwerke im Smartphone abspeichert. Allerdings wären dann viele öffentliche Netzwerke, wie im Zug oder im Hotel, nicht mehr nutzbar.

Smartphone-WLAN besser ausschalten – sonst erkennen Hacker, wo man wohnt

Hacker können sogar recht einfach erkennen, wo man wohnt. Dazu liest die Person einfach die bekannten Netzwerke im Smartphone aus. Mit wenigen Handgriffen können sie anhand dieser Information den eigenen Wohnort ausfindig machen.

Um das zu verhindern, sollte man eine Einstellung am heimischen Router vornehmen. Dort kann man unterdrücken, dass die SSID (der Netzwerkname) angezeigt wird.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa/Illustration

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