Bleiben Babys trocken?

Stiftung Warentest testet Windeln: Überraschung bei den Testsiegern 2021

Wenn das Geschrei losgeht, wissen viele Eltern meistens sofort: Jetzt ist etwas in der Windel gelandet. Stiftung Warentest hat elf Windeln verschiedener Anbieter unter die Lupe genommen.

Dortmund – Wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht, sind Eltern oft besonders zart besaitet. Sei es beim Essen – erst vor Kurzem gab es einen großen Babybrei-Rückruf – oder bei der Hygiene.

StiftungStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964, Berlin
CEOHubertus Primus (2. Jan. 2012–)

Windeln bei Stiftung Warentest: Hunderte Familien sind nehmen an Test teil

Dazu zählen neben Feuchttücher, die von Öko-Test bereits auf den Prüfstand gestellt wurden, auch die Windeln, die jetzt wiederum von Stiftung Warentest geprüft wurden. Fast 53.000 Exemplare von elf unterschiedlichen Windeln kamen am Ende für den Test zusammen – getestet von erster Hand: 254 Familien nahmen an der Studie teil.

Dabei wurde unter anderem untersucht, ob die Windeln Schadstoffe beinhalten oder freisetzen. Einst wurden Schad­stoffe wie poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) und Dioxine festgestellt, die Unverträglichkeiten bei den Babys hervorrufen können.

Stiftung Warentest: Aufatmen bei Eltern – keine Schadstoffe in den Windeln

Doch Eltern können aufatmen, denn Stiftung Warentest kann Entwarnung geben: „Keine der in dem aktuellen Test geprüften Windeln setzte kritische Schad­stoff­gehalte frei“, heißt es im Bericht zu dem Windel-Test, der in der aktuellen Ausgabe erschienen ist.

Der gesundheitliche Aspekt ist schonmal gewährleistet. Doch wie sieht es mit der Praxis aus? Schließlich haben Windeln vor allem einen Zweck: Den Baby-Popo trocken halten (mehr Testberichte auf RUHR24).

Elf verschiedene Windeln von unterschiedlichen Herstellern wurden von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen.

Windeln im großen Test von Stiftung Warentest: Vier Marken versagen bei Mindestanforderung

Untersucht wurden Maxi-Windeln, da diese Größe am häufigsten gekauft werde, so Stiftung Warentest. Ob Krabbeln, Rangeln, Laufen oder einfach schlafen – die Windeln müssen einiges auffangen, um den Kleinkindern einen unbeschwerten Alltag zu ermöglichen.

Vier Anbieter jedoch konnten dem Anspruch nicht gänzlich gerecht werden. Im Kriterium Auslaufschutz erhielten sie lediglich Noten zwischen 2,7 und 2,9. Das entspricht der Bewertung „befriedigend“. Diese Marken sind zugleich auch die Verlierer des großen Windel-Tests:

  • Babytime Premium Windeln Größe 4 maxi von Penny (Gesamtnote: 2,7)
  • Babytime Premium Windeln Größe 4 maxi von Rewe (Gesamtnote: 2,7)
  • Babylove Nature Öko-Windeln Größe 4 maxi  von dm (Gesamtnote: 2,9)

Stiftung Warentest testet Windeln: Überraschung bei den Testsiegern

Die Gesamtnote setzt sich zusammen aus den Kriterien Tragekomfort, Auslaufschutz, Handhabung, Schadstoffe, Menge und Preis. Zu den restlichen sieben getesteten Windeln schreibt Stiftung Warentest, dass diese die Ansprüche erfüllten: „Die Sieger liefen nur sehr selten aus und hielten die Haut schön trocken.“

Darunter waren unter anderem bekannte Marken wie Pampers, Hipp oder Lillydoo. Aber auch Windeln von Eigenmarken der Supermärkte schnitten überraschend gut ab. Alle Verlierer und Gewinner im Test gibt es bei Stiftung Warentest (Bezahlartikel).

Stiftung Warentest gibt Tipps: So können Eltern beim Kauf einer Windel sparen

Neben dem Auslaufschutz spielt selbstverständlich auch der Preis eine Rolle. Stiftung Warentest weist deswegen darauf hin, dass Eltern bis zu 255 Euro im Jahr gegenüber dem Testsieger sparen können – „mit der richtigen Wahl einer güns­tigen und gut getesteten Windel“.

Rubriklistenbild: © Küpper; Collage: RUHR24

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