Haushalts-Tipp

Wasser zum Putzen kalt oder warm? Experten haben dringende Empfehlung

Entgegen vieler Erwartungen ist heißes Wasser kein Allheilmittel gegen Bakterien im Haushalt – beim Putzen kann es sogar richtig teuer und gefährlich werden.

Dortmund – Heißes Wasser und ein bisschen Spülmittel sind der Weg zu einer sauberen Wohnung, richtig? Falsch! Tatsächlich sollte die Vermutung, dass heißes Wasser beim Putzen das beste Ergebnis liefert, dringend überholt werden, wie 24hamburg.de berichtet*. Denn das Gegenteil ist der Fall. Außerdem wird die Wohnung beim Putzen mit heißem Wasser nicht nur weniger sauber, es ist auch teurer und kann sogar gesundheitliche Folgen haben.

Chemische Verbindung:Wasser
Dichte:997 kg/m³
Siedepunkt:100 °C
Formel:H₂O

Wischwasser besser kalt statt warm? Heißes Putzwasser gefährlich und teuer

Eigentlich tötet Hitze Bakterien ab, auf diese Weise werden beispielsweise auch FFP2-Masken wiederverwendbar* gemacht. Doch beim Wischen des Bodens und auch beim Reinigen von Oberflächen sollte kein heißes Wasser verwendet werden.

Der Grund dafür ist simpel: Die meisten handelsüblichen Allzweckreiniger beinhalten Alkohol – diese gelten als Kaltwasserreiniger. Denn der Alkohol im Putzmittel verdampft bei zu starkem Wärmeeinfluss, wodurch die Wirkung des Reinigers beeinträchtigt wird, berichtet op-online.de.

Warmes Wischwasser kann für Schmutzstreifen und Flecken sorgen

Auf diese Weise kann es zu Schmutzstreifen und Flecken auf dem Boden oder Oberflächen kommen. Welche Temperatur Putzwasser idealerweise haben sollte, hängt also von der chemischen Zusammensetzung des Reinigungsmittels ab.

Verbraucher sollten deswegen schon vor dem Putzen einen Blick auf das Etikett werfen und überprüfen, welche Wassertemperatur bei der Anwendung empfohlen wird. Kaltwasserreiniger beseitigen aufgrund ihrer aggressiveren Inhaltsstoffe nämlich auch bei niedrigeren Temperaturen bereits Schmutz, Keime und Bakterien.

Die falsche Temperatur beim Wischwasser kann den Unterschied machen zwischen Erfolg und Misserfolg beim putzen (Symbolbild).

Kann man mit kaltem Wasser Fenster putzen: Kaltes Putzwasser für streifenfreie Fenster

Auch beim Fensterputzen gilt die Regel: Besser kalt als warm. Denn warmes Wasser trocknet auf der Fensterscheibe schneller, wodurch Streifen und Tröpfchen-Abdrücke entstehen. Verwendet ihr kaltes Wasser, spart ihr also nicht nur Energie und warmes Wasser, sondern gebt euch selbst mehr Zeit für ein streifenfreies Ergebnis beim Fensterputzen.

Von jeder Regel gibt es aber auch eine Ausnahme: Die trifft in diesem Fall das Geschirrspülen. Fettlöser und Spülmittel entfernen Essensreste und hartnäckige Ablagerungen nämlich tatsächlich besser mit heißem Wasser (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Warum sollte man mit kaltem Wasser wischen: Darum ist heißes Wisch- und Putzwasser gefährlich

Sogar die Bundesregierung weist darauf in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie auf „bundesregierung.de“ hin: „Im Allgemeinen reicht kaltes Wasser zum Reinigen von Böden, Fliesen und Fenstern aus. Nur beim Geschirrspülen ist heißes Wasser nötig.“ Foodblogger haben heißes Wasser nun sogar als veganen Trend noch einen Schritt weiter getrieben – und dieses frittiert*.

Was ist Wischwasser oder Putzwasser?

Putzwasser besteht – wie der Name sagt – zum allergrößten Teil aus sauberem Wasser. Dem werden dann meist Putz- oder Reinigungsmittel zugesetzt.

Wie macht man Wischwasser oder Putzwasser?

Putzwasser lässt sich mit Wasser und einfacher Seife oder Spülmittel herstellen. Dem Wasser können natürlich auch spezielle Reinigungsmittel beigefügt werden: Je nachdem, was gereinigt werden soll, kann Putzwasser Bodenreinigungsmittel, Fensterreiniger oder Mittel enthalten, die auf glatten Flächen Putzstreifen reduzieren.

Generell ist es aber besonders bei aggressiveren Reinigungsmitteln wichtig, kein warmes Wasser zu benutzen. Denn das kann neben einem schlechteren Ergebnis auch gesundheitliche Folgen hervorrufen. In Verbindung mit Hitze können chemische Sanitärreiniger nämlich giftige Dämpfe freisetzen. Darauf weisen viele Hersteller auch explizit auf den Verpackungen hin.

Wischwasser und Putzwasser nie zu heiß verwenden: Hohe Kosten drohen

Außerdem bringt Putzen mit kaltem Wasser einen finanziellen Vorteil mit sich: Es spart Energiekosten, die diesen Winter in Deutschland extrem in die Höhe geschossen sind*. „Das Putzen mit heißem Wasser ist heutzutage schlichtweg eine Energieverschwendung und belastet die Umwelt in den meisten Fällen unnötig“, heißt es auch auf dem Online-Portal „putzen.net“. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und RUHR24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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