Bild: RUHR24/Alina Meyer

Mehrere Leute warnen auf dem Onlineportal Verbraucherschutz vor einer Betrügermasche durch die Firma Win AG. Seit Jahren und ganz aktuell auch jetzt wieder, versucht die Firma, durch Anrufe Geld einzutreiben. Ihre Masche ist oft ähnlich.

Wie die Webseite computerbetrug.de schon im Jahr 2014 berichtete, rollen seit 2012 immer wieder regelrechte Anrufswellen durchs Land. Aktuell berichten wieder etliche Betroffene im Netz von solchen Anrufen. Die Masche der Betrüger: Die Angerufenen hätten an Gewinnspielen teilgenommen und müssten jetzt dafür zahlen.

Win AG: Kündigungsfrist eines Gewinnspiels übersehen

Im Lauf des Gespräches versuchen sie auf verschiedenste Weise Geld einzutreiben. Oftmals behaupten die Anrufer der Win AG, man hätte die Kündigungsfrist für ein kostenpflichtiges Gewinnspiel übersehen. Manchmal berufen sie sich auf einen angeblich zurückliegenden Vertragsschluss.

Betroffene haben auch schon berichtet, die Anrufer hätten ihnen vermeintliche Sonderangebote gemacht. Sie hätten wegen der abgelaufenen Monatsbeiträge bereits hohe Schulden, die aber großzügig auf einige hundert Euro reduziert worden seien.

Anrufer werden am Telefon massiv bedroht

Die Betrüger bedrohen die Anrufer am Telefon massiv, wenn diese sich weigern, ihre Kontodaten herauszugeben. Die Win AG würde Klage erheben oder Anzeige bei der Polizei erstatten. Auch mit einem negativen Schufa-Eintrag drohen sie.

Weitere Betroffene berichten, dass sie auch nach der Weigerung zu bezahlen, von weiteren Anrufen durch die Win AG belästigt werden.

Sie bekommen Anrufe von angeblichen Polizeibeamten oder Verbraucherschutz-Mitarbeitern. Diese hätten den Betroffenen ebenso dazu geraten der Forderung der Win AG dringend nachzukommen.

Aktuelle Top-Themen:

Auf der Verbraucherschutz-Webseite berichten mittlerweile 142 Betroffene von den Anrufen durch die Win AG. Die Webseite selbst rät bei derartigen Anrufen zu folgendem Umgang mit den Anrufern:

  • Gebt dem Anrufer niemals ihre Kontodaten
  • Fordert grundsätzlich schriftliche Unterlagen an, bevor ihr eine Zahlung tätigt
  • Es ist gesetzlich festgeschrieben, dass Gewinnspiel-Verträge nicht am Telefon abgeschlossen werden können. Solche Verträge müssen grundsätzlich schriftlich abgeschlossen werden
  • Legt am besten einfach auf
  • Erstattet Strafanzeige bei der Polizei. Notiert euch dazu den genauen Zeitpunkt des Anrufs und erstellt ein Gedächtnisprotokoll